Die Hochschulreform U 68 
Diese Entwicklung mündete in die Hochschulreform U 68 , mit dem U nannt nach der sogenannten untersuchung ( utbildningsutredning ) und bezogen auf 1968 . Die Gesetzesfassung von U 68 lag nach weiteren Änderungen übrigens erst 1977 vor , ist aber im lichen noch heute gültig . Durch dieses Hochschulgesetz von 1977 wurde das schwedische Hochschulsystem gend reformiert . Vorausgegangen waren ja schon einige Teilreformen im und Hochschulwesen , zum Teil oben wähnt . 
Durch dieses Gesetz wurde die nannte Einheitshochschule ben . Dies war dem Bemühen um eine einheitlichung des Systems geschuldet und basierte auf dem Gleichheitsgedanken bzw . dem der Chancengleichheit . sation der Hochschulausbildung sowie Planung und Verwaltung des systems funktionierten nun einheitlicher und zentraler unter der Hochschulpla - nungsbehörde UHÄ ( Universitets - och högskoleämbetet ) in Stockholm . Alle tivitäten und Belange der richtungen werden dort geplant und diniert ; außerdem ist UHÄ für Lehre und Forschung an den Hochschulen sowie für die zentrale Zulassung zuständig . 
Mit der Reform 1968 bzw . 1977 ging auch die Dezentralisation des schulsystems einher , das heißt die scheidungsbefugnisse wurden von der zentralen Ebene weg stärker hin auf die regionale bzw . lokale Ebene verlagert . Das geschah zum einen durch die hung nichtuniversitärer Stellen und sönlichkeiten in Sachdiskussionen und Entscheidungen in heiten , zum anderen durch die Errichtung von sechs Hochschulregionen ( holm , Uppsala , Linköping , Lund / Malmö , Göteborg und Umeâ ) . Es entstand so ein weit verzweigtes Netz von Universitäten , Hochschulen und Hochschulfilialen an gegenwärtig 21 Hochschulstandorten . 
Durch dieses Netz ist das stem sehr eng auf die jeweilige Region entiert - deshalb soll hier der Begriff der Regionalisierung nicht unerwähnt ben : Auf der einen Seite bemühen sich die Hochschulen , die Belange und rungen der Region angemessen bei der Hochschulausbildung und durch 
richtete Forschung zu berücksichtigen . Das enge Miteinander von Hochschule und ihrer Umwelt zeigt sich an der starken Beteiligung außeruniversitärer Gremien und Behörden bei den Entscheidungen in Hochschulfragen . In diesen sog . len Räten sind die Hochschulen nur zu nem Drittel vertreten ; die übrigen zwei Drittel kommen aus der Wirtschaft , von den Gewerkschaften und regionalen bzw . 
Unlversltäts - und Hochschulorte 
Lulei 
UMEA %J » östersund 
/ Sundsvall / Harnösand 
Falun / Borlange * , • H Gävla / Sandvikan 
/ UPPSALA 
i 
Karlstad . 0' " 31 ? i ^STOCKHOLM Eskilstuna Skövde / 
( Boris * 0 • LINKÖPING / Norrköpmg 
GOTEBORG^ • , * , / 
Jonkopirvjf 

Halmstai 
Kalmar Växjo * ffj 
V , •ÄyKarlskrona / Ronneby 
LUND / Malmo ] . » r£^ . n , „ d 
Universitäts - und orte in Schweden 
kommunalen Interessengruppen . Zum zweiten sollten durch das Regionalisie - rungskonzept die zum Teil großen dungsunterschiede zwischen den nen Landesteilen behoben werden . 
Bildung nach Interesse 
Kennzeichnend für Schweden ist die wohl sprichwörtliche Offenheit und bilität in vielen Bereichen , getragen vom Gedanken der Gleichheit , der Solidarität und der Chancengleichheit . 
Im Hochschulgesetz von 1977 wurden - vergleicht man dies mit anderen wickelten Ländern - für die damalige Zeit bahnbrechende „ liberalisierte " 
sungsregelungen erlassen : Die Öffnung der Hochschule für bisher „ untypische " Studieninteressenten spricht dafür . dem haben auch ältere Studienbewerber mit nachgewiesener einschlägiger erfahrung Chancen für eine Zulassung zum Hochschulstudium . Diese ten „ 25 : 4 - Studenten " müssen mindestens 25 Jahre alt sein und wenigstens vier Jahre Berufstätigkeit belegen können . Mit dieser veränderten Zulassungspolitik sollte unter anderem versucht werden , die unterschiede zwischen den Generationen auszugleichen - Stichwort : gleichheit ! Als liberalisiert gelten die lassungsbestimmungen also wegen der gleichen Aufnahmebedingungen für schiedene Bewerbergruppen , die schiedlich lange gen , einen Volksschulabschluß mit Studienberechtigung oder Berufserfahrung vorzuweisen haben . Unterschiede anderer Art werden lediglich zwischen den meinen und den speziellen ( schen ) Zulassungsbestimmungen gemacht . 
Insgesamt günstig an der schule ist , daß verschiedene Ausbildungen kombiniert werden können bzw . ge zwischen ihnen möglich sind . Ganz gemeiner Ausdruck der Vereinheitlichung des Hochschulsystems ist allerdings die einheitliche Verwendung der Bezeichnung Hochschule für sehr unterschiedliche bildungsstätten . Ebenfalls dem lichungsziel entspricht das 1969 führte Punktsystem für die Bewertung von Studienleistungen . Die tung wird übrigens in Schweden recht kompliziert gehandhabt , unter anderem bei der Anrechnung einzelner dungsabschnitte auf den Abschluß oder beim Umgang mit akademischen Graden . Allerdings hat es hierbei bis heute auch immer wieder Veränderungen gegeben . 
In Schweden besuchen etwa 90 bis 95 Prozent eines Altersjahrgangs nach der 9jährigen Grundschule ein Gymnasium mit 2 - , 3 - oder 4jähriger Ausbildungslinie . Sie alle sind studienberechtigt neben den sogenannten untypischen bern . Schon am Gymnasium kann schen mehr theoretischer oder mehr rufsbezogener Ausbildung gewählt werden , was sich danach oftmals auf die Wahl der Studienrichtung an einer höheren dungseinrichtung auswirkt . Etwa 20 zent eines Jahrgangs gehen nach dem Gymnasiumabschluß sofort an eine Hoch - 
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NORDEUROPA 
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