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Historiale des Vincent von Beauvais , ner im Mittelalter weit verbreiteten klopädie . Als er sie seinem Freund Witten zeigte , erkannte dieser darin sogleich das fehlende Puzzlestück zwischen dem bericht des Fra Giovanni und der te . Alle drei Manuskripte waren früher offenbar in einem Band zusammengebun -
Die Vinland - Karte - echt oder
kript kann Skelton von dessen keit also noch nicht überzeugt gewesen sein . Im September 1957 habe dann er , Witten , durch Vermittlung Ferrajolis den Besitzer des Buches aufgesucht und den Band auf der Stelle für 3500 $ erworben . Aus fiskalischen Gründen dürfe er über den Vorbesitzer nicht mehr sagen , als
gefälscht ?
den größten Deal aller Zeiten gemacht , antwortete Witten ruhig : „ Ja , ich glaube schon " .
Der offenbar gut betuchte Käufer der Manuskripte schenkte sie Ende 1964 , als die Veröffentlichung der bedeutsamen Funde bevorstand , der Yale Universität , um dem abzusehenden Presserummel zu entgehen .
Die Herkunft der Manuskripte liegt also ebenso im Dunkeln wie die quellen des Kartenzeichners . Diese aber versuchten Skelton , Marston und George D . Painter , ein weiterer Bibliothekar des British Museum , in ihrer mustergültigen wissenschaftlichen Edition der Texte 1965 weitestgehend aufzudecken ( The Vinland Map and the Tartar Relation , New ven / London 1965 ) .
Die Vinland - Karte
In ihrer Darstellung der Alten Welt folgt die 28x41 cm große Karte den len Vorstellungen christlicher Kosmogra - phie des Mittelalters : Die drei bekannten Erdteile Europa , Asien und Afrika sind zu einem Ellipsoid angeordnet und vom meer umschlossen . Größte Gemeinsamkeit weist die Karte mit dem Atlas des nischen Navigators und Admirals Andrea Bianco von 1436 auf , ist im Gegensatz zu diesem aber nicht , wie im Mittelalter lich , nach Osten ( zum Paradies ) , sondern nach Norden orientiert . Das besondere teresse des Zeichners galt augenscheinlich der Peripherie des großen Ozeans . Sowohl im Nordosten wie im Nordwesten finden sich neue Inseln , die das abgerundete Bild von der meerumschlossenen Ökumene sprengen . Neben den erstaunlich den Umrissen Islands und Grönlands liegt ganz im Westen eine dreigeteilte Insel , sehen mit einer lateinischen Legende , die in deutscher Übersetzung lautet : „ Insel Vinland , entdeckt von den Fahrtgenossen Bjarni und Leif " .
Bjarni und Leif , Fahrtgenossen
Diese Namen entstammen unzweideutig nordischer Überlieferung . Die sche Bezeichnung erklärt die Karte selbst in einer Glosse , derzufolge die genannten Bjarni und Leif von Grönland aus wärts zu den entferntesten Gegenden des
den gewesen , und etwa nicht zueinander passende Wurmlöcher in Reisebericht und Karte fanden ihre Verbindung im teil des Speculum . Alle Texte stammten augenscheinlich von derselben Hand , und auch die Wasserzeichen auf dem Papier stimmten überein .
Eines nur blieb seltsam : Witten , der Buchhändler , weigerte sich , jemals nauere Auskünfte über die Herkunft der Manuskripte zu geben . Alles , was er dem späteren Käufer und danach der lichkeit mitteilte , war folgendes : Im jahr 1957 habe der in Barcelona lassene italienische Buchhändler Enzo Ferrajoli de Ry den Band mit der Karte Antiquariaten in Genf , Paris und London in Kommission zum Kauf angeboten . mals bereits hätten ihn Skelton und re Experten des British Museum achtet , woraufhin ein britischer sent vom Kauf zurückgetreten sei . Bei ner ersten Bekanntschaft mit dem Manus -
daß er über eine große Privatsammlung mit weiteren Manuskripten aus dem 15 . Jahrhundert verfüge , zu denen auch das Exemplar des Speculum Historiale gehört habe , das Ferrajoli dann erfolgreich in London absetzte . Beide Stücke seien seit Generationen im Familienbesitz gewesen . Witten wies den Verdacht von sich , daß die Bände aus der Bibliothek der drale La Seo in Saragossa stammen ten , wo einige Jahre zuvor eine ganze he kostbarer Bücher verschwunden war . ( Ferrajoli war in diesem Zusammenhang von den spanischen Behörden verhaftet und zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden . )
Im August 1959 schließlich wurden alle drei Manuskripte von Witten an eine ungenannte , von Marston und Vietor empfohlene Privatperson weiterverkauft - wie berichtet wird , zum Preis von 100 . 000 £ . Als ihm später öffentlich gegengehalten wurde , da habe er wohl
Quelle : R . A . Skelton , Thomas E . Marston , George D . Painter : The Vinland Map
and the Tartar Relation . New Haven 1965 .
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