Full text: Geschichte und Art der Baukunst im Herzogtum Schleswig (Bd. 5)

I ») 
Cage ber ftircßen 
33,1-3 
36,2 
36,2 
■86,18,3 f. 
84,1 f. 
Stifter Xeit ber 2ibßanblung 
Werte ber 23aufunff 
©er erffe 2ibfd)nitt: 3ßrglieberung 
33 tage ber äirdjen 
33, 1 ff. Benußung ßeibnifeßer Heiligtümer für fireßiießen 3roecf / 4 ßeibnifeße fiultuspläße 
5 ißre 3°rra. 3slanb / 6 ßStjeme Xempel / 7 Ortsnamen, bie an ©öifernamen erinnern 
8 ff. örtliche ¡Überlieferungen / 11 f. ßeibnifeße Uläße, Haine unb Hügel / 13 Hößen 
lff. IDaffer, Quellen 16 f. IDälle unb ©reiben / 18 ff. Ü3aß[ bes Ufarrorfes, ffirenjen 
21—23 maßgebenbe Bücfficßfen für bie IDaßl bes Ortes 
1 ©S ift ein freunbltd) anmutenber ©ebanfe, baß bn§ ©ßriftentum, als 
eS unfern Clltoorbern gebraeßt roarb, ju bem alten ©lauben in 58ejießung unb 
in feine Slacßfolge trat; bafi man Höfe ber ©öfter bem fonft unbefannten 
©otte roeißete, unb ißrn am iiebften ba, roo feßon feitßer bie Stätten ber 
Heiligfeit roaren, bie neuen einrießtete. So fdtjob fieß bem alten ©lauben ber 
neue unuermerft unter. Sie früheren ßeibnifeßen Heiligtümer, foroie aueß ißr 
fefter 93efiß, mürben ber cßriftlicßen ¿iireße pgefüßrt 1 ), fagt man, unb fo ßat 
man fieß fogar ju ber SJeßauptung uerftiegen, baß „maneße ber anfeßnlicßen 
Holjßaüen, bie ben Reiben p ©otteSßäufern gebient ßatten, für ben neuen 
©lauben als äirdjen gemeint mürben" ($orn. 2,4). 
2 <Sd)ItefeIicH ßat man ben ©ebanfengang baßin auSgebaut, p meinen, 
eS ßabe ftd^ ßier, unbeeinflußt uon allem, roaS fonft in ber SBelt gefeßeßen, 
eine djriftlidße itircfjenbaufunft organifcß aus unb an ben ßeibnifeßen ilultftätten 
(Hof, 2öi) entroirfeltA. Unb ber ©runbriß ber ßeute oorßanbenen fei benn 
aueß augenfdßeinlibß, er möge nun redßtedig a fein mit Dftanbau, ober runb», 
bureß ben Clnfcßluß an bie ßeibnifeßen Äultftätten bebingt unb barauS erflärt 2 ). 
3 ©8 feßlt nid^t an Meißen oon ©rfdßeinungen, an roeldße man fieß in 
biefem angeneßmen ©ebanfengange anleßnen fann, in fo fern als man nur oon 
ber Slnnaßtne auSgeßt, baß bie Äircße ßier mit ber fßalrne be8 ffäiebenS unb 
bem Stabe ber Sanftmut eingepgen fei, baß fte in ben alten ©öttern aueß 
nießt Seufel unb in ißrer SSereßrung feinen finftern ©ößenbienft, entgegengefeßt 
ber Seßre be8 SicßteS, geßaßt unb oerfolgt, fonbern ©egenftänbe eines frommen 
SßoIfSglaubenS geeßrt ßabe. So märe baS ©ßriftentum bamalS noeß unenblicß 
unbefangener geroefen, als ftdß ßeute geigt, roo aueß ber roeitßergigfte SDUffionar 
foldße Slnfnüpfungeit ableßnt unb, roenn er für fein 3iel etroaS errekßen roiH, 
ableßnen muß 3 ). 
') Steenftrup (X. 9?. §. 1,456) fpricf)t oon btefer fPiöglicßlett. Xaß folcfes in 9tor* 
megen norfam, infofern als bie ©üter ber §öfe an bie ftircßen übergingen, batüber f. 
Xietricßfon 2, 50. 
2 ) So bei Seeffelberg. Sßgl. §pt. 6. 51. 
3 ) SBei ben Sttngelfacßfcn mürben in ber Xat, roas man einem SB riefe ©regors b. ©r. 
entnimmt, ßeibnifeße Xempel ju ftircßen gemeißt, ober menigftens es follte gefeßeßen, menn fie
	        

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