schule , während andere diese Möglichkeit erst später nutzen oder Angebote der wachsenenbildung bzw . der Weiterbildung wahrnehmen . Ein Vergleich dazu : In Deutschland gehen etwa 33 Prozent eines Altersjahrgangs nach erworbener Hochschulreife an eine Universität oder Hochschule .
Bildung nach Bedarf
In Schweden funktioniert das senenbildungssystem sehr gut , aufbauend auf Erfahrungen mit den schulen schon zu Beginn des derts . Die Idee vom lebenslangen Lernen wird dort wie auch an anderen tungen des Bildungswesens - etwa in der Weiterbildung oder innerhalb des schulwesens - recht lebendig und flexibel praktiziert . Ende der achtziger Jahre lag z . B . der Anteil der erwachsenen rung , der eine Ausbildung durchläuft , bei 35 Prozent . Unter anderem dadurch ist das Durchschnittsalter der schwedischen Studenten höher als das ihrer deutschen Kommilitonen .
Auch bei der Studiendauer gibt es terschiede zwischen schwedischen und deutschen Studenten . Der Trend zu rer Ausbildung wurde in Schweden schon 1968 bei der Hochschulreform U 68 kutiert . Daß tatsächlich dort die zeit verkürzt werden konnte - 1969 te sie durchschnittlich sechs bis acht Jahre , jetzt zweieinhalb bis fünfeinhalb Jahre - , hängt wohl mit der erwähnten xibilität im Hochschulsystem zusammen . Zu nennen ist an dieser Stelle die teilung der Ausbildung in mehrere kurze Lehrabschnitte mit jeweiligem schluß , die mögliche chung und spätere Fortsetzung des ums nach einer Phase der Berufstätigkeit ( àterkommande utbildning ; rende Bildung ) und schließlich die führung des Punktsystems für eine in nem bestimmten Zeitraum zu erbringende Studienleistung ( um einen Abschluß scheinigt zu bekommen , muß eine destpunktzahl nachgewiesen werden ) .
Zum schwedischen Bildungs - / Hoch - schulwesen gehört auch der dungsbereich . Die Bereitschaft zur bildung ist stark ausgeprägt , ebenso wie die Neigung zu Kurzstudiengängen und zu einer sogenannten berufsorientierten
Hochschulausbildung . Hierher gehört auch die berufstechnische bildung ( Yrkesteknisk högskoleutbild - ning ; YTH ) . Sie wurde 1980 als zwei - bis dreisemestriges Studium eingeführt . Die starke Berufsbezogenheit des schen Hochschulsystems wird an der teilung der Ausbildungsmöglichkeiten in sogenannte berufsorientierte Sektoren deutlich : Es gibt einen Sektor für sche Berufe , einen für Verwaltungs - , Wirt - schafts - und Sozialberufe , einen für zinische und Pflegeberufe , einen für Lehrberufe und einen für Kultur - und formationsberufe . Innerhalb dieser sekto - riellen Struktur bieten die Hochschulen verschiedene Formen von Bildung an : gemeine , lokale und individuelle dungsgänge , Einzelkurse ( enstaka kurser ) spezialisierte Fortbildungskurse bzw . baulinien ( yrkesinriktade studiekurser ) und ergänzende Kurse ( linjeanknutna kurser ) .
Die Grundfrage : Was soll Hochschule leisten ?
Zurück zum reformfreudigen schen Hochschulsystem , für das ein hafter Bildungsforscher den Begriff der rollenden Reform verwendete :
Durch alle Themenkomplexe der schulreform U 68 zieht sich wie ein roter Faden
- die Frage nach der Bildungsfunktion der Hochschule , ihrer Reformierung und
- die Frage nach Zusammenhängen schen Hochschulsystem und Bedarf von Wirtschaft und Gesellschaft an ausgebildeten Arbeitskräften - natürlich auch die Nachfrage nach höherer dung überhaupt .
Ein zweiter roter Faden betrifft die oben erläuterte reformfreudige Grundhaltung und das flexible Reagieren auf rungen in Wirtschaft , Wissenschaft und Technik bzw . in der Gesellschaft generell . Für diese Flexibilität nur zwei Beispiele : Das erste ist die Hochschulzulassung ; dazu allein gab es neue Regelungen 1963 , 1965 , 1968 , 1979 , 1983 sowie 1990 / 91 , und möglicherweise ist diese Aufzählung nicht einmal vollständig . Das zweite zieht sich auf den Charakter schwedischer Bildungsprognosen : Allgemein gehaltene verbale Vorausschätzungen sind in dischen Veröffentlichungen häufiger zu
finden als konkrete Zahlenreihen . durch lassen sich die Bildungsforscher und - planer einen Spielraum , um flexibel auf unerwartet veränderte Realitäten gehen zu können und nicht fest an frühere Prognosen gebunden zu sein .
Eingeräumt werden muß allerdings auch , daß manche Reformidee im dischen Hochschulwesen heute als weise nicht erreicht angesehen werden muß . 1993 soll daher das stem erneut reformiert werden . Da sich U 68 nur auf die „ Grundausbildung " an den Hochschulen beschränkt hatte , sind gegenwärtig die Ausbildung der Forscher und die Hochschulforschung überhaupt zu überdenken . Überlegungen und legungen für diese Bereiche sind bisher schon in den alle drei Jahre vorgelegten Forschungskonzeptionen zu finden - die aktuellste ist von 1990 und bezieht sich auf den Zeitraum bis 1993 . Und der plante EG - Beitritt läßt seinerseits falls Veränderungen im reich erwarten . ■
NORDEUROPA
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