Full text: Geschichte und Art der Baukunst im Herzogtum Schleswig (Bd. 5)

Sage ber itirdjen. Wnfdjlüffe an fjeibniidje tBorjeiten 
33,8-12 
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8 ®aoon, baß Äircßen an Stellen alter Heiligtümer erbaut finb, roa§ 
bocf) oorgefommen fein muß, aud) roenn man, roie mir annehmen, folcße Stellen 
eher gemieben als» gefucßt hat, haben mir einige 9?ad)ricl)ten, bie fdl)roerlid> 
alle nur au§ ben Stamen gemutmaßt finb. So foH gu SSBonSbed ein Heiligtum 
bes» Sßotan, unb gu Uarftebt ein Tempel be§ i^or geroefen fein. 
9 3Bo Tempel fjeibnifdjer ©ottßeiten für ben neuen ©tauben eingenom- 
men mürben, hat man bie neuen 
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83,12 
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^SSSSSSSSSSSSSSs Ä- 
i«Si 
jff 
Äircßen überall in ber ©Triften 
heit oorgug§roeife St. ©eorg 
unb St. ÜDticßael geroeiljt. ®a 
im ijiefigen Sanbe biefe Heilt' 
= gt. gen Q l § Äirdjenpatrone f aft nie 
I- iS fj auftreten, finb berartige lieber» 
gänge aucf) in biefer Söeife 
unbegeugt. S)od) roirb oon ber 
Sd)Ie§roiger * SJiicHaeliSfirdje 
oerfidjert a, baff an ihrer Stelle 
ein alter Heibentempel geroefen 
fei, ja baf) fie felbft guerft al§ 
folcßer gebient haben möge. 
10 SJttdjts» befto roeniger 
ift e§ notroenbig, genau gu 
prüfen, ob ber Umftanb immer 
nod) einigen ©influß gehabt hat, 
baß bem 93olfe aucf) nach an 
genommenem ©hriftentum für 
heilig unb efjrroürbig am erften 
bie Stellen gegolten haben 
müffen, roo ficf) SBaljrgeidjen 
heiliger SSorgeit befanben, bie 
großartigften ©rabßügel, SGhtn- 
ber ber Statur, erhabene Haine, 
geßeimni§ooHe Sd)lud)ten, ben 
Schoß ber ©rbe eröffnenbe 
QueEen. 
11 ©ine Slnfnüpfung an foldße geheiligte Ueberlieferung unb an ba§ 
93oIf§gefüf)l finben mir gu Rellingen. Hi er niarb mitten groifcßen bie geroaltigen, 
ba§ ©ebädjtniS ber ©Itern Haralb 23Iaugahn§ oereroigenben Hügel ba§ djrift« 
28,i5 ließe ©otte§ßau§ gebautA. 3n>ifd)en groei foldjen Hügeln lag aud) bie Äirdje 
»on Softlunb, genannt Herrefteb (Stätte ber Hertha), unb auf bem mittelften 
oon breien ftefji bie iEingleffer. 
12 ©in großer Hügel unb ein „heiliger Hain" roar bei ber SSiöler 
ifireße 1 ), eine große Steinfeßung neben ber fdßon ermähnten gu Saarftebt, 
geheimnigooEe Söälber, 2SäEe unb Schluihten finb gu SöonSbecf □ &8. SBeiter 
roirb berietet, baß Heiligtümer be§ Dbin unb be§ ißor unb be§ „SötarS" an 
ober neben SteEen roaren, roo jeßt Äirdßen finb: gu Starup, SEonbern, 23or» 
0 Der Hügel, in bem eine Steinfeßung roar, ift erft um 1830 abgetragen roorben. 
Er hieß aud) ©IodenbergA, mol)! oon einer 3«t b er » ba ber Durm an ber ftireße noeß nicht 
geftanben hatte. 
□ 59 
3slänbif<ße §öfe; nad) fjett SRorges ftirter 
1:400
	        

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