Hintergrund einer langen Geschichte mit antideutschen Stereotypen - einen len Widerstand gegen Europa aktivierte , lenkt heute erstaunlicherweise die deutsche Wiedervereinigung die Einstellung etlicher Dänen zur EG - Zusammenarbeit in andere Bahnen : Die angebliche Bedrohung durch ein neues „ Großdeutschland " ließ die EG als Mittel erscheinen , um diese Bedrohung zurückzuweisen . Das Grundmuster des antideutschen Mißtrauens war das gleiche , aber die Beurteilung der Rolle der EG te sich plötzlich um .
Trotzdem könnte gerade diese neue stellung zur EG eine Art Europäisierung der dänischen Mentalität ankündigen ; nicht weil die Nationalidentität abnimmt - eher im Gegenteil - , sondern weil viele Dänen langsam einsehen , daß es vielleicht keinen Gegensatz zwischen europäischer menarbeit und nationalem Bewußtsein gibt . Während die Wiedervereinigung in Deutschland gegenwärtig eine neue Form des nationalen Selbstbewußtseins schafft , scheinen deren Nachwirkungen in mark teilweise die Internationalisierung der dänischen Gesinnung zur Folge zu haben . Dies geschieht jedoch nur insoweit , als der Staatsminister sich veranlaßt fühlt , das rede über eine europäische Bedrohung zurückzuweisen , und es geschieht nicht auf Kosten des kulturellen Nationalismus der Dänen , der noch einige Jahre mit dem Mißtrauen gegenüber allem Deutschen ben wird . Deutsche Touristen an der küste jütlands werden immer noch als eine „ gelbe Gefahr " angesehen ( wegen der be ihrer Regenkleidung ) , und für die sten Dänen ist Deutschland immer noch kein Ort zum Ferienmachen , sondern ein Land , durch das man so schnell wie lich hindurchfährt .
In Dänemark halten sich nationale teile immer noch gut , solange das „ Wir " sich dadurch schützt , sowohl besser als auch kleiner als das „ Wir " der meisten anderen zu sein . Aber es scheint eine neue , in hohem Maß von den jüngeren Generationen gene Mentalität im Kommen zu sein : national selbstbewußter , weniger auf die pisch dänische Jantelov - Mentalität reduziert .
Das regionale „ Wir " : Das neue Selbstbewußtsein der Eliten
Die entstehende dänische Mentalität ist vielleicht nur eine Variante des Typs Selbst -
Announcing
THIRD INTERNATIONAL CONFERENCE AALBORG , DENMARK 1992 organised by
HISTORY OF EUROPEAN IDEAS , ORGAN OF THE INTERNATIONAL CIETY FOR THE STUDY OF EUROPEAN IDEAS
The conference will take place at the University of Aalborg . Denmark , in cooperation with : European Research Unit , Aalborg University The European Cultural Foundation , Amsterdam Pergamon Press , Oxford Date : 24 - 29 August 1992
Theme : EUROPEAN INTEGRATION and THE EUROPEAN MIND Cultural Hegemony or Dialogue of Cultures .
Scholars , Scientists , Eurocrats and Laypersons are invited to submit titles of papers to either :
Professor Ulf Hedetoft , European Research Unit , Aalborg University , Fibigerstraede 2 , 9220 Aalborg 0 , Denmark .
Fax : 45 98 15 69 50 or
Professor Ezra Talmor , Department of Philosophy , Haifa University , Mount Carmel . Haifa 31999 . Israel .
Fax : 972 3 93 86 500
There will be more than 60 workshops relating to Science , Art , History , Politics , Sociology , Literature , Philosophy , Language , Economics , Geography , Women's Studies , gion , Psychology , Education and Law .
bewußtsein , der in Europa derzeit goldene Tage hat : des regionalen . Von der Neuen Hanse bis zur Lombardei , von Katalonien bis zum Saarland , vom Elsaß bis Schottland hört man dieselben Töne . Es gilt , innerhalb der und zwischen den einzelnen staaten das Regionale als Kräftezentrum für Industrie , Handel und Kultur zu stärken und zu profilieren . Das bedeutet eine neue Form des Lokalpatriotismus , die dadurch gekennzeichnet ist , daß diese Regionen , statt Peripheriegebiete zu sein , Europas neue Zentren bilden . Der primäre schied zwischen diesem 'Patriotismus' und jenem , der mit der Nation verbunden ist , besteht darin , daß der neue Regionalismus , das „ Europa der Regionen " , erstens legitim ist , zweitens auf Kraft , Gewinn und schritt baut ( oft auf Kosten anderer nen in derselben Nation ) und drittens in nem materiellen Partikularismus gründet , der mit den industriellen , politischen und kulturellen Eliten verbunden ist .
Diese neuen Regionen stehen für einen selbstsicheren Zukunftsglauben , eine ropäisch aggressive Marktmentalität von beinahe amerikanischem Zuschnitt , wo alte Regionen wie Mezzogiorno , die Provence und Tyne - and - Weir in England ein wenig aus dem öffentlichen Bewußtsein gleiten
und an die sich neu - alte Regionen schließen wie das früher so starke , aber nun relativ schwache Wallonien .
Der neue Typ von regionalem wußtsein entspricht wie gesagt in vielen Punkten dem Mentalitätswechsel in mark . Dieser war vielleicht der Hintergrund dafür , daß einer von Dänemarks bildenden Journalisten , Ebbe Klovedal Reich ( früher ein starker Gegner der EG ) im August 1990 vorschlug , daß Dänemark sich vorteilhaft als Region in Europa trachten könne , wenn der Rest der EG auch in Regionen von der Größe Dänemarks terteilt werde . Die Nationalstaaten sollten zugunsten eines Europas aus lauter ren Regionen aufgehoben werden , welche den Ausgangspunkt für eine gleichwertige , gerechte und homogene europäische aktion bilden könnten .
Aber die Vorstellung ist schief und pisch . Wenn das Europa der Regionen was bedeutet , ist sie eher eine Verzerrung der Kräfteverhältnisse in Europa , sowohl nerhalb der als auch zwischen den nen Nationalstaaten . Sie steht mehr für eine neue Form der Zentrum - Peripherie - lation als für Angleichung und genheit , mehr für einen fehlenden Willen bei diesen Teilen der Mitgliedsstaaten , die
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