fen . Immer wieder faszinierend : sein gend - spröder Sprachrhythmus . 
Von Per Svenson ( geb . 1941 ) , Lyriker , Romancier , Essayist , Dramatiker und Übersetzer aus Lund , sind bisher elf Bücher erschienen . Besonders seine ten Werke , so der Roman Oxford grey ( 1991 ) und der im Herbst 1992 nende Lyrikband Der Name der blauen Rose faszinieren in Sujet und Sprache durch höchste Sensibilität und stilistische Perfektion . 
Unter Leitung von Prof . Baumgartner und unter Teilnahme der anwesenden Übersetzer und Autoren fand ein sium zur Übersetzung nordeuropäischer Lyrik statt , auf dessen Problempalette u . a . die Frage stand , was zu tun sei , damit in Deutschland mehr Lyrik verlegt und kauft werde . Wirke die Herausgabe sprachiger Lyrikbände verkaufsfördernd ? Weiterhin wurde eine Antwort auf die alte und immer wieder neue Frage gesucht , was Übersetzen eigentlich sei und wie der Übersetzungsprozeß ablaufe . Solle und könne man - unter Berücksichtigung von Textsorte , Zielgruppe und Funktion in der Zielkultur - Übersetzungsstrategien stellen und mit ihrer Hilfe versuchen , ein neues eigenständiges Kunstwerk zu fen ? Oder ist dieses Ziel eher erreichbar , wenn das Übersetzen als interpretative Kunst verstanden wird , in der Richtlinien nicht aufzustellen sind ? Sind mehrere Übersetzungen eines Gedichts zu grüßen ? Können zwei Konzepte einander bestehen und gleichermaßen qualitativ hochstehende Übersetzungen hervorbringen , zum einen Zertrümmerung und Neuaufbau eines Gedichts unter Berücksichtigung des Lesers in der sellschaft und zum anderen Übersetzen nach bestem Wissen und Gewissen , ohne sogenannte Strategien , denn sonst werden es keine gute Übersetzungen ? 
Lyrikhöhepunkt war die öffentliche sung aller Autoren mit ihren Übersetzern im Theater Greifswald , die Rünar Pörisson ( Island ) als Sologitarrist mit Stücken von Walton , Magnore , de Falla und Villa - Lo - bos musikalisch umrahmte . Rünar Póris - son ist gleichzeitig Leiter des Chors des ländervereins Lund , der in Greifswald ältere und neuere isländische Volks - und Kunstlieder zu Gehör brachte . 
Was die Musik anbelangte , fiel dem blikum die Wahl ohnehin schwer , denn es wurden mehrere Veranstaltungen angebo - 
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ten , von denen jede ein Leckerbissen zu werden versprach . Sei es das Konzert des Universitätschors Lund , der schwedische , dänische , norwegische und estnische der sang und in dessen Rahmen die eigens eingeflogene bekannte schwedische stin Gunilla von Bahr auftrat , sei es das Konzert der dänischen Pianistin Vibeke Warlev mit Werken von Mozart , Franck , Prokofieff , Bentzon und Jersild . Wer sich dem musikalischen Vortrag „ Gibt es einen nordischen Ton ? " von Jan Ling anhörte , konnte sich mit ihm zusammen auf die Suche dieses Tones begeben . 
Eine Reihe von Ausstellungen mit ken bildender Künstler aus Nordeuropa rundete die Kulturtage ab . Im Greifs - walder Rathaus stellten Maria Backman ( Malerei ) , Matts Husser ( Graphik ) und Hanna Sjöberg ( Plastik ) aus Schweden aus . Maria Backman sagt über ihre Kunst , „ der klassische Gegensatz zwischen Inhalt 
und Form wird in dem Maße sichtbar , wie ich ihn selbst wahrnehme . Körper , dächtnis , Farbe zeigen sich als liertes , buntes Erleben . " Matts Husser stellte Tuschezeichnungen und Grafiken aus . Hanna Sjöberg , deren Kunst um das Gedächtnis kreist , sucht „ nach nen . . . , die etwas in unser Gedächtnis zurückrufen , an das wir uns nicht mehr erinnern " . 
Mit den Kulturtagen ist es gelungen , die weit in die Vergangenheit den kulturellen Verbindungen merns zum Norden fortzuführen und zu bereichern . Die Resonanz auf beiden ten war groß , die Lust auf mehr nahm zu , und inzwischen hat man in Greifswald gonnen , die Nordischen Kulturtage 1992 als den Beginn einer in die Zukunft senden wiederkehrenden Tradition zu stehen . Erste Ideen für 1993 sind geboren . Man darf gespannt sein . ■ 
Kulinaria : 
Kartoffeln Blau 
ANDERS EHNMARK 
Kartoffeln zu kochen ist wirklich keine Kunst . Trotzdem beherrschen es nicht alle . rade jetzt , wo die neuen Kartoffeln aufgenommen und gleich gekocht werden nen , ist dies von Bedeutung . Ich habe dieses Jahr Kongo Blau gesät , die letzten Winter bei ICA verkauft wurde . Das ist eine durch und durch blaue Kartoffel , und sehr lecker . Das Pürree wird lila und sieht einfach eklig aus , schmeckt aber ausgezeichnet . 
Zubereitet werden Kartoffeln so wie Krebse . Das Wasser muß heftig kochen . Mit lich Hagelsalz und Dill würzen . Dann langsam die Kartoffeln hineingeben , als solle Ihnen ein sanfter Tod bereitet werden . Zehn Minuten kochen lassen und raus damit ! Das mit den zwanzig Minuten ist ein Vorurteil . Die Kartoffeln müssen al dente sein , wie man in Italien sagt , müssen den Zähnen leichten Widerstand bieten . 
Eine kleine Blaue , mit Butter gekrönt , al dente , und ein Glas Mineralwasser , das den schmack nicht überdeckt , ist genau das Richtige in dieser Jahreszeit . 
Anders Ehnmark ist Journalist und Schriftsteller . Sein Beitrag wurde zuerst in Moderna Tider veröffentlicht . 
Übersetzt von Gudrun Hebel . 
NORDEUROPA 
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