Bändchen , dessen Format den Vorteil hat , leicht auch ins Fahrradgepäck zu passen . Der große Nachteil allerdings ist die wählte Winzschrift , die kaum dazu lädt , das Buch in der Vorbereitungsphase für eine Gotlandfahrt im ganzen sen zu wollen .
Gotlands Kirchen
Ebenfalls im Conrad Stein Verlag schien die deutsche Ausgabe eines dischen Klassikers . Erland Lagerlöf und
Visby , Domkirche St . Maria
Gunnar Svahnström sind zweifellos die kompetentesten Kunst - und riker für diese imponierenden gotländi - schen Sakralbauten . Nach einer sehr knappen allgemeinen historischen tung und einer etwas ausführlicheren zur Kirchenkunst Gotlands werden sämtliche Visbyer Kirchen bzw . Kirchenruinen wie die etwa einhundert Landkirchen tailliert beschrieben . Zahlreiche gen von Gotteshäusern und Details derselben sowie Skizzen ergänzen neben einem umfangreichen Glossar mit Wort - und ikonographischen Erklärungen dieses Handbuch . Zweifellos auf absehbare Zeit das Standardwerk für alle , die sich näher über die Kirchen Gotlands informieren möchten . ( Unklar lediglich , welche tion der Herausgeber Robert Bohn bei sem Band hatte . )
Trotz des stolzen Preises von fast fünfzig Mark ist diese Monographie sehr zu fehlen . Wer allerdings Schwedisch lesen
kann , dem bietet sich vor Ort die wertere Möglichkeit an , in den Kirchen kleine , mehr oder weniger ausführliche Broschüren für wenige Kronen zu ben . Teilweise liegen diese Blätter auch auf Deutsch oder Englisch vor , allerdings oft in miserablen Übersetzungen . Besser sind die deutschen Fassungen zweier vom gotländischen Fremdenverkehrsamt ausgegebener Hefte über die Insel , die in Visby zu bestellen sind ( Adresse s . sten ) .
Schwarzweiße Bilder , bunte Sprache
Der Gotland - Führer von Ruth und Hans - Friedrich Baessler hat kaum res Format als der aus Kiel , ist dafür aber gebunden und mit einigen farbigen und zahlreichen Schwarzweißabbildungen sehen . Er wendet sich in seinem Duktus gerade an die Menschen , die vor einer Reise einen Roman über ihr Reiseziel zählt bekommen und diesen mit schönen Bildern illustriert sehen möchten . Für die Reise selbst ist dieser Band weniger net . Bei einem Preis von stolzen DM 44 , - möchte man ihn ja auch nicht gerne terwegs verknicken oder beschmutzen . Zudem macht die , sicherlich begründbare , formale Gliederung dieses Führers nach Themenbereichen es vor Ort schwer , alle Informationen zu einer Siedlung oder ner Sehenswürdigkeit schnell zu finden , Angaben über Roma z . B . sind auf mehr als fünf weit voneinander entfernt liegenden Seiten verstreut . Allgemeine tionen fehlen ebenfalls , es werden aber Adressen angegeben , über die Materialien zu beziehen sind . Dieses Manko ist lich leicht zu verschmerzen , denn so schwer wird es einem Mitteleuropäer nicht fallen , sich im täglichen Leben Gotlands zurechtzufinden .
Reizvoll kann der Band aus dem mierten Prestel Verlag für alle sein , die über Architektur , Bildhauerei und Kunst der Insel informiert werden möchten . In der kunstgeschichtlichen Beschreibung der Insel liegt zweifellos die Stärke dieses Bandes . Allerdings scheint es Kunst nur bei den Wikingern und im Mittelalter auf Gotland gegeben zu haben , Kunst aus der Zeit nach dem 15 . Jahrhundert findet denfalls bei den Baesslers nicht statt .
An dem Buch wird sich sicherlich der ( oder die ) vergnügen können , der an einer
sehr verschnörkelten und teilweise altertü - melnden Sprache seine Freude hat . Einige Beispiele : „ Hütern der Küsten gleich , stehen Gotlands Rauks bis weit hinauf ins Land . . . Vor rund 400 Millionen Jahren , bar fernen Zeiten , wogte in diesem Teil der Erde ein tropisches Urmeer . . . Ein ger Zauber überweht einsam im Wald mernden Steinsetzungen " . Als ter ist es jedoch weniger geeignet .
Klassisch und kompetent
Die Kunst - Reiseführer des DuMont lags haben ( meist zu recht ) einen sehr ten Ruf und entsprechende höhen . Der Gotland - Band von Ulrich Quack gehört zweifellos zu den hebenden Beiträgen in dieser Reihe . tiv ausführlich geht der Autor auf die schichte Gotlands ein und betrachtet im
Bro Kyrka
folgenden , chronologisch und thematisch aufgebaut , die verschiedenen mäler und Kunstschätze Gotlands . Der Hauptstadt Visby ist ein eigenes Kapitel gewidmet , anschließend werden die schiedenen Inselregionen auf nen Routen „ bereist " . Ein Nachschlageteil zu den Landkirchen und Erläuterungen von Fachbegriffen beenden den ersten Teil des Buches , im letzten finden sich , gleichsweise knapp , aber ausführlich nug , praktische Reisetips .
Sehr viele , hervorragende Färb - und Schwarzweißfotos sowie Grafiken runden den Band ab und machen Lust auf die sel . Die Sprache ist dem Thema sen , sachlich bei Beschreibungen , aus engagiert bei der Schilderung historischer Greuel oder der den gotländischen Kultur . Wenn auch das Schwergewicht in diesem Führer auf Kunst und Geschichte gelegt wird , so wird doch auch die Insellandschaft in Bild und
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NORDEUROPA
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