Full text: Geschichte und Art der Baukunst im Herzogtum Schleswig (Bd. 5)

20, 5-9 
Souitoffc. ©las 
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Öbenfee nicht ba£ einzige geroefen fern farm 1 ). 3 U ßtotfdjilb finb fRefte gefunben; 
ber 3)om gu Sunb erhielt im Slnfange be£ 13. Qfj- Diele, tDafjrydjeinlicf) farbige 
Senfter (SRgbbed 1,20); ein gangeS mit ©t. SJtartin hat man in ber $ircf)e 
auf ber fleinen Qnfel £ofinge gefunben, unb fo anbereS an anberen Drten. 
Qnfcfiriften in JRunen beroeifen, baff bie iperfteßung foldjer ßöerfe im Qn» 
lanbe gefd^a^. 
6 93ei un§ ftnb 1908 gu ©terup ©d>erben, f)eß, grün unb rot, g. X. mit 
Ornament, in fpätgotifdjer Vermauerung gefunben, im fe'lben Qaljre aud) ä^nlidje 
8u Vreflum unb gu ©tarup, f)ter in bünnen Vleiftegen faft ein gangeS ^enfter □ ^, 
wit QrieS unb fftautenteilung, ©chroarglotmufterung unb gelben roie roten ©in 
famen, aber ohne QigürlidjeS. Vltbefannt ift 2 ) ba£ mit ber Qigur ©t. SöißeljabS 
Qefdjmüdte □ so in ber ^ircf)e gu ßtoaggerA, bie 
uid)t fern oon Stipen, aber abgefdjieben auf ein» 
famer §eibe liegt. ©he man (1913) im Voben be£ 
®()ore§ eine SRenge entfpredjenber ©djeibenftüde 
fanb □ 3t, muffte man mit ber ßßöglicfjfeit regnen, 
baff eS au£ einem anberen Drte ftammenb (per ein» 
Seiest fei; e£ gibt auch roirflicf) eine, freilief) wert» 
Me Ueberlieferung, e£ fei oom *§ofe ©önberfjo 
f)ergebrad)t. Vorlängft mar e£ einer roenig fdjonen* 
ben Reparatur untergogen roorben, bei ber ijeße unb 
bunte ©d)eibenftüdcf)en gebraust roaren. 2luf einem 
f Q nb fief) eine 3of)t (1587); 1907 ift ba£ ^enfter 
Don §. Dibtmann gu Sinnig fachgemäß ^ergefteßt. 
®ie urfprünglidje §erfteßung£geit reitf)t an bie 
3eit ber Voßenbung ber Äircfje felbft nafje heran. D 31 
'Md) aße bie anberen oorbefprodjenen Qenfter roerben 
oor bie 3eit ber ©otif batiert. Unb bie 2lef)nlicE)feit beS &ofinger QenfterS 
odt bem gu ßtoagger ift fdjlagenb; foldjc Qenfter bürften alfo nidjt feiten, 
lonbern elfer gewöhnlich gemefen fein. 
7 * ©laSmalereien im S)ome gu ©dßeSroig muffen gotifdE) geroefen fein. 
roar hier in einem ^enfter „bie §iftorie oon ber ©rünbung beS ViStumS, 
|oit Ottos I. Flamen unb Qahreögahl", abgebilbet gu fefjen. ©rljalten ift nichts. 
® en $om hatte Vifcfjof §elrid) oon ber 28ifd) f 1488 mit ©laSfenftern au£= 
fleftattet (@ijpr. 389). ©rroähnt roerben ferner bunte Qenfter oon QlenSburg 
ßtifolai (ein§ baoon roar oon 1480), unb folcfje gu ©onberburg. 
8 Qm 17. unb 18. QI), roar e£ ©ebraud), baff beim Vegieljen eines 
§oufeS bie fftachbarn unb ©ingelabenen gum „Qenfterbier" gemalte ©Reiben 
M aßerljanb S)arfteßungen unb ©prüdjen, namentlich auch ihren Söappen unb 
^ouSmarfen, ftifteten. ©olche gab eS nod) oor breifeig Qaljren gu $oljn; 
l e tit finb roohl aße in bie Sammlungen gefommen. ©in fefjon gemaltes Söappen 
e§ §ergogS QoljanneS b. St. oom ©nbe beS 16. Qh- ift aber in ber oon iljm 
äuredjt gebauten Äapeße beS ©pitalS gu §aberSleben a erhalten, 
g. ö 2lnfange beS 19. Qh-- Ä uer ß 1810, hat man im Sanbe Dielfad) 
„JaSfjütten neu angelegt, um ben Siorf gu oerroerten. ©o namentlich im 
lrc hfpiel §ohn. ©inige Qafjrgehnte lang ift oiel QlafchenglaS gemacht roorben. 
') 93gl. über bie alten ©lasmalereien bänemarts fiffl. 1,154. $pt. 13, 460. 
2 ) Stbb. bet §elms 2, 57. 
Scherbe oon Otoagger 
1:2 
54, 57 f. 
45,6
	        
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