Full text: Geschichte und Art der Baukunst im Herzogtum Schleswig (Bd. 5)

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Safrijteien 
39, 6 ,1—11 
61,4,2 
»44,1 
74,14 
37,32 
36,33 
36,33 
öl, 17 
64,66 
ber Storbfeite, red)tecfig, Dort runbbogigem SConnengeroölbe gebecft □ ns. ©d)Iiefs» 
lief), ba bie 3at)l ber Älerifer auf mehr betrn 40 angetradjfen toar, errichtete 
man bei 93oÜfül)rung be§ lebten großen Umbaues eine fefjr geräumige neue 
©atriftei, bie gegen Storben l)in an ben ©borfcblufj anftofjenb faft frei ftef)t. 
2ln ibr firtb bie gehauenen ©odelfteine ber früheren gu finben. 3)aS fdjöne 
©eroölbe ru^t auf adjtediger ©tii^eA. darunter mar ein ferner», oom itird)» 
bofe ber guganglicf) (jet)t ©rufiraum a). 
6,2 2luS gleid) fpäter 3eit, unb in älfnlidEjer SSeife faft abgefonbert oon 
ber Äircfje, ift bie ©atriftei gu Sanbfirdjen ° 93 o ©ie ftöfjt gegen Dften an bie 
nörblidje 2lbfeite beS ©boreS an. Stecht geräumig angelegt, hatte fie auef) als 
Xrefe, unb als Slrcbioraum ber gangen ^nfel, gu bienen. 
7 2ln ben ©bor ber Äirdje gu ülggerfdjau, ber auS bem 13. $b- ift, 
legt fid) nörblid) eine ©atriftei mit fpigbogigem, burd) ©urte geteiltem Slonnen» 
geroölbe. ©ie febeint mit jenem gleichgeitig gu fein, roonnd) fie baS ältefte 
SBeifpiel bei einer ^farrfirdje märe. ®ie 1494 gebaute $ircf)e gu Äo^enbüll 
hatte eine grobe unb feböne * ©atriftei im SSinfel groifeben ©bor unb Quer» 
fdjiffDno. ©ang äfjnlid) liegt bie gu 93roacferD ire. Sie hat nur einen falben 
©iebel, unb baS ®ad) beS ÄreugflügelS ift über fie fjerabgegogen. 
8 $n ber Siegel ift bie ©atriftei nachträglich angelegt. 3 U $jernbrup 
bient bagu baS äufjerft enge Untergefdjo^ beS öftlid)A angebauten StiurmeSD 'bs, 
baS nicht einmal geroölbt ift. 2lud) bie ©atriftei (ober ÄapeKe?) gu §attftebt 
fteht öftlid) in ber Siebte □ man hat bagu ben älteren ©ijor mit feiner 
2lpfiS eingerichtet a. 2lud) bie tapfer 2lpfiS ift je^t ©atriftei, unb gu @fen 
eine 1628 angebaute ©ruft, ^albrunb, als 2lpfiS erfdjeinenb, ift bie gotifdje 
©atriftei gu SöobberA, ein gang nerroerflicbeS SSeifpiel, bem fid) jebod) in 
Qiitlanb Derum (innen fjalbrunb, aufjen fünffeitig) unb in geroiffem Setradbte 
SEjele gur Seite fteHen; in Schonen finb SlpftDen gu ©afrifteien meljrfad) mifc 
braucht (§ilb. 384). 
9 ®ie ©atriftei (üblich an ben ©l)or gu legen ift in Söagrien gebräud)- 
lieh geroefen, unb jo finben fid) auch im füblidjften ©cbleSroig eingefprengt ein 
paar Seifpiele: ©djroabftebt, ©djroanben □ &et68,2 1510; ©iefebt) Dies ift 
groeifelljaft. ©onft ift bie (übliche Sage roiber bie Drbnung; mir rotffen bafür 
roeiter blofj SSonSbet gu nennen. 
10 'Ser red)te Sßlaj) ift bie Storbfeite beS ©boreS 1 )- ©§ roirb fo bem 
©l)ore oon bem fo nötigen Sicht roeniger entgegen, unb bie in ber ©übfeite 
liegenbe tjjrieftertür bleibt brauchbar. SSobl mit Stüdfidjt auf ben Slltar roirb 
bie ©atrijtei gewöhnlich fo roeit als möglich nad) Dften l)in gefdjoben; feiten 
liegt fie im ©ijorroinfel (bei etlichen Uufffirdjeit, aud) gu ©djerrebed, 2lItbaberS= 
leben, Sroader, SCanbflet). ©efebieft jjat man in fpäter 3eit gu Soittirdjen, 
um eine SSerbinbung ber ©atriftei mit ber am ©borbogen fteljenben Mangel 
berguftellen, aufsen am ©höre entlang einen ©ang angelegt. 
Sie ©atriftei bat oon auffen teinen eigenen 3ugang. Silan befdiräntte 
aud) bie ©röfje unb 3abl i^rer jjenfter aufs Sleujferfte unb legte über ben gut 
gefieberten unb terid)lofjenen Staum aud) ftet§ ein jtarfeS ©eroölbeA. 
11 33ei ber SSermeibung ton Dielen ^enftern — meift bat man nur eines 
nad) Dften bi«- feiten auch nach Slorben — mag auch an bie SIbroehr Don 
Äälte unb Suftgug gebaebt fein. Qn fehr tielen ©afrifteien unferer nörblicben 
x ) Das ift aud) in Sdjmeben fo, f. §ilb. 384 f.
	        

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