Full text: Geschichte und Art der Baukunst im Herzogtum Schleswig (Bd. 5)

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Dienfte. ftonfolen 
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unterbrochen auf unb ab gehen Ö7i8,2 f. (gu Steufirchen, (i) überall, auffer 
in ben Dftroinfeln). §ier ift auch, roie öfters, baS ©efitl)! roirffam, roonad) 
ber 2)tenft eine Stühe, alfo eine 2lrt Säule iftA = i66i. 3tu§= 
nahmSroeife finben fich abgefürgte ®ienfte. So geartete ge= 
hören gum Stiftern ber ©eroölbe beS ÜbergangSftilS faft 
untrennbar, unb fo fommen fie im ^riefifctjen oor ü 62 ö f. 
2 3n ber ©otif unferer Sanbe tft ber 2)ienft feltene 
Ausnahme unb tritt nur in ben Anfängen beS Stils roie 
eine ©rinnerung ber oorherigen geit ein, auch baS nur im 
beutfchen ©influfjge'biete. So mit orbentlichem, fräftigem 
Kapital im Sdjiffe gu ©ettorf unb oorbem roof)i im ©höre D 719 2ü9Utn 
gu ©cfernförbe, too jeijt Äonfolen roher 2lrt finb. 
B $aB SDienfte in einem oerfeinerten Profile, al§ geicEjärfte Stäbe a ober 
Sirnftäbe, uom Soben auffteigen, finbet fidh, abgefehen oon bem mufterhaft 
gotifdjen Sau beS SomdhoreS □«« unb bem Sreifih asis bafelbft, nur im 
Storbflügel gu St. Johann auf ^öfjr au&erbem in ber roingigen Sorfjalle 
beS SdjleSroiger ©rauen ÄlofterS D263, hier ohne 2lnbeutung eines ÄapitälS. 4 5 
□ 720 ftonfolen unb Sdjilbbogen 
4 gür bie Quer- unb SängSrippen in ben achtteiligen ©eroölben, bie 
im ÜbergangSftil fo beliebt finb, finb 3)ienfte unb bergleidjen nid)t anroenbbar, 
mo nicht, roie gu Sügum a unb in ben Äreugarmen gu Stiblum, befonbere 
SBanbpfeiler angelegt finb. Über 3Banb= unb Quergurten müffen fie auS= 
machfen, roofür eine fünftlerifdje orbentlicfje Sermittelung nad) unten nicht gut 
möglich ift. 
2ln ben Söänben bagegen unb in ben Söinfeln ift Staum für Slnbeutungen 
»on ^onfolen, ober auch für roirflidje a 7 '». Sieben ihnen finb bann bie 2ln= 
fänge ber fdjroachen Sdjilbbogen, bie ja roenigftenS im griefifdjen nicht gu 
fehlen pflegen D^o- 788. 3)iefe 2lnfänge tönnen, auch ohne baff Äonfolen 
unb bergleichen ba finb, in üöinfeln unb neben SBanbpfeilern auS ber SBanb 
heraustragen, roelche SHnorbnung fich als ©rinneruttg an ben ÜbergangSftil 
noch gu SeterSborf a D72i (unb im ©höre gu Steuftabt) geigt. $m SGöeftteile 
gu Sügum fitjen fie auf fchüffelartigen Äonfolen ° neben bem ftarfen 
gum ©eroölbe auffteigenben 2)ienft. 2luSgegeid)net bie Äonfolen im §aupt» 
fdjiffe beS $omeS (13. 3h-) a 728 ' 1 - 
5 Son bem 2lbbrud)e beS ©horeS gu Söiferoort (1897) finb auS ben 
Söinfeln beS ifgolpgonS bie ©ipStonfoten a 0722,6 gerettet roorben, auf 
welchen bie Stippen begonnen haben. Sie finb altertümlich unb bürften auS 
erheblich älterer 3eit fein als ber ©horfchluh roar (1466). ©inige oon fo 
früher 2lrt gibt eS auch gu Surg auf gehmarn (2-4)°9i9f., non fpätgotifchen 
60,82 
65,8 
64,89 
61,12. 
64 43,3 
15,1
	        

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