Full text: Geschichte und Art der Baukunst im Herzogtum Schleswig (Bd. 5)

39, 11-40,1 
Galriftei. Sreje. ®orf)aus 
193 
©egenben ftnb alte Siamine a. So formten fi e ben oft entfernt rooljnenben 7s,a,i 
pfarrherren einen erträglicheren Slufentljalt bieten. 
12 Qm £aber§lebifd)en unb im Stipifdjen, roo man fid) allenthalben 
Sürme bauteA, füllte unb befnebigte man ebenfo baS S3ebürfnt§ nad) befonberen 87,a* 
Stemmen für bie priefter burchroeg. Söeiter füblid) gefefjafj eS feltener, unb in 
manchen ©egenben fehlen fie burcfjauS. Qn QrteSlanb gibt eS gar feine, etroa 
oom §attftebter ©bote a abgefefjen, unb oon benen auf ber Qniel Qö^r. SJtan 39,* 
ijatte ferner in ©iberftebt roenigftenS * bie gu SiotjenbüII; gu §ufum roarb eine 
1510 gebaut. 2lber felbft fo ftattlidje 33auroerfe roie bie Äirdjen mm ©arbing 
unb S3raberup geigen ihre alten piSctnen im ©höre; gu Poppenbüll ift eine 
entfprechenbe Spur, f)ier nad) 3?orboften ^in. Sa gab e§ alfo roirfüch feine 
befonberen Stäume für bie priefter. SarauS aber, bafj eS auch fonft in roeiten 
93egirfen je^t feine gibt, barf man nichts SeftimmteS fdjiiefeen. Sie Safriftei 
fehlt felbft an ber iftoftertircEje auf bem §otm oor Schleswig fpurloS, 1830 
mar fte noch uorf)anben. 2Bo abelidje ©runbbefitser in beit $ird)en mafcgebenb 
mürben, benutzen fie mit 93orIiebe berartige 2lnbauten gu ©ruftfapellen, unb 
bauten fte, roenn eS ihnen beliebte, um. Um fo geroiffer oerfchroanben fte 
fpäter gang, roenn bie ©lüfte eingingen. 
13 Qtt neuer ßeit finb Safrifteien Dielfach auf 2llfen unb im £aberS» 
febifdjen, unb fonft ba unb bort, neu angelegt roorben. Sie ©efcbmadS- unb 
SSerftänbniSlofigfeit ijat ba ein mit oietem Selbftgenügen begangenes Qelb ge= 
funben, unb eS finb nur roenige befriebigenbe ober and) nur anftänbige Seiftungen 
gu oergeidjnen. SJtanche auf 2llfen ftellen fid) als anfprudjSlofe §ütten bar. 
S3ei ben älteren bagegen bieten fid) nid)t roenige tjübfdje, ja oorbilblidje 23ei- 
fpiele non oerftänbiger Slnroenbuttg ber Siunftmittel a □ i 76 . 6o,a3.*i 
14 ©ine befonbere, non ber Safriftei getrennte *Srefe roar noch 1879 
erhalten an ber 21bteifird)e gu SügumA. Sie lag im Dbergefcfjoh □ 119 , roofjb «,M 
geroötbt unb ftcf)er, über ben groei öftlicf)en Qodjen ber Safriftei, ia ben Schlaf- 
faal einfpringenb; ihre Sür roar oon biefern auS gu erreidjen unb gu hüten, 
gugleid) mar fie auch erreichbar oon ber Äirdje her. in roeldjer eine Sreppe 
gu bem $ugang führte, ber im Dberftod bie S3erbinbung groifchen Älofter unb 
Kirche bilbete. 2llfo genau roie gu Sorö (2)tad. 5, 2Ibb. 33). 
15 ©ine ähnliche ©inridjtung finben roir am Sotne gu Sd)ieSrotg. §ier 
in beffer erfennbaren Steften. Ser 3 u 9 an 9 ift ebenfalls oben im duerhaufe. 
iBoit ber Srefe, bie bur<h eine ftarfe SJtauer mit Sür in groei Seile getrennt 
roar, lag ber gröbere Seil, je^t als eine Sachfatnmer erfcheinenb, über ber 
Safriftei ber Sianonifer; ber anbere aber über ben füblichften brei Qocfjen beS 
SlreuggangeS, ber ja einft überhaupt groeiftödig geroefen ift. Söanbfchränfe a 58,7,* 
beuten auf bie Senkung ber beiben ©elaffe hin. 
40 Borfyaus 
40,1 Bedürfnis banaef); niefjt in Siübfen / 2 „Cäcfjmfjaus“ / 3 3eü unb Berbreitung 
4 befonbers in 2tngeln / 5 innere (Einridjiung / 6 äufjere (Beftatt 1 
1 9licf)t minber roidfjtig, als bem Priefter Staunt für bie ©eroänber unb 
etroa einen roärmeren Aufenthalt gu befdjaffen, fonnte eS ber ©emeinbe fcheinen, 
für fuh felbft geforgt gu fehen. Sen friefifchen Säuern roar baS fogar roidp 
$aupt, SBaubetifm. tn @cbt=§olft. 5 18
	        

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