sten sind . Sprache , Kultur , gen und einen Konformismus der wohnheit : hier war ich , hierher gehöre ich , nichts überrascht mich .
Hier zu sein ist sicher , was zur Zeit nicht stimmt .
Eine naturromantische Vision von Finnland , auf die Spitze getrieben von Pentti Linkola , stellt sich die Rückkehr in eine ältere Gesellschaft vor , die unter turgemäßen Bedingungen in einer tisch geschlossenen Wirtschaft lebt . Das Schreckgespenst , das da ausgemalt wird , ist fortschreitende Umweltzerstörung . In gewisser Weise spiegelt sich dieses Muß in der öffentlichen Meinung wider , dem die politische grüne Bewegung , die anderswo in Europa im Rückgang war , zumindest in der öffentlichen Meinung in Finnland auf dem Vormarsch ist .
Nun bin ich zur Zeit , zumindest formal gesehen , Teil des politischen Systems . Als ich 1967 ein Buch schrieb , dem ich den Titel Boken om värt nya land , gab , stand ich außerhalb , war aber von einem für die damalige Zeit nicht völlig unbegründeten Optimismus bezüglich der weiteren wicklung und einer fast technokratischen Vision vom Finnland der Zukunft prägt . Die Vernunft würde siegen . Durch vernünftige Beschlüsse würde das Land in eine neue Zeit geführt werden .
Die Beschreibung der Wirklichkeit in dem Buch ist vermutlich haltbar , für ihre Zeit . Über die Wirklichkeit setzte ich dann eine Ideologie , die sich in dem Satz „ Alles ist Politik " oder „ Politik ist alles " zusammenfassen läßt , d . h . in der lung , daß die politischen Beschlüsse auf allen Ebenen das Land in eine te Richtung lenken könnten , die sich auf den Bau eines Volksheims mit Wohlstand für alle richtete .
Utopien haben große Bedeutung für die Menschheit gehabt . Kolumbus te Richtung Indien , aber fand Amerika . Ohne Utopie und den aus dem Ausland importierten Nationalismus wäre es Snellman und anderen nicht gelungen , ein nationales Selbstbewußtsein zu schaffen , das weder schwedisch noch russisch war . 1917 hätten wir ohne die Kraft der Utopie schlecht abgeschnitten . Aber wir wären auch nicht ohne die tionalen Institutionen ausgekommen , die eine wohlwollende Zarenherrschaft erlaubt hatte .
Die Utopie vom vollständigen Glück muß hingegen bleiben , was sie ist .
In Finnland steigt der teil der alten Leute , ein immer kleiner werdender Teil der Bevölkerung ist in der Produktion beschäftigt , und der Anteil der jungen Menschen zwischen 0 und 15 Jahren sinkt ebenfalls .
Es ist unmöglich , daß eine solche sellschaft in Zukunft die Kosten für die Renten und den unproduktiven Teil der Bevölkerung aufbringen kann .
Eine mögliche Lösung wäre , daß diese Gesellschaft ihre abstoßende Fremden -
Jörn Donner
geboren am 05 . 02 . 1933 in Helsinki Finnlandschwedischer Publizist , Schriftsteller , Filmregisseur , zent und Politiker
1951 - 63 Mitarbeiter bei verschiedenen finnischen und schwedischen Zeitungen Filmkritiker bei Bonniers Litterära gasin 1958 - 61 und Dagens Nyheter 1961 - 62
Ab 1972 Karriere im Schwedischen Filminstitut , dessen Direktor er 1978 - 82 war .
Direktor der Finnischen Filmstiftung 1981 - 83 und 1985 - 89
Stadtverordneter in Helsinki 1969 - 72 und seit 1985
Seit 1987 Reichtagsabgeordneter der Schwedischen Volkspartei Diverse Filme und Bücher , darunter Rapport frän Berlin ( 1958 ) , Rapport fràtt Donau ( 1962 ) , Nya boken om värt land ( 1967 ) , Världsboken ( 1968 ) und Sverigeboken ( 1973 ) .
feindlichkeit aufgibt . Nirgendwo in pa , außer vielleicht in Albanien , ist die Bevölkerung so einheitlich , so nisch . In den größeren westeuropäischen Ländern liegt der Anteil der Ausländer zwischen fünf und zehn Prozent , während er in Finnland unter einem ben Prozent bleibt . Mauno Koivisto hatte vielleicht gar nicht so unrecht , als er nach Einwanderern in „ fertilem " Alter suchte .
Was auch immer die Gründe für die starken Menschenströme in sche Länder waren , sind die meisten Gastarbeiter gekommen , um zu bleiben ,
und haben mitgeholfen , eine Wirklichkeit zu schaffen : multiethnische , relle und vielsprachige Gesellschaften , in denen es trotzdem lange dauert , bis die Gleichheit zwischen den Alten und den Neuen Wirklichkeit wird .
Woran es liegt , daß ein paar tausend Somalier eine rassistische Gegenreaktion in Finnland auslösen , weiß ich nicht , aber es kann daran liegen , daß die mentale Isolation von der Welt immer noch stand hat , obwohl man amerikanische Fernsehserien sieht und per Charter nach Süden fliegt . Möglicherweise hat die anwachsende Generation im Lande eine andere Sichtweise .
Aber dann muß man sich daran nern , daß das politische System des Landes eine eigentümliche Kontinuität hat .
Es ist nämlich auch konservativ . Ich glaube es heute besser zu wissen als an die absolute Priorität der Politik zu ben . Die kann hingegen eventuell schotten und die gesellschaftliche wicklung hemmen .
In den sechziger Jahren und noch viel später konnte man sich in Finnland stellen , daß ein starker , in Staatsbesitz findlicher Wirtschaftssektor ein Motor der Volkswirtschaft sein könnte . Das Beispiel der Mineralölgesellschaft Neste war cherlich irreführend und ist es immer noch , weil Nestes Stellung unter dem Schutz eines Monopols aufgebaut wurde , aber es schien wichtig , daß bestimmte zentrale Betriebe unter der Obhut des Staates ( d . h . der Politiker ) stehen . Die Kernkraftfrage wurde auf diese Weise handhabt , indem private Interessen ( d . h . die der Industrie ) mit staatlichen niert wurden .
Der Einstellungswandel kann lich in der Zeit der Valco - Affäre datiert werden . Es würde heute gewisse derung erregen , wenn der Staat pital im Aufbau einer Hightech - Industrie anlegen würde . Es ist jedoch noch genug von dieser staatlichen Basis ben , um ungefähr der Hälfte der tagsabgeordneten Posten als schaftsprüfer oder im Aufsichtsrat von staatlichen Unternehmen zu verschaffen . In einem solchen Unternehmen schlug der Aufsichtsrat vor einigen Jahren vor , man solle eine „ Studienreise " nach nesien machen , wo die Firma einen stellten hatte .
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