Full text: (Bd. 5)

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Sauftoffe. Stud 
15, 4 —7 
Seltner übet69,io, nad) einem für bie 21u§füljrung in beftem $auftein berechneten 
glatte ^ergefteüt 1 ). 
5 Ser SEÖeftflügel be§ Sd)Ioffe§ ©ottorf mar ein Prachtbau oon außer» 
83,8 orbentlidjer Schönheit a, gegliebert burd) Sifenen unb fraftooHe ©efimfe, mit 
gwei ftattlidjen ©iebeln gegen ben £of hin, eingefaßt non gwei Sreppeniürmen 
unb in ber Sttitte einen ©rfer geigenb, ber bie Saterne genannt roarb. ©r 
hatte feine§gleicf)en nirgenbS. 2Jlan bentt roohl als an bie SJleifter an bie ©e» 
brüber ißarr, bie in SJtecflenburg unb bann in Schweben gearbeitet höben. 
33on ber §errlicf)feit fmb nur gerftreute 9tefte uorhanben, au§ benen man [ich 
mühfelig ein in manchen Seilen nidht fefteS 93ilb geftalten mag. Qm Qafjre 
1922 mar bie §offnung aufgelebt, e§ iönne eine oollftänbige §erftellung ge» 
fcfjehen, fie gerfloß in ber Ungunft ber 3 e üen. S)en §auptfcf)mucf bilbete eine 
große 2lngal)t oon Stelieftafeln, für beren Stoff man Stuct annahm (53®. 2,341). 
7 / 2 of. Sie Unterfucßung jeboci) (1922 burd) Sr. 5S. SSeßel) ergab a für biefe an» 
geießten glatten gum Seil einen Äalfftein oon ben bänifchen Qnfeln ober 
7,20 Schonen, gum Seit einen Äalfftein, ber auf frangöfifcßen Urfprung beutet a. 
4,5 Sie Safein finb in SaIffcE)ieferrahmen a gefaßt unb aufgefittet mit fihiefer» 
farbigem fanbfreiem Studf. Db im Uebrigen bie Äünftler, bie oom §ergog 
2lbolf nad) ©ottorf gegogen waren, unter benen wir aber nur gwei, bie au§ 
Italien ftantmen foCEen, mit 9tamen genannt finben, am Schlöffe Stucfarbeiten 
auSgeführt haben, wa§ fehr wahrfd^einlirf) ift, ba§ ift bei bem Mangel an 
Ueberreften nicht mehr gu erfennen. Sagegen hat bie Stucfarbeit in ben nach* 
folgenben Qeiten im Schlöffe oieleS geleiftet, wooon namhafte Seile übrig finb. 
Sie Stucfarbeiten in ber $unftfammer (SJtttte 17. Ql).) finb, wa§ bead)ten§» 
wert ift unb wohl für bie meiften gilt, au§ reinem Äalfftud ohne Sanb unb 
7 74 3 'h ®iP § - 8- 27 in Stuct auSgeftaltet ift bie Qürftengruft a am Some, 1661 au§ 
ber alten gotifd)en Safriftei gurecht gebaut (IBS. 294); bie brei prachtooHften 
Särge finb au§ Stuct, auch ^eile ber Söänbe unb bie Säule finb bamit 
übergogen, wo nicht echter Stein gebraucht ift. 
8o,26 6 3 U tSd)Ie§it>ig ift fdjon fehr frühe im Suffbau ber §oImer Äird)e a ber 
60,21 Stucf gebraucht: Slm (üblichen portale finb fo bie Säulen a. Qm Qnneren 
ift in ber §öhe be§ ÄafffimfeS eine glatte Schicht oon möglicher Sßeife fünft» 
8,2. 48,34 lid)en SSerfftücten a ringsum eingelegt, bemertbar nur, fo lange unb fo weit 
als bie $ird)e unoerpußt oerblieb. 
26,5,i ff. 2Jtan roirb hier baran erinnert, baß finut Sawarb a, f 1131, $ergog gu 
11,7 Schleswig, audj §err in SBagrien war a unD bort gebaut hat (f. §pt. 4,266. 
ii,5ff. 2,137), wo ber ©ipS (Segeberger a iialf genannt) gu §aufe mar, unb folange 
wir gurüdblidfen fönnen, bie Stucfarbeit in großem Umfange geübt roorben ift. 
Qn feiner Äircfje gu ScßlamerSborf waren bie oier ERunbpfeiler mit ©ipSftucf 
befleibet. Db nun aber ein weiterer 3ufammeni)ang ber Segeberger ©ipS* 
unb ber SdjleSmiger Salf^Stucftechnif befiehl, ift unfid^er unb unmahrfcheinlid). 
7 QebeSfaHS ift gu Schleswig bie 53erwenbung oon Stuct tatfädjlid) in 
weiter ©rftredfung unb fdjon feßr früh geübt worben, wäßrenb auS bem korben 
*) 2Baf)rid)einIidj buref) 53ifd)of §eldd) o. b. 2Biid) (f 1488 3U fiübed) : SRad) Kpprcius. 
389 balte biefer ben éljor 5 U ScfjlestDtg mit ©Iasfenftern ausge|tattet, unb eine bifdjôflicbe 
sella bafelbft ex calce contlata, aljo aus Stud, seigle feln 3Bappen. Daft biefe îlrbeiten in 
Serbinbung mit bem Sau bes fiettners oorgenommen finb, ijt burdjaus toaf)rfd)einlid). (Es- 
gei^ab etroa gleidjjeitig mit ber 5lusfd)müdung bes fiübeder Dômes, ber bas nmnberhetrlidje 
ilrujifii 1477 ertjielt, unb nadfljer ben fiettner.
	        
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