THEMA
Die abnehmende Zahl der gen mit Hochschulausbildung in den geren Altersgruppen weist gleichzeitig auf ein Problem der egalitär angelegten Aus - bildungs - und Arbeitsmarktpolitik hin , das Anfang der 90er Jahre für alle deutlich wurde . Trotz der geforderten Erhöhung des Ausbildungsniveaus in einer dustriellen Gesellschaft erleben die troffenen Jugendlichen , daß Zeugnisse und akademische Diplome keine tie für sichere Karrieren sind . re in Schweden , das im öffentlichen Dienst akademische Diplome als
Tabelle 1 : Erwerbstätige nach
zweigen in Schweden 1988
Land - und Forstwirtschaft
3 , 8%
Bergbau und Industrie
23 , 2%
Baugewerbe
6 , 3%
Dienstleistungen
66 , 7%
davon

Handel , Hotel , Gaststätten
14 , 1%
Transport , Kommunikation
7 , 0%
Banken , Versicherungen
8 , 0%
öffentliche Dienste
37 , 6%
Quelle : Statistisches Zentralbüro ( SCB ) ,
Jahrbuch
1990 , 174

Tabelle 2 : Ausbildungsniveau der tätigen ( 16 - 64 Jahre ) in Schweden 1988
Alle 16 - 34 J .
weniger als Hauptschul -
abschluß , unter 9 Jahre Ausbildung
18 , 2%
2 , 9%
Grundschulabschlufi 9 - 10 Jahre
12 , 9%
18 , 8%
Sekundärausbildung 11 - 13 Jahre
46 , 9%
58 , 9%
Hochschulausbildung
21 , 8%
19 , 3%
Keine Angaben
0 , 2%
0 , 1%
Quelle : SCB , lahrbuch 1990 , Seite 175
gangsberechtigung zum höheren Dienst weitgehend abgeschafft hat , führte dies zu einer Verminderung der akademischen Examen während der 80er - Jahre .
Diese Erfahrung spiegelte sich in einer zunehmenden Kritik der traditionellen schwedischen Bildungspolitik wider . Das Ziel der Ausbildungsreformen , die „ sengesellschaft abzuschaffen " ( Olof me ) und eine „ wirkliche Speerspitze für die Zukunftsgesellschaft " ( Alva Myrdal ) zu sein , wurde in mehreren Analysen tisch untersucht . Die wissenschaftlichen
Studien waren sich einig im Schlußsatz , daß die hochgesteckten Ziele nicht reicht worden sind .
Weder hat ein durchgreifender gleich zwischen verschiedenen gruppen in Bezug auf den Zugang zu attraktiven Ausbildungsgängen den , noch erreichte man ein qualitativ verbessertes Schulwesen . Stattdessen hat eine wachsende Bürokratisierung des Ausbildungswesens zum Rückgang staatlicher Bildungsangebote in Form von Heimvolkshochschulen und ganisationen geführt . Bildung wurde in der Planungsrationalität der bürokratie nur als Ausbildung für die zukünftige Erwerbstätigkeit verstanden .
Als signifikantes Beispiel mag die Hochschulreform von 1977 dienen , in der man aus den traditionellen kultäten Sektoren für Berufsausbildungen machte . Die Sozialwissenschaftliche kultät wurde zum Ausbildungssektor für administrative , ökonomische und soziale Berufe . Zudem wurden halte und Anzahl von Studierenden von zentralen Behörden festgelegt und ein merus clausus für alle Studiengänge geführt .
Ausbildung - Mittel sozialer Mobilität
Die Konzentration der schwedischen Ausbildungspolitik auf beruflich bare Bildung resultierte in einer setzung von Verlängerung der bildung und erfolgreicher Ausbildung . Mit dieser guten Ausbildung konnte jeder nen gutbezahlten Arbeitsplatz erhalten und damit konnte , nach Ansicht der dungspolitik , Arbeitslosigkeit verhindert und ein Ausgleich der materiellen und zialen Lebensbedingungen in Schweden erreicht werden .
Leider baute diese kausale fung auf den Erfahrungen der 50er und 60er Jahre , in denen nur eine Minorität jedes Jahrgangs zu weiterführenden len und Hochschulen Zugang hatte . Die Zugehörigkeit zu dieser Bildungselite war damit eine Garantie für hochbezahlte tusberufe in der Gesellschaft . Dies galt jedoch nicht mehr ab Anfang der 70er Jahre , als in Schweden eine Balance schen Angebot und Nachfrage bei mikern erreicht wurde . Die weitere bildung , vor allem wenn sie mit Kosten
für Eltern und Kreditaufnahme für die Studierenden verbunden waren , wurde mehr und mehr als eine unsichere tion in den sozialen Schichten den , die keine frühere Bildungstradition hatten .
Da der Wert der Ausbildung und deren Funktion von verschiedenen Gesell - schaftsschichten höchst unterschiedlich beurteilt wird , konnte auch die einheitlich für ganz Schweden durchgeführte gerung der Ausbildungszeiten bis 18 oder 19 Jahre nicht zu einer wirklichen heit von sozialer Kompetenz oder nissen führen .
Die starke Betonung von theoretischer Kenntnisvermittlung mit Hilfe von büchern und abgegrenzten Fachgebieten durch Schule und Lehrer begünstigt die Entstehung abstrakter Fähigkeiten und Kenntnisse , die selten mit den fahrungen der Jugendlichen und deren teressen übereinstimmen . Daher finden wir auch in den fortgeschrittenen striegesellschaften die Bereitschaft von gendlichen aus Familien mit niedrigem Ausbildungsniveau nur Schulziele streben , die eine kurze stition mit unmittelbarem Nutzen auf dem Arbeitsmarkt garantieren .
Generelle Ausbildungsinhalte werden nicht akzeptiert und können in der kreten Schulsituation aus einem ten resultieren , das in einer dänischen Studie beschrieben wurde . In den tischen Fächern der berufsausbildenden Schulzweige wie Sprachen , schaftskunde existieren informelle einkommen zwischen Lehrern und Schülern :
„ Wir stören Deinen Unterricht nicht , wenn Du uns nicht störst ! " ( Zeuner )
Während diese Schüler in den zogenen Fächern engagierte Mitarbeit gen , da das Erlernte in naher Zukunft im Berufsleben verwendet werden kann , nen sie die von der Gesellschaft und auch der Wirtschaft geforderte Konzentration auf allgemeine Kenntnisse und orientierte Verhaltensmuster ab . Die längerte Schulzeit wird als „ Parkplatz für von der Gesellschaft zur Zeit nicht benötigte Arbeitskräfte empfunden " ( ler - Karlsson ) .
Um Jugendliche während der 90er re für die Schulausbildung als zentralen Inhalt dieser Lebensphase zu motivieren , müssen klare Wege zwischen der
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nordeuropa
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