sind die Büros ausgestattet . Das , was alle Nutzer eint - ihre „ Funktionen " als menschliche Wesen - kommt in der nisation und der Struktur der Universität nicht vor : essen , ausruhen , reden , lesen , diskutieren , Kaffee trinken , nachdenken . Einen mentalen , einen sozialen „ raum " für „ dysfunktionale " Aktivitäten kann es deshalb auch nicht geben . Selbst die Mensen sind so eindimensional nalisiert ( allerdings in der Regel misera - belst ) und funktionalisiert , daß nur Schlangestehen ( das erste Bürgerrecht der Studierenden ) , Essenfassen , Bezahlen , sen und Abräumen vorgesehen sind - und dann schnell raus , bitte . 
Wenn die Studierenden zwischen zwei Veranstaltungen Leerlauf haben , dann sen sie auf die Straße oder auf die Flure - wahrscheinlich sind diese bei den neuen Universitätsbauten in Berlin und Bochum deshalb so breit geraten . Es kann darum auch nicht verwundern , daß die Flure - die „ Stauräume " - also buchstäblich aussehen wie Straßen : Sie sind „ möbliert " mit Aschen - und Papiertrögen , wie man sie von bahnraststätten kennt , die ja auch eher zum Weiterfahren als zum Verweilen animieren . 
Selbst bei der neueren und anscheinend durchdachteren Universität Trier mit ihren nur knapp 9 . 000 Studenten scheinen sich die Verweilräume der Nutzer eher tan als solche ergeben zu haben , als daß man sie bei der Planung berücksichtigt hätte : In fensterlosen Durchgängen um Kaffeeautomaten herum ballen sich die 
Studierenden und stören den lauf , ein universitäres Ambiente wickelt sich da nicht ; es nutzt sich gen das Gebäude ab . - Warum die Universitäten der Bundeswehr anders ganisiert sind , liegt auf der Hand : Wenn nicht hier , wo dann sonst muß man die Logistik beherrschen , außerdem beziehen die Studenten ein Gehalt , ihre denheit kostete also Geld . 
Nordisches Institut Ghw Universität Kiel 
. . . und die Ästhetik einer Universität 
In skandinavischen Universitäten - und auch in amerikanischen - sind Flure oder eigene Räume zum Verweilen in sen oder zum Arbeiten eingeplant , Tische und Stühle , auf denen man tatsächlich bequem sitzen kann , stehen bereit . Die „ Stauräume " sind nutzbar und werden auch angenommen , hier wird akademisch gelebt . Nicht in der Regel , aber doch strierbar sind Ausschmückungen und terialien darauf ausgerichtet , daß die zer auch ästhetische Ansprüche an ihre tägliche Umwelt haben - gerade in dinavien dürfte man aus diesem Grund viel Holz , Messing , Glas und Klinker an - 
Mittagsrast art der FU Berlin , Rostlaube 
stelle von Beton finden . Durchaus nal und national verschieden - aber hier - kann man eine Ästhetik der Universität entziffern . 
So wenig die Studierenden an deutschen Universitäten außerhalb der Hörsäle sehen sind , so wenig sind die sozialen 
vitäten der Mitarbeiter eingeplant : Ein deutscher Beamter frühstückt an seinem Schreibtisch ( deshalb gehört zu einem dentlichen deutschen Büroschreibtisch auch ein flacher Plastikschub , auf der er seine Thermoskanne und sein Butterbrot ablegen kann ) . Wenn es an einem Institut einen Kühlschrank gibt , dann steht er im Sekretariat ; eine Kaffeemaschine besitzt der selber , sie steht auf der Fensterbank im jeweiligen Kontor ( teilen sich mehrere arbeiter ein Büro , dann hat jeder seine ne Kaffeemaschine ) . Besitzt ein Institut hingegen den Luxus einer Teeküche , dann ist sie , der Name deutet es an , von der Größe eines Schlafwagenabteils , in dem natürlich auch noch die Putzgeräte stellt werden müssen . 
Mitarbeiterbesprechungen finden weder überhaupt nicht statt oder aber im Büro des Chefs oder in einem raum , dessen Einrichtung spartanisch zu nennen schon ein Euphemismus wäre . Der erlebte Kontrast zu einem dänischen ( zugegebenermaßen idealen ) Institut ist frappierend : Hier ist natürlich der größte Raum das m0delokal oder die fro - koststue , der zugleich Küche und renzraum ist und in dem es nicht nur die für die Versorgung der Mitarbeiter wendigen elektrischen Gerätschaften und Geschirre gibt , sondern auch einen großen Tisch , um den herum man ( gemeinsam ) sein mitgebrachtes Frühstück / Mittagessen einnimmt und um den herum Zeitung lesen und / oder konferiert wird . 
Der staatlich betriebene Vandalismus 
Interessant auch die unterschiedlichen Strategien apropos von durch die minister ( die wahren Kultusminister ) ordneten Einsparungen : In Deutschland fand man den intelligenten Weg der dünnung des Mittelbaus ( deswegen gibt es heute in vielen Fächern keinen schaftlichen Nachwuchs ) , außerdem den an manch einer Universität die kolonnen abgeschafft bzw . privatisiert , die Reinigungsfrequenzen verlängert , körbe nur noch einmal die Woche geleert , Fenster einmal jährlich - wenn überhaupt - geputzt , Gardinen bleiben ewig hängen , in Berlin werden die Schäden der pichböden mit Packband zugeklebt . Die Folge dieser staatlich verordneten Vanda - 
N0RDEUR0PA 
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