Full text: Geschichte und Art der Baukunst im Herzogtum Schleswig (Bd. 5)

64,100. 65,1—6,2 ffieroölbe oon kreppen. 9Iuffteigcnbe Profile 
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100 Statt bie fdjräg fpuaufgehenbe Жоппе (Sanbfirchen, Storburg) an* 
Zuroenben, £)ätte man auch horizontale Tonnen in furzen 91Ь[фпШеп über- 
einanber folgen laffen fönnen, roie baS in ber ziemlich langen, grabläufig in 
ber SJtauerbide üegenben kreppe im (Some zu SlarfjuS (um 1200) zu 
beobachten ift; bei unS ift man in ber fpäteften ©otif zu biefem SluSroeg gelangt 
ober zurücEgefehrt, roomit bann aüerbingS balb bie Sluflöfung ber SBenbel* 
treppe eintrat л. 41,28 
65 2iufffeigenbe Profite, namentlicf) an ^Pfeifern 
65,1 fjalbfäuten / 2 gefuppefte / 3 Briefe aus ttunbffäben / 4 trauten 3 tt)ifdjcn Stäben 
5 Cübiftfje, fäcf)fiftf)e fiante / 6 norgefd)obener Kunbftab / 7 gefehlte Hanfe / 8 eingefcijnittener 
Hunbftab. ©efcfjärffer / 9 Stab im Mcffprung / 10 2tustreppungen. Jafen / 11 3al3 in 
Sdjrägen / 12 reichere unb / 13 einfachere Pfeilerprofite 
1 (Sie §albfäule a ift roegen beS geringen SeftanbeS romanifdher Sau* eo.asff. 
roerfe feiten. 
2 ©etuppelte a §albfäulen ober Stäbe finb im bänifdhen 3iegelbau eine H’l l 2 
leitenbe grorm unb fo auch im unfrigen G^i ff. (Sie Steigung, fie anzuroenben, 
ift alt, in ©nglanb oerbreitet, audh im bänifchen §aufteinbou au&erhalb 
SchleSroigS oielfältig zu beobachten. Sie entftammt bem Holzbau a unb hat 86,7 
fich an ben Pfeilern roie auch am ©fjorbogen a. bezeugt, felbft an ^enftern «. 63,3.54,40 
3 ©ine anbere SInroenbung finben bie Stunbftäbe, nebeneinanber georbnet, 
als grieSA; ein folcfjer roirft ber Stromfchicht gleichartig. 50,5.85,8 
Solche runbe ©lieber treten bann im 2öe<hfel mit fantigen auf, eine erft 
recht auf ben §o!zbau zurücfzufiihrenbe Sinorbnung a. 3lu<h fönnen flache »5,7 
Äe|len bazu fommen. 
4 Sßir finben entfpreöhenbe Silbungen cm« (t>gl. bie iirppta zu Sreben O), 
Siibfe SBeftf. (£f. 2) in §olz im Qetlinger ©rabe (i) (Äorn, 1, SEf. 17,2.3) 
unb an Steinpfeilern in normännifchen Kirchen a. Stifchung oon Äanten unb »2,8 
Stunbungen fpielt im bänifdhen §aufteinbau eine anziehenbe Stoße, ©ine fefte, 
groffe, zu ©oeft (») oorfommenbe gornt zeigt fich öfters im ^iegelbau (roie in 
berÄrppta zu Sranbenburg), zu s 2lart)uS (0, Stingftebt (6), Sergen; baS einzige, 
roaS bei unS bal)in anflingt, ift bie eigentümliche ©eftaltung ber Söanbpfeiler 
im ©höre zu Sügurn (»). 
5 (Sie oon gleichem ©ebanfen auSgehenbe lübifche Äante (§pt. 17,135) 
ift im SJorben nicht nachroeiSbar unb auch nicht ihre Sorform, bie fächfifche, 
roenn man etroa auSnimmt baS um bie (JJrieftertüre auf (pellioorm herum* 
gezogene Socfelprofil a. 49,34.52,10 
6.1 (Ser üorgefdjobene Stunbftab oor ben kanten beS Pfeilers a — auch B1,7 
roohl beS SaueS überhaupt a — eine bänifchmormännifche « @igentümlid)feit, ^2,8 ) ' 86,8 
ift fo auch für $aberSleben D636 dharafteriftifch. 3 U Äügum ift er zroar nicht 
an ^feiler», aber an ^enfterfanten a. 
6.2 ©erabe baS umgefehrte tritt uns, ebenfalls als bänifche ©igentümlidEjfeit 
(roofür man baS fehr flare Seifpiel oon (Salum Dri7 oergleiche), entgegen, in* 
bem §albfäulen ober Stunbftäbe nicht oortreten, fonbern ijiuter bie flucht 
© a u p t, SBaubenfm. ln ®d)I.*$olft. 5 33
	        

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