treffen , mit jedem Jahr , das schwedische Jugendliche in der Schule verbringen . passung an die gegebenen Verhältnisse wird belohnt , während für eigene ven und Innovationen im Schulbereich negative Sanktionen erwartet werden können . 
War dieser Ausbildungskonformismus in einer Umwelt , die relativ stabil und überschaubar war , für viele Gruppen noch als funktionale Anpassung an die dernisse der Gesellschaft und des markts anzusehen , so werden bloße passung und Repetition bestehender Normen ein Hindernis in einer sich rasch wandelnden technologischen Umwelt . 
Der Arbeitsmarkt in den nen Industriegesellschaften braucht mer weniger den manuellen Arbeiter , der sein Arbeitsleben als sorgfältiger Fräser an einer Maschine verbringt , vielmehr sind Flexibilität , Berufs - und Branchenwechsel gefragte Eigenschaften . Zudem werden Veränderungsprozesse in immer rem Ausmaß von internationalen wicklungen geprägt , die sowohl im Arbeits - als auch im Freizeitbereich mativen Charakter haben und ein nales Ausbildungssystem in Frage len . Erzwungene und freiwillige Mobilität über die Grenzen jedes Nationalstaates hinaus erweitern den Normenhorizont der Betroffenen und hinterfragen nelle Ausbildungsformen und - inhalte . Neben der physischen Mobilität hat die kulturelle und soziale Mobilität mit Hilfe neuer Massenmedien den Rahmen des Nationalstaats gesprengt und globale turen geschaffen . Jugendliche verbringen mehr Zeit vor den Bildschirmen und mit Erzeugnissen der modernen en als in der Schule . Zudem sind lität und Wissensumfassung sowie eine konsumgerechte Präsentation in diesen Medien den Möglichkeiten des stems bei weitem überlegen . 
Während neue Werte und Lebensstile mit hoher Attraktivität für Jugendliche in immer größerem Umfang den Globus überfluten , versuchen nationale dungssysteme den Schein einer migen Ausbildung in der Gesellschaft rechtzuerhalten , einer Ausbildung , die die individuellen Wünsche und alternativen Lebensprojekte von Jugendlichen nur in geringem Umfang berücksichtigen kann . 
Will das traditionelle stem überleben , muß eine Anpassung an 
die Bedingungen der postindustriellen Gesellschaft erfolgen . Für die lichen Ausbildungspolitiker , Lehrer und Eltern bedeutet die Akzeptanz der neuen Umwelt eine durchgreifende Veränderung von Lehrplänen und Unterrichtsformen . 
In einer Einheitsschule wie in den muß die Fiktion aufgegeben werden , daß eine Schulform für alle Schüler vant sein kann . Stattdessen müssen native Formen und Inhalte der dung erarbeitet werden , die eine Anpassung an individuelle Wünsche von Jugendlichen ermöglichen und für die gionalen Verhältnisse von Bedeutung sind . Eine direkte Einflußnahme der troffenen auf die schulische Umwelt ist die Voraussetzung für das Überleben nes öffentlichen Bildungssystems in der Zukunft . Kann eine solche „ perestrojka " nicht wirksam werden , besteht die Gefahr des Zerfalls des Schulsystems und das Entstehen von privaten Alternativen , die vom Engagement und der kraft der Eltern abhängig sind . 
Bildung und technischer Fortschritt 
Als die bekannte amerikanische thropologin Margret Mead 1970 ihre sen von der Umkehrung des Lernens stulierte , das präfigurative Lernen , d . h . , die Älteren müssen von den Erfahrungen der Jüngeren lernen , um sich in der schnell veränderlichen Umgebung rechtzufinden , waren es nur wenige in Schweden und anderen Industrieländern , die eine direkte Bedeutung dieser rien für die Gestaltung des eigenen dungssystems erkannten . 
Das formelle Ausbildungssystem und die Schaffung fester Institutionen von der Vorschule bis zur Universität sind eine Widerspiegelung der bisherigen postfigurativen Wissensüberführung . Die relevanten Kenntnisse konnten mengefaßt und in Lehrbüchern und - plä - nen für 20 bis 40 Jahre verwendet den . Die Gesellschaft verfügte zudem über die Kontrolle der lung , da die Ausbildung von Lehrern und die Teilnahme am Unterricht polisiert wurde . 
In Schweden wurde diese Entwicklung einer übermächtigen kratie von Gunnar Myrdal als Bremsklotz für neue Bildungsziele kritisiert . 
Mit der schnellen technischen lung im Zeitalter der Computer und den veränderten Bedingungen einer tionalen Ökonomie wurden einem schriebenen System der Ausbildung aber die Grundlagen entzogen . 
Die Einführung einer dung für Spezialisten in der strie würde , falls man den traditionellen Weg der Planung und Durchführung von Ausbildungsgängen in Schweden wählen würde , zwischen fünf und zehn Jahre in Anspruch nehmen ( Bedarfsuntersuchung , politische Entscheidungen , Curriculumer - stellung für Lehrer , Lehrerausbildung , Curriculumerstellung für Schüler , lichkeiten und Mobiliar , Ausbildung der Schüler ) . Zwischenzeitlich sind mit ser Sicherheit nicht nur eine , sondern mehrere Computergenerationen den , die die ursprüngliche nung obsolet machen . 
Das spezialisierte Ausbildungssystem bildet seine Schüler für die Umschulung und nicht für einen existierenden markt aus . Formen und Inhalte der bildung müssen daher diesem Wandel der Technologie und der gungen angepaßt werden . Solange diese Aufgabe nicht von dem bestehenden bildungssystem wahrgenommen werden kann , werden sie von neuen Trägern übernommen . So findet der terricht in Schweden für die meisten sonen im privaten Bereich statt , der über modernere Computer und kompetente Lehrkräfte verfügt , während das formelle Ausbildungssystem mit veraltetem Gerät und kurzausgebildeten Lehrern der wicklung hinterherläuft . 
Die Computerisierung der Arbeitswelt hat die Bedeutung nicht - öffentlicher dungseinrichtungen in Schweden wieder sichtbar gemacht . Waren schulen , Volkshochschulkurse und private Bildungsträger von dem umfassenden dungsangebot der öffentlichen Hand während der 70er und Anfang der 80er Jahre zurückgedrängt worden , so konnten diese Organisationen , dank ihrer lität , am Ende der 80er Jahre auf dem biet der Informationstechnologie wieder an Bedeutung gewinnen . kurse in Informationstechnik hatten die doppelte Anzahl von Studierenden in formatik als das öffentliche system , während vom Arbeitgeber zierte Kurse viermal soviele anzogen als 
nordeuropa 
Jop0'
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.