volkliche Hochschule ist also eine zung zum vorhandenen Bildungssystem , kein Ersatz . Sie dient der geistig - kulturellen Findung , der Identitätsbestimmung im lektiv „ Volk " jenseits der individuellen lung im Berufsleben . Damit die zukünftige Führungsschicht dem Volk und dem chen nicht entfremdet sei , sollte diese auch die volkliche , dänische Hochschule laufen . Grundtvig sah übrigens durchaus die Gefahr , daß hier zwei widersprüchliche Bildungssäulen isoliert nebeneinander den ( was sie seiner Ansicht nach auch sen , um sich nicht gegenseitig zu ben ) , doch sah er in der Geistlichkeit das Bindeglied zwischen beiden , das „ wirkliche und lebendige Band " .
Grundtvigs Idee einer zentralen chen Hochschule ist nie verwirklicht den ; gleiches gilt für sein Projekt einer ternordischen Hochschule bei Göteborg . Stattdessen entstanden dezentrale Zentren der „ volklichen Aufklärung " . 1844 wurde die erste „ Folkehojskole " in Rodding gründet ; heute gibt es ca . 400 von ihnen in den nordischen Ländern . Knapp über 100 finden sich allein in Dänemark , eine auch auf „ deutschem " Boden ( Jaruplund bei Flensburg ) . In der Phase nach dem nen Krieg 1864 leisteten die Volkshoch -
Erdmuthe Gelbrich
Das „ Schwedische Modell " wird von Außenstehenden oft ziert . Vielfach wird gerühmt , daß in Schweden jede Veränderung von der Mehrheit des Volkes getragen wird , da ren gesetzlicher Festschreibung stets tensivste Diskussionen vorausgehen . Dies
schulen einen wichtigen Beitrag , damit „ das drinnen gewonnen werden konnte , was draußen verloren worden war " , wie es damals hieß . Doch auch heute noch ist der einmalige oder wiederholte mehrwöchige bis halbjährige Aufenthalt auf einer hochschule ohne Prüfungen oder gar schlußdiplom für viele Dänen eine verständlichkeit ihrer Sozialisation .
Grundtvigs pädagogische Ideen haben jedoch nicht nur Eingang in die hochschulbewegung gefunden , als deren geistiger Vater Grundtvig neben Christen Kold ( 1816 - 70 ) gilt , sondern auch in das übrige Bildungssystem . Leidenschaftlich zog er gegen den Lateinunterricht seiner Zeit zu Felde , jenen geistlosen Unterricht in einer toten Sprache , dem ten Kauderwelsch der Gelehrten , die aus dem Gymnasium eine Schule des Todes , keine des Lebens mache . Dem geistlosen Schreiben schriftlicher lateinischer ze , „ die der Jugend das Leben auspeitscht , wie ewige Hafersaat den Boden gelt " , stellte er einen Unterricht entgegen , der von Mündlichkeit geprägt sei , sich an den Entwicklungsstufen der Kinder bzw . Jugendlichen orientiere und das Ziel einer freien , lebendigen und natürlichen Wechselwirkung zwischen
betraf schon immer in besonderem Maße die Politik der Chancengleichheit und spe - zifisch - anwendungsorientiert die bereitschaft im Bildungsbereich : Mitte der vierziger Jahre begann z . B . die sche Schulreform ; 1955 schlug die oberste Schulbehörde den Ausbau der Gymnasien
dem und Unterrichtetem verfolge , wie Knud Eyvin Bugge dies in Köln ausführte . Als ideale Unterrichtsstätte schwebte ihm das Heim unternehmender Bürger vor .
Es ist nicht zuletzt Grundtvigs scher Wirkung zuzuschreiben , daß es bis auf den heutigen Tag in Dänemark keine Schulpflicht gibt , sondern lediglich eine terrichtspflicht . Um die hundert Kinder werden heute noch zuhause von ihren tern unterrichtet . Ein weiterer Unterschied zum deutschen Bildungssystem ist das fangreiche alternative Bildungssystem ( zu dem im weiteren Sinne auch die volkshochschulen gehören ) , dessen zeln ebenfalls zu Grundtvig , seiner gung gegen das „ Einsperren in scholastische Korrektionshäuser " und seinem staatsfreien Bildungsideal zurückreichen . Da in mark jeder und jede Unbescholtene eine Schule gründen darf , gibt es heute neben den bekannten Tvind - Schulen u . a . 278 sog . Freischulen ( zur Grund - und ausbildung ) und 192 sog . „ Nachschulen " ( „ efterskoler " ) , beruflich ausgerichtete natsschulen , in denen man das 8 . und 9 . , evtl . auch das 10 . Schuljahr verbringt . Diese Nachschulen waren bis in die 1960er hinein Weiterbildungsstätten für bereits im leben stehende junge Erwachsene . ■ ( wird im nächsten Heft fortgesetzt )
vor . Ebenfalls 1955 prognostizierte der Universitätsbericht für die sechziger Jahre einen enormen Anstieg der len - und tatsächlich kam es zwischen 1960 und 1970 zu einer Verdreifachung der Studentenzahlen .
Weitere Veränderungen - um nicht mer den Terminus Reform zu strapazieren - gab es 1958 für die Philosophischen kultäten , 1959 für die berufliche rung bei Hochschul - Studiengängen , 1962 für die Lehrerausbildung und für chancen von Akademikern , 1963 für gangsbeschränkungen und für eine Effek - tivierung der Hochschulausbildung und 1965 für Erweiterungen des stems unter anderem durch Hochschul - neugründungen . Schließlich , ebenfalls 1965 , gab es Festlegungen zur verkürzung - ein ewig interessierendes Thema auch in Deutschland .
Erdmuthe Gelbrich arbeitet in der jektgruppe „ Hochschulforschung " , Berlin .
SCHWEDEN :
Hochschule in Bewegung
Das schwedische Hochschulsystem wurde während der letzten Jahrzehnte immer wieder Reformen bzw . Teilreformen gen . Dadurch wurde es den Bedürfnissen von Wirtschaft und Gesellschaft flexibel angepasst .
NORDEUROPA
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