Full text: Geschichte und Art der Baukunst im Herzogtum Schleswig (Bd. 5)

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SBanbpfeilet. Sogen 
61,19-62,1—3 
glatte. 3u Satrap i. ©. fann man feEjen 0 687,7, bat) bie formen im gluf) 
roaren; bie Kämpfer finb (3. T. eine ©teinlage, 3. T. jroei ftarf) meift nur 
in ben SJinfeln; aber mandje ber Sßanbftühen ftnb nom Sanbe mit umsogen. 
Tie im ©djiffe ftefjenben finb an ben je nier Äanten gefaft. 
20 ©in geglieberteS Qufjftücf an einer foI<±)en ©teise ift nur ju 2I^erbaHig 
ju bemerfen, nieHeidjt unecht; e§ ift arm genug au§ ein paar oben abgerunbeten 
Sörfprüngen gebilbet. Slber aßenthalben finb ja bie gatfcböben fo unnernünftig 
69,28,1 aufge^ö^t a. ©eigentlich ftehen bie Vorlagen auf ein paar ftarfen Qelbfteinen, 
bie auf ober in ben fjufjboben gelegt finb. 
21 Qn Älofter* unb ©tiftSfircfjen pflegt bie ißfeilerglieberung erft in geroiffer 
£öl)e 3U beginnen, inbem unten auf ba§ ©horgeftüljl Stüdficht ju nehmen ift. 
SMr finben biefe 9tücffid)t im ©höre ju §aber§Ieben mafjgebenb. 
62 Bogen 
62.1 2ibfef)nung baoon, 2iusf)iifen / 2 Mntoenbung im Jelbffeinbau / 3 übergreifenbe Sogen 
4 Sdjeitrectjfe / 5 f. gefpifjte / 7 getpitjte im 3iegelbau / 8 fjufeifenbogen / 9 fileeblattbogen 
10 Bogen mit (Einfätjen / 11 Stitfjbogen / 12 ÜJintelbogen / 13,1 pommerfdjer Sticbfpibbogen 
13.2 f. Uebertragung / 15 f. SdjeMoerffärfung / 17 gefcfjmütfte Sd)lufiffeine / 18 f. fd)r8ge 
Ceibung im 3iege(bau / 20 Uustreppung / 21 Starte ber Bogen / 22 Berjierung ber 2tnficf)f' 
feite / 23—26 Umgebung mit Jlatfjfcfjicbf / 27 flutjung ber Ceibung / 28 21bfangen oon Bogen 
29 Sdjeinfugen 
1 ®em natürlichen Stenfdjen ift ber au§ fteinernen teilen jufammen* 
geroötbte Sogen ein SSunber. Qm ©ranitbau unfereS 9forben§ finben mir 
85,5 i£)it möglichft gemiebenA; bie Qenfterfturje, geroöhnlid) aud) bie ©oljienfteine, 
>5’ 8 B 79 1 2 4 roer ^ en in ßinern genauen a 0 498, bie ©ingänge mit geraben ©teinen überbedt«; 
76,24 hier ift felbft §04 a nicht ganj oerfdhmäht. Seim ©horbogen aßerbingS ift 
68,7 platte Sbbecfung nidjt burchführbar, aber oerfudjt ift fte a. 
2 Tie ©ranitfirchen ber füblidjer gelegenen ©egenben, in benen man ftd) 
re,8 auf bie §aufteinarbeit roenig oerftanben tjatA, bequemten fid^ gum Sogen leidster; 
fte oerroanbten ihn auch’ für bie Qenfter unb bei ber Umfaffung ber oieredigen 
82.2 Türöffnung a. 
63,12 3 Uebergreifenbe Sogen a fmb feine befonbere Äunftform, fonbern gunädhft 
@rgebni§ be§ 3 u f a ^ ober ^er Sequemlidjfeit. ©0 geigen fie fidh au§ neuer 
3eit an bem runben ©horbogen oon $oftrup (1862!) unb bem gefpi^ten oon 
§attftebt°670o (1873 ?), au§ alter in einigen fyetbfteinfirdtjen °6io (ugl. mb. 
4,206), aber auch in $auftein» °632 unb 3iegelbauten (Tanbflet). ©harafteriftifd) 
ift ba§ Sorfommen ju Stilbftebt im Tachburchgang über bem ©horbogen. 
Tie Stauer ift au§ Qelbfteinen, obroohl ber Sau ein Sacffteinbau ift, bie 
©emänbe au§ 3iegeln, ber Sogen ftarf übergreifenb, au§ auögelefenen platten 
fjelbfteinen. 2tu§ gotifdfjer 3eit finb: ber innere ißortalbogen 3U ©ihtoenftrup, 
67.3 ber Turmbogen 3U ©dhruftrup, bie Stebenaltarblenbe a 3U 9tübel i. ©. ©ans 
ift e§ nicht auSgeblieben, bafj man ba§ Uebergreifen auch befonbere $unft= 
form empfunben unb angeroanbt hat; fo geigt ber Taufftein 3U §örup °i8i4 eine 
Slrfabe oon übergreifenben Sogen.
	        
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