Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

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Bücken. Die alte Kirche. 
Heinere fticbbogige fidjt&ar. Sal ©übportal (jetjt mit Srüfcbübel, fonft mit 
Sreicdl= ober ©ticbbogcncntlaftung), bat frü^gotifdje ©licberung (auf bcm Silbe 
[Kbb. 20 ] nid)t fi(^t 6 ar). bie Kußenfante ift ein ©tat eingcfcbnittcn, bic 
nädjfte Äantc ift gefaft; im innerften ftärieren Küdfprung läuft ein Kunbftab. 
Kid)t in Vorlage, ba ein ©odel fehlt. 9!ad) -Korben ift ¿einerlei tßortalfpur. 
©etoölbe fteil, faft juderbutförmig, l)od) 7 80 m, in bcn Kebenfcbiffen Ijod) 
7 40 m. Sie Kippen finb nur 3^'- $cine ©djilbbogen, bie ©etoölbe laufen in 
ganj allmählichem Knfteigen an; nur an ben Kebenfd)iffenben ift ein jiemlid) 
fdjarfer fpißbogiger Slnftoß. 
Sfeilerfodel freujförmig, oben gernnbet. Sie Pfeiler (fjodj einfdjl. Kämpfer 
3 35 m) haben eine nid)t gleichmäßige Kbtoedjfelung ber roten mit fd)toarjen 
glafierten (Steine; diele ©teine finb aud) nur fd)toarj (ober aud) toeiß) ange= 
ftridjen. ©. bie £ic£)tbr. Sic Sedplatten (Söulft unb glatte) feßen in ben 
SHnfeln aul (ob bal aud) ju Sreitenfelbe fo toar, fteljt babin) unb laffen über= 
genug t|3laß bafür, baß bie 3feitig abgefdjrägten Äonfolen ber Kippen unbehelligt 
in ben ©den fißen lönnen. Salfelbe toieberljolt fid) an ben Sedplatten ber 
Kulfragungen, bie an ben SBänben bie ©urte tragen; biefe finb jebod) j. S. 
ohne ßberplatte, an ber Unterfante gefehlt (fo im 2. Sidjtbr.), gerunbet ober ge= 
fdjrägt. ©I ift möglich, baß bie in bem Kulfeßen ber glatten unb ©infeßen 
ber ¿onfolen beftebenbc, aber nicht eben geglüdte Verfeinerung eine erft in ber 
Kulfüßrung getroffene Kenbentng ift. Ser ©borbogen (f. ben 2 . Sidjtbr.) 
ift fo toeit all bie ©djeibebogen, aber tool aul ber geit ber ©rbauung bei 
©borel. Ser ©bor toar fid)erlid) quabratifd) 1 ) toie überall in biefen Sauten 
(f. ©. 11 ), unb toar nur l 06 m breiter all ber ©borbogen. Seßterer ruht 
(9lbb. 21) auf alten fpaufteingetoänbcn mit ©odein Pom Ueberganglftilprofile unb 
Kämpfern toie bie ber Pfeiler. §öf)e bil jum Sogen 1 80 m. Sie in ben anftoßem 
ben früheren ©bortoinfeln ftebenben ©äulen finb bei bem febr fd)onenben fpät= 
gotifdhen Umbau erhalten geblieben, ©ie toerben Pom ©borbogenfodel unb 
Dampfer mit umfröpft. ©o gibt Sreitenfelbe jiemlid) genau bal Silb beffen, 
toa! hier toar; ba finb auch foliße ©äulen toie f)iet- 2 )iefe hier befteben tcill aul 
febr feftem ©tud, teill aul §auftcin, einem jähen toeißen ßalfftein. 
9lHe Sogen ber alten $ircße finb fpiß, mehr ober toeniger gefteljt. 
gaft nod) aul ber Saujeit ber Äirdje, unb eher aul bem 13. all aul bem 
Knfange bei 14. 3faljri)., ftammt bie reiche Semalung ber ©etoölbe (f. ben 
1. Sidjtbr.). Sie ber ÜEßänbe ift (f. o.) 1840 iiberpinfelt; bie Serfalfung er= 
ftredt fid) J. S. nod) bebeutenb toeiter. Sie Semalung ift an manchen Wappen 
burd) bal Klter Perborben; überhaupt ift fie nur mittelmäßig erhalten. Sie £)rna= 
mente finb frübgotifd), teiltoeife ftarf romanifierenb. Stuf ben breiten Sogen finb 
*) (Sine Hofee 2lpfi§, toie einige angenommen ^aben, ttäte gegen alle 3!ergleid)ung3äi)nlid)’ 
teit unb ift überhaupt in biefen Sanben in ¡otetjer 3eit unerhört (f. fd)l.=h. töaub. 3,61. S 8 U.*ß. 39).
	        

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