Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

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iierjog iranj ber 3üngere. 
Derjtattb. 3h muß jetjo in Schriften <£. v f. (Sit. oorhalten, roas ich als (Segenmärtiger ju 
tbun, <E. J. (Sn. übermäßigen 3 ornigen (Semütes halber, unterlaffe. <£. J. (Sn. haben non 
(Sott bem 2tHmäcbtigeu fdjöne, berrtidic fürftlidje Cugenb unb (Sahen befommen, aber bie 
alle »erben burd? ben bitjigen §orn, burrf; Segterltdjfeit besjenigen, fo <E. ,f. <5. nicht ge 
bührt, unb Sie gleidjmol unterm Sd)ehte, als ob Sie es mol befugt 3 U thurt, entmeber fid? 3 U= 
bringen ober, ba Sie es in bätiben haben, mit Seht nicht ueriaffen, rerfinftcrt, baß Sie ben 
rühmlichen Samen ber .friebfcrtigfeit, Sinbigfeit, .freunblicbFett, ITiilbtgPeit, bei Sieten, fonber» 
lid? bet €. <S. llnterthanen, unb ben umliegettben unb benachbarten Stänben, mehrenteils 
certoren haben. 3^ ®etß, baß btefe (Ermahnung <E. ( f. (5. uerbrieße, aber 3 U oerfduncigen, 
roill mir (Sotts, 2tmts unb (Ehren halben, nicht gebühren." 
2)er leiste Seit btefer SorfteEung gebt an|terpg fytans ben jüngeren. 
60 avtn ffrans I., fo reich traten einige feinet ©öffne; StagnuS tarn in 
©ebtoeben butd) Beirat unb ßriegSbienft p Kräften, bet jtneite Stüber, 
gtanj b. erholte fieff in ben fpanifc^en ®riegSbienften gegen bie Sicberlanbe 
noef) öiet üoEftänbiger. @0 tonnten fie ihrem Sätet ben Scfit} ab taufen, erft jener, 
1571, nachher toieber biefer, natürlich unter fjeiifofem Sänne unb mit empörenbem 
©eije; ©ctoafttfjat, Sift, Setrug, Serabtebung unb Söibertufe, Setfcbtoörung unb 
SertragSbrucf), ^unterhalt, Serbetpng, Setleumbung unb ftomtne gertnirfebung 
übet bie ©iinbfjaftigfeit beS Sfnbeten füllen ben Zeitraum eines StenfcbenalterS. 
3fn biefen £>abet toarb baS ganje betpglidhe §auS ffeteingeriffen. @S tarn fo 
1574 p einem förmlichen Stiege ¿toifeben StagnuS unb $ranj, bet in miSfidjen 
Umftänben beS SrubetS fein eignes (Selb nut befto gefcfjicftet p benutzen ge= 
toujjt batte; man hielt fidj natürlich befonberS an bie Untertbanen, unb baS 
Sanb litt fcbrectlicb. gut Schlichtung bet Unruhen muffte bet nieberfäcfffiidje 
$teiS einfd£)teiten, bie Säuern abet butten p pblen; für bie Soften giengen auch 
bamalS ©teinborft unb für alle geit SremSbüttel Oerloren. ©nblicf) 1581 oet= 
jiebtete bet alte gtanj auf fein fperpgtum unb ftarb im felben ^a^xe in grojjer 
Slrmut, aber noch rot feinem (stibc mit bem reichen §errn ©ohne üerföbnt, bet 
nun feben muffte, toie aus ben Krümmern toieber ettoaS ©anjeS p machen fein 
möchte. 2)enn baS Sanb fabeln nahm bet ©rjbifchof Oon Sternen, ein anbetcr 
Stüber, ai§ oermadjteS ©rbteil an fidf; Sauenburg toar ber fperpgin Stutter 
pm Seibgebingc öetfebtieben; fo toar eigentlich hoch nut DteubauS unb Diatteburg 
p erben, bie grau} fich febon ebet für fein ©elb getauft batte. 5£)a Stüber 
StagnuS fidh flat nid^t befriebigt ¿eigen tooEte, fteng ihn granj enblich 1588 
unb fperrte ihn bis p feinem £obe 1603 in ben £utm p fRatjeburg. 
gratis toar traft feines ©rtoerbfinneS ber erfte ber Seihe, ber nicht umS 
tägliche Srot Oeriegen ¿u fein brauchte; Oon ihm an gieng eS ben fperpgen 
beffer, unb man tann ba alfo nicht erfeben, baff unredht ©ut nidht beibet. 
granj batte 1593 oon Sllba her noch 21,000 2№- unb Oon feinen 2)ienften 
unter Sarma unb 2)on 3iuan b’2luftria 100,000 ff. auSfteben. damals nahm 
er toieber ÄriegSbicnfte unb madhte gegen bob e § ©elb als taiferlicher Dberft mit 
2000 Seitcm einen Jürtentrieg mit. 3*nei ^ciratSüerbinbungcn, mit
	        

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