Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

Biicfyen. <£borftrrf?c. 
46 
Die unter achtungStocrter Sd)onung beS Sitten öftlid) angebante ©horfirdjc 
ift auS 3iegeln int gotifdjen SSerbanbe erbaut. SaS Sleußcrc mit Strebe* 
Pfeilern ift 1886 neu öerblenbet, unb bie fünfter unb Suren finb geänbert; baS 
innere (f. ben ßidjtbv.) ift aber eine trotj ber Stotjeit ber •‘perfteUimg bei ber 
großen Seltenheit fpätgotifcher Kirchen in ijiefiflen Sanben anjieljenbe Seiftung. 
¿btool breifdf)iffig, mit fdjmalen 9tebenfd)iffen, fd^Iie^t ber ©runbriß (f. Slbb. 19) 
toic ber ber QlenSburger Stifolaifirche (fd)I.=b. S3aub. Slbb. 387). Ser S5au toar 
bis 1886 fodelloS, bie ©efimfe toaren »ergangen, bie Strebepfeiler toaren fdjon 
großenteils neu, alle fjenfter öerborben. Siefe, einft fe^r breit (2 15 breit, 3°° 
hoch), baS öftlicfjc fogar 2 80 m breit), begannen 2 m über bem 23obcn. 3h* 
©cloänbc ift fehr einfach, gerabe, mit gafen am Stanbe; biefc ©lieberung bc= 
gann erft in ber 3. Sage über ber Sohle. Sltn 2 . 3»dje nörbliih Spuren einer 
getüölbtcrt Sacriftei, baher ba fein ^enfter. Sic Süre im Storbcn beS 
1. 3od)cS, runbbogig, bie kanten ber 3 ©infprüngc gefaft, ift toieber hcrgeftcllt 
toic fic toar, beSgleidjen eine ähnliche im Süben gegenüber. 
Sie SBölbung ift fpißbogig. Sie jeigt eine überreichliche 33ertocnbung 
üon Sauftabjiegeln (ogt. Slbb. 21 unb ben ßidhtbr.). Sie ©urte finb auS bieten 
Sauftäbcn jufammengefeßt, unb fo haben alle runben ©lieber eine tüeUigc S9c= 
toegung. Sin ben oier toeftlicßen Pfeilern »on quabratifeßer ©runbrißhauptform 
liegen je 4 SSorlagen, auS je fieben folcfjer Sienfte gebilbet; an ben beiben 
öfttichen Pfeilern ift bie ©lieberung noch unruhiger; benn auch bie Pfeiler» 
fanten felbft erhalten 33etoegung. ©apiteUc, für bie Staunt gelaffen ift, finb nie cin= 
gefeßt. Unter ben Stippen finb als Äonfolen 3 . S. gctoöhnlicße ^ßrofilfteinc toiU= 
türlicß eingebrad)t. Sie Pfeiler unb bie einfach auS bem Slchtcd gebitbeten 
fcßmalen Söattbpfeiler ruhen ohne SßeitereS auf cßlinbrifchen, oben gerunbeten 
Sodcln. Sie ©ctoölbe erfc^einen oben fuppelähnlid); bie Wappen finb nicht ftarf 
gebuft. Scßilbbogen fehlen. Stippen profiliert. Sdjlußfteine runb, 3 . %. fogar 
ebenfalls üon Sauftab umjogen. Sin ben Scßlußfteinen finb 3 toei Scßilbe er* 
halten: SJtaria mit $inb im Straßlenfra^e, auf bem SJtonbe ftcßenb, unb eine 
jtoeitc nidjt fenntlidje SarfteUung, mit gotifeßem Saubtoerfe frei umgeben. 
Sie Slrdjiteftur, toelcße bei guter SBcmalung nicht fchlecßt dürfen toürbe, ift 
bict überfalft. ©ine pflege unb ^»erftellung beS ganjen S9aueS, toelcße bon bem* 
fclben ©eifte ber Sichtung unb Schonung jeugte, ber bie gotifd)en 33eranftaltcr 
beS SteubaueS befeelte, toäre Derbienftlici). 
Slltar. glatte mit Signafein, Stucf, fehr ftarf, unten gefaft, breit 2 50 , 
tief 1 30 m. SDtenfa fehr groß, ßoßl, bodh nidht mehr jugänglidj. Ser Slnfbau, auS 
granjßagen, bilbet nur eine Stüdtoanb mit 2 Surdjgängen. Sie S3ilbcr über 
biefen finb 1840 überftridjen, unb bie Spuren alter 3tenaiffance=Sdjönheit finb 
fehr gering. Socß ift baS große SSilb über ber SJtenfa, obtool 1841 Oon einem 
Slnftreicßer toerfubelt, ein »ortrefflicßeS *porträttoerf, toie folcße aus jener 3eit 
in biefen Sanben nicht feiten finb. @S jeigt ben §erjog 3 *cm 3 II. mit ©emaßlin
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.