Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

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¿fauftredjt. Verarmung bcr Ejerjoge. 
fraglich- 2)ie Arbeit traten 6 e)ottber§ bie Sübeder unb Dort biefen toarb ein= 
genommen unb jerftört: Sernftorf am ©chaEfee, 3cd)er, Stepborf (9lien= 
borf?), Sorftorf, Saufen ($fp. ©af)tn§), iRannenborf, ©teinf)orft, 
$ulpin, ©uboto, fReborch bei ©uboto. T)ie Sunbe§genoffen ließen bie 
SßäEe ber Surgen ganj abtragen. Sefonbere Stühe machte ba§ fei»r fefte unb 
tapfer toerteibtgte Sin au. ©§ finbet fid) ertoäf)nt (1385), baß biefe Surgen 
au§ „Sergfrieb unb §of" beftunben. Tamit toar bie Aufgabe nocí) nid)t er= 
lebigt; 1352 muffte toieber eine Slnjahl jerftört tocrben, barunter $u|oto, 
Saffat)n. gür fpoíftein .toar nun ein entfdjiebener unb bauernber ©rfolg ju 
fpüren, aud) für ERedlenburg toar bie ©ad)e fef)r ^eilfam; in ©ad)fen toar bie 
fRuffe nod) lange nicfjt ^ergeftettt, toenn aud) bie meiften ©d)töffer be3 2lbel§ jer= 
ftört toaren. Tie^erjoge Stibred^t unb @rid)H. raubten Oon Sergeborf au§, 
unb gegen bie íjcrjogliájen fRäubereien toar nocí) toeniger §ilfe unb ©¿hup ju 
finben, al§ öorbern gegen bie be§ 2 lbel§. 
£>ie armen §erjoge hatten ba§ arme Sanb aud) nod) geteilt. Johanns I. 
©ohne bitbeten 1298 brei, feit 1308 jtoei Sinien. 9ll§ baOon bie StöEn=Serge= 
börfer au§ftarb (1401), hatte fie beinahe aEen Scfits Perfauft ober berpfänbet: 
1359 an Sübed StöEn, unb 1370 Sergeborf, ben ©achfentoalb, fabeln u. a. m. 
©rief) IV. Don ber anberen Sinie, ber ©rbe, toar über biefen guftanb toie äußer 
lich. @r riß fabeln unb Sergeborf mit ©etoalt an fid^, machte Sergeborf ju 
einer ärgeren SMebsßöijte, al§ e§ nod) je getoefen, unb überfiel 1409 StöEn; ba 
er e§ nid^t halten tonnte, Oerbrannte er c§. Tie fo übel getoonnenen Sierlanbe 
unb ben falben ©achfentoalb büßte ©rid) V. 1420 toieber ganj ein; Sergeborf, 
ba§ al§ iRaubneft fo übel berüchtigt toar, toie je früher, nabmen bie ©täbter 
mit ftürmenber ©etoalt unb brachen auch ba§ ©d)ioß ju ßubbetoörbc. 
2ll§ bie oberfä<hfifd)en Settern ju Söittenberg auSftarben (1422), mußte 
e§ ©rieb erleben, baß man über feine 3lnfprüd)e an Sanb unb $ur falt f)intoeg= 
gieng, unb bie »erjtoeifeltften Slnftrengungen, an bie er ben leisten Pfennig fetfte, 
halfen nid)t§ bem fjerrn, in beffen Sanbe ber Sanbfriebe fo feltfam gebanbbabt 
Würbe. 
Unbelebrt burd) ba§ frühere fud^ten Johann IV. unb befonber§ Stagnu§ 
(1507—43), ba an ©inlöfung ober fRüdfauf fo toenig ju benten toar, ju bem 
Serlorenen mit ©etoalt ju tommen, natürlich ohne ©rfolg. SBenn bie Herren 
fid) mit bem Si§tume bi§ um 1470 auf erträglichem ^uße gehalten hatten, fo 
toar e§ nun bod) fein SBunber, baß fie in 2But, Serjtoeiftung unb fRatlofigfeit fich 
auch bagegen toanbten. ©ab e§ nod) Hoffnung, baß man toieber ju Kräften 
fommen fönne, fo toar e§ auf bem äöege, ben bamal§ aEenthalben notleibenbc 
SBeltherren befdhritten, um ihren toanfenben Serhättniffen eine neue ©runblage 
unterschieben: burd) Serbefferung ber Kirche. 2tn beren ©ütern fich ä u 
holen — biefe leßte hoch faum je trügenbe Hoffnung — hier führte aud) biefe ju 
9ticf)t§. Stan griff ja nach ßräften ju. Slber ba Waren ju Piele Teilnehmer,
	        

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