die Schulen und Universitäten . Von allen Computerbenutzern in Schweden hatten nur 5 Prozent das öffentliche dungssystem als alleinigen platz .
Bei der starken Dominanz der von Arbeitgebern gesteuerten und bezahlten Informatikkurse besteht jedoch die Gefahr einer kurzsichtigen Anpassung an eine direkte Verwertbarkeit der neuen nisse in der Produktion , während die sche Auseinandersetzung mit den schaftlichen Problemen neuer Technologie zurückbleibt . Außerdem zeigt sich die denz , daß nur gewisse Berufsgruppen in profitablen Unternehmungen in den nuß einer Weiterbildung kommen . Auch hier besteht das Bedürfnis nach freien gern für eine Weiter - und Fortbildung in Informatik , die einer kritischen Analyse der gesellschaftlichen Effekte neuer Technologien Raum geben können .
Im Informatikunterricht zeigte sich auch , daß die herkömmlichen richtsformen mit dem Lehrer als einzigem Wissensvermittler den Anforderungen der neuen Technologie nicht mehr genügt . Oft sind Schüler nach kurzer Zeit dem Lehrer an Geschick und Erfahrung in speziellen Programmanwendungen legen , so daß statt traditionellem richt diskursive Auseinandersetzungen mit den aufkommenden Problemen wendig werden . In vielen Fällen genügt es auch , den Kursteilnehmern nisse des Computers zu vermitteln , um nen dann die Möglichkeit des freien Experimentierens mit dem dium zu geben . Ein solches Lernsystem wird zur Zeit an einigen Hochschulen in Schweden praktiziert , wo Studenten nen „ Computer - Führerschein " erwerben können , der ihnen dann 24 Stunden am Tag den Zugang zu einem voll ten Computernetzwerk ermöglicht . Mit den Möglichkeiten dieses Netzwerks nen sie dann versuchen , variierende bleme des Studiums zu lösen .
Die Zukunft der Bildung
Die Erfahrungen mit einem zentral geplanten , umfassenden stem in Schweden kann man wie folgt sammenfassen : Ein rational tes Ausbildungssystem erleichtert eine schnelle organisatorische Integration aller
NORDEUROPA
fortini
Jugendlichen in weiterführende dungsgänge . Gleichzeitig wird die tion für eine weitere Ausbildung unter den Jugendlichen vermindert , da die deutung der Ausbildung für eine che Karriere durch das große Angebot an Hochausgebildeten abnimmt . Die samtschule für alle Schichten der schaft hat zudem Probleme , moralische
Werte und Normen , die in allen Gruppen relevant sind , zu vermitteln .
Die Freizeit wird als Lebensziel ren , das man durch zeitgemäßen Konsum erreichen kann .
Die wirtschaftlichen Strukturen der formationsgesellschaft mit ihrem raschen technologischen Wandel und rungen an raschen Wandel im Bereich von Kenntnissen und Normen dern den Wert der formellen Ausbildung im Jugendalter , zumindest in den Augen der Jugendlichen .
Die Individualisierung und Internatio - nalisierung der Lebenswelt von chen führt außerdem zu sehr lichen Anforderungen an Formen und Inhalte des Ausbildungssystems . Ein unflexibles Schulsystem , das von einem nur in der Statistik existenten schnittsjugendlichen ausgeht , wird mend Passivität , Abbräche oder auch volten bei den Jugendlichen auslösen .
Es müssen flexible Ausbildungssysteme , die nicht ausschließlich Berufstätigkeit als Motivation für den Schulbesuch ben , sondern in denen das Erlernen von zukünftigem Lernen im Mittelpunkt der Aktivitäten steht , geschaffen werden .
Um den unterschiedlichen Bedürfnissen an Ausbildung und Bildung in der
schaft sowie zeitlich als auch inhaltlich und ideologisch zu entsprechen , scheinen alternative Systeme der lung an Bedeutung zu gewinnen . Das al einer linearen Ausbildung , die mit dem Eintritt ins Berufsleben abgeschlossen ist , wird schon heute von der Mehrheit der schwedischen Jugendlichen abgelehnt . Stattdessen entsteht eine Phase des
deins zwischen Ausbildung , Arbeit , terbildung , Arbeitswechsel , Umschulung , Reisen , erneuter Ausbildung , die zwischen zwanzig und dreißig Jahren angesiedelt ist .
Die veränderten rungen auch für die bereits im zeß Stehenden führt zur Entstehung von betrieblicher Weiterbildung , an der in Schweden in jedem Jahr fast die Hälfte der Arbeitnehmer teilnehmen .
Die Zukunft der postindustriellen sellschaft wird in hohem Maße davon hängig sein , ob es gelingt , die keit weiterer , lebenslanger Ausbildung allen Gruppen der Gesellschaft zu teln . Dazu müssen neue Formen des Lernens entwickelt werden , die den dividuellen Wünschen der Bevölkerung entsprechen und moderne Formen der Kommunikation integrieren .
Gelingt dies nicht , wird eine rung der Informationsgesellschaft meidlich sein , geteilt in eine kleinere Gruppe , die die Möglichkeiten der mationstechnologie für eine laufende weiterung des Wissensniveaus und dessen Anwendung in der Gesellschaft benutzt , und eine Majorität , die den überfluß als reinen Konsum und Eskapis - mus von den Problemen des Alltags erlebt . ■
15
Gesellschaft wird in hohem Maße davon abhängig sein , ob es gelingt , die Notwendigkeit weiterer ; langer Ausbildung allen Gruppen der Gesellschaft zu vermitteln .

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.