Full text: Geschichte und Art der Baukunst im Herzogtum Schleswig (Bd. 5)

(Ergäryung. §jortIunb Äalslunb Secm 
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Smfffirchen al§ bie ileinfte unb unbebeutenbfte; eine 2lpfi§ fehlt. Slber Oft* 
unb SBeftenbe finb oerborben. Diunbbogenfriefe, Sifenen, ffkieftertür in ®or> 
iage beuten auf einen fo ftilooHen S3au in reinem Suffroerf, roie irgenb einer 
biefer 2lrt geroefen ift. ©ranithaufteine bloß an erhaltenen Seilen be§ ©ocfelS. 
©uter SUtar 1608. Mangel 1617. Saufftein T 2 ,n dsss runb, ohne Stiel 
au§ einem ©tüöf, roenig gegliebert. 
Sreffliche Süre mit frühgotifdhem S8efcE)Iage 21 , 21044 ; nad^ §elm§ etroa 1501. 
©lotfe oon $ermannu§, ©nbe be§ 13. Qh- (Ulb. 2, 23 f. m. 2tbb). 
Äalsiutiö 
8 km n. ö. oon Siipen Sr. 5,820. $etm§ 2, 134 Sf. 19—21 
Sie Äirdhe, mit einem Sacßreiter gleidh bem gu äöitting, ift Suffbau, 
ober jeßt unanfehnlich. $8on ber 2lpfi§ finb ©ocfelfteine erhalten; Dft« unb 
Söeftenbe oerborben. Heber bem Socfel (gefehlt) etliche <Sdt)icf)ten Quaber. 
Offenen, SBogenfriefe. ffSrieftertür mit plaftifcljem Äopf al§ ©chlußftein 62,17 
in einem runb profilierten Ueberfcf)laggefim§ 62 , 22 . ©in folößeS auch um &en 
flogen ber Storbtüre; hier fifet aber e i n fold^er Äopf im Sürfelb über bem 
horigontalen ©turg. ©infaffung biefer Süröffnung ©ranit. 
Seem 
4 km f. ö. oon Siipen Sr. 5, 821 f. §elm§ 2, 127 Sf. 4—6 
Sie ©t. SlnbreaSfiri^e D245 liegt einfam eine ©tunbe öftlidl) oon Stipen 
in einförmiger, roenig fruchtbarer ©egenb nahe einem ©ee. Qm ©eemer 
•förnfffpiel hat ba§ uralte IRipifcfje SSenebiftinertlofter gelegen «,1, ba§ gegen 
1170 gur ¿iftergienferregel reformiert roorben ift. Sie 3iftergienfer erhielten 
iie ©rlaubniS, nach Sügurn gu giehen, roo fte ihr Älofter 1173 begogen. 2lm 
Orte blieb bie ffffarrfircße. ©ie ift ein mäfjig großer Suffbau im ocllen 
©runbriß mit 2lpfi§, ber ©hör etroaS fürger al§ quabratifdf). SIm SBeftteile 
Tc&eint groifcffen bem Suff auch Siegel gebraust; ber hinter bem um 1500 
gebauten Surm bemerfbare SSeftgiebel <¡7,28 nses aber geigt eine gute Sölenben» 
glieberung nur in 3iegeln. Ueberijaupt fieht man heute äußerlid) bloß 3iegel 
in altem gormat unb 93erbanb, ber gotifdh ift, felbft an ber SlpfiS. Sen 
äußerft oerflicften unb an ber 2Ipfi§ fdfjon gang oerfleibet geroefenen 93au hat 
1901 ber Slrdßiteft ©ftrup innen unb außen noch grünblich umgeftaltet. Sie 
Heinen genfter ber jeßt gang ungeglieberten SlpfiS, bie eingigen auf§ Sllte 
¿urüdgeßenben, fißen tief, ba§ ©eroölbe nicht ftörenb. 2tm ©höre im Sterben 
nnb ©üben nur je eine§. Sie oermauerten ©cfffffportale haben einfache runb* 
i>ogig e gaufteinfaffung. Ser jeßt überall ßergeftellte ©ocfel ift einfach attifdj. 
"Stuf feiner ©iiboftecfe hat §elm§ eine Slrt ©ifblatt bemerit (2lbb. Sf. 6); ber 
Schluß barau§ 49 , 11 , baß bie Äircße feßr fpät gebaut fein müffe, ift ohne firaft. 
Slm ©djiffe etliche Sifenen, bie gelber mit Sreppenfriefen gebecft. Ser 
Surnt hat ©eroölbe, unb bie Sreppe, nörblidf) ben Söinfel füHenb, ift in feiner 
^iorboftecfe. ©r ift ein Sörninglehner mit gutem §elm unb langen ©pißen 
fluf ben oier ©iebeln. SaS *2öaffent)au§ (bis 1901) roar fcf)ön gotifdh; bie 
Sür ift j e ßt im Söeften! @S fanben ficß alte «Malereien, namentlidh SJtaria 
mit Äinb; hergeftellt ift lebiglicl) über bem ©ßorbogen her Mautenmalerei (roie 
SöaabS unb glenSburg ©t. Qofjann).
	        
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