THEMA
aus Helsinki beispielsweise von fünfzehn - bis 30minütigen Wortbeiträgen erschlagen wird , bietet man in Schweden on häppchenweise . Drei - bis fünfminütige Infoblocks werden von Musik chen . Auch vom traditionellen Kurzwel - lensendeschema hat man sich gelöst . Während die Hörerschaft von Radio way und Radio Finnland genau weiß , an welchem Tag sie welche Sendung zu warten haben , wird der Sendeplan bei dio Schweden durch die Tagesereignisse bestimmt . Ins Programm kommt , was tuell ist und nicht , was im Sendeschema steht . Mit der Zeit geht man in Schweden
auch in Sachen Technik . Als einziger der nordischen Auslandssender strahlt man ne Sendungen nicht mehr nur über welle , sondern auch über Satellit ab . Damit will man sich neue Hörergruppen jenseits der angestammten Kurzwellenhörerschaft erschließen . Zu diesem Zweck wurde auch ein Kooperationsabkommen mit dem schen Radiosender Radioropa in Daun in der Eifel abgeschlossen . Dieses Abkommen ermöglicht es Radioropa , Programme aus Stockholm kostenlos zu übernehmen . dio Schweden erhofft sich dadurch bung für die eigenen Programme und wachsende Popularität auch im Ausland .
Jeder für sich
Während man in vielen anderen reichen mit Stolz auf die Nordische sammenarbeit verweist , marschieren die fünf Auslandssender weiterhin getrennt . Zwar tauchen immer wieder Gerüchte über ein vom Nordischen Rat bezahltes Radio Skandinavien auf , doch zur Zeit ist dieses Projekt noch meilenweit von einer Realisierung entfernt . Der Norden wird also weiterhin mit fünf Sternen , zwei großen und drei kleinen , am nationalen Medienhimmel vertreten sein . ■
MEDIENWISSENSCHAFT IN DER SCHULE :
Gucken Schwedens Schüler in die Röhre ?
Die gymnasiale Oberstufenreform in Schweden sieht eine Aufteilung auf sechzehn orientierte Programme vor . Eins dieser Programme soll sich mit Medien - und senschaft befassen . Das Interesse von Seiten der Schüler ist groß , die Qualifikation der Lehrkräfte dagegen ist fragwürdig .
Monica Engholm
Das Interesse für praktisches dienwissen in Form von Video - und Radioproduktionen sowie Schülerzeitungen wächst an den schen Schulen . Der Zugang zu der wendigen technischen Ausrüstung in Form von Videokameras , Cassettenrecor - dern und Computern ist relativ gut . Eine englische Lehrkraft beispielsweise würde ihren Augen nicht trauen , bekäme sie die schwedischen Ressourcen auf diesem biet zu sehen . Es waren vor allem die renden in Schwedisch und Kunst , die es
Monica Engholm ist Magister der sophie und seit 18 fahren als allehrerin tätig . Die letzten sieben Jahre war sie Projektleiterin einer einjährigen , kommunalen Medienausbildung auf nachgymnasialem Niveau in Örebro .
gewagt haben , die Technik in die Hände der Schülerinnen und Schüler zu geben .
Trotzdem möchte ich Schweden als terentwickelt auf dem Gebiet der Medien - wissenschaft bezeichnen . Die Projektinseln , die es gibt , bauen vollständig auf mus und das Bestreben der einzelnen kraft , Neues auszuprobieren . Ein Forum zur Erarbeitung von Wissen über Medien und Medienpädagogik gibt es an den schen Schulen nicht . Adäquate Lehrmittel fehlen und in der Lehrerausbildung sowie in der gesamten Fortbildung müssen die Medien noch immer hinter den ten Basiswissenschaften zurückstecken .
Die schärfste Kritik muß aber trotzdem dem Mangel an Koppelung von Theorie und Praxis innerhalb des Unterrichts über Medien und Kommunikation gelten . Die Theorieentwicklung , die in der
dienforschung stattgefunden hat und ohne die der Unterricht über moderne Massenmedien eigentlich lediglich werk bleiben kann , ist mit wenigen nahmen selbst den interessierten kräften unbekannt .
In Schweden hat man gelernt zu fragen : Was tun die Behörden dagegen ? Die wort darauf ist , daß die staatlichen behörden die Verantwortung für gen den Kommunen überlassen haben , und die Kommunen wiederum haben die antwortung den Schulen überlassen und so weiter - vom Kleinen ins Kleinste . Die schwedische Lehrergewerkschaft muß sich mit einem offensichtlichen Systemwechsel auseinandersetzen : Konnte man sich früher auf ein detailliertes Regelwerk stützen , len Beschlüsse , sowohl die unangenehmen als auch die hoffentlich angenehmeren ,
NORDEUROPA
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