Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

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Die fjcrjogc ron Zlieberfadjfeu. 
Sachen Alb recht (t 1260); er hatte juDor 3 ufidjern laffen, baff ihm bic 
©rafen Dort (Sdjtoerin für Sdjtoerin utib SBoiffenburg unb natürlich für bas 
toieber erlangte SBittenburg íef)n§tpf[id)tig feien. Sie früheren bezüglichen 23e= 
fitjungen fielen ihm jurüá, nadjbem bie Söelfen auf Sauenburg Ratten 35erjict)t 
leiften müffen unb ber (Sr^Bifcljof, ber einige Weitere Anfprüdje l)attc, befriebigt 
toar; bie ©raffchaft Natjeburg (Don ber faft nur noch ba§ Sanb Natjeburg übrig 
toar) 30 g er alé erlebigt an fid); ebcnfo fielen fpäter nad) bcm Abgänge ber 
Sannenberger beren redjtéelbifche SBefitjungen, ba§ nachmalige Amt Neuíjaué 
(f. S. 6 ), an bie fterjoge. S)ie herzoglichen Ned)te bem 33iétumc Natje= 
bürg gegenüber 3 U toaf)ren, bemühte er fid) eifrig, toäijrenb fid) nicht nur bie 
Neidjsftabt Sübed ber Selbftänbigteit freute, fonbern auch &ic ©rafen Don 
§olftein unb bie Stifter Sübed unb Sd)toerin fid) allmählid) 3 ttr Unmittelbar 
feit emporfcptoangen. ©in SCerfurf) 1252, bie brei Bistümer unter fid 31 t bringen, 
miélang. Uebrigené toar ber §etjog bem Natjeburger günftig unb fein fjör= 
bercr. 2)ie fdjtoachc Negcntfd)aft nad) feinem ¿obe toarb Dom SMétumc fofort 
benutjt, um gegen eine ©elbfnmmc bie Unabhängigteit, bie e§ bcfonberé für 
33oitin behauptete, beftätigen 3 U laffen; hoch ift bie Sache nie 3 U beiberfeitiger 
©enugthuung erlebigt toorben. 
Albred)t I. toar ber leijte tüirflicfje §ezog Don Sachfen. Seine Nachfolger 
hatten nur bie Sßürbe, aber noch Weniger alé er genügenbe Ntadjt. SSon feinen 
Söhnen, bie aíterbingé no<h eine $eit lang 3 ufammenhieften, giengen 2 Sinien 
aué; bie jüngere C2llbred)t II.) hatte £¡berfad)fen mit 323ittenber g unb behauptete 
fid) in ber ííurtoürbe; bie ältere (Johann), Dom fíaifer Sad)fen = Sauenburg, 
fonft allgemein bic nieberfädhfifchc genannt, hielt ftols auf bie 33 e 3 eid)= 
nung alé §er 3 oge Don Sad)fen, ©ngern unb Aßeftfalen; fie befafe jebod) aufjer 
halb be§ Siétumé eben nur noch Artlenburg, fabeln unb eine Ntengc An= 
fprüthe 1 ). §erDorragcnbe Ntänner, bie getourt hätten, biefc mit jEIjatfraft unb 
Stanbhaftigteit 3 U Derfolgen, erzeugte fid) baé ©efd)led)t nicht, 3¡n ©inem toaren 
feine Angehörigen im gan 3 en Ntittelalter gleich: in ber Unfähig! ei t, baé@ut 
3 ufammen 3 ufjalten. Nach <5d)toerin, nach Neinbed unb Neinfclb tarnen 
immer neue Stüde Sanbeé, bie Sübeder tauften mit bem größten f^lei^e an, 
toaé 3 u haben toar, unb fteté offen toar bic §anb beé 3Mftí)ofé. 25er Abel 
toucfjé feinen §erren über ben $opf. SSon 3¡ohanné I. Söhnen taufte er fid) 
etoige ¿Befreiung Don allen Saften unb Abgaben. Schlimm toar eé 3 U feiten 
in ¿Branbenburg unb Niedlenburg mit ber SBegelagerei, aber Diel fd)limmer 
fleté im Sauenburgifchen. gahlloé toaren bie §errenljäufer, bic man für Näuber 
höhlen hatten muffte, einige i)er' 3 oglid)c bie fdjlimmften. 2 )ie cin 3 ige 3 toed= 
mäßige ©ctbanlage toar Anlegung eineé Naubfchloffeé in guter Sage. Ntanchen 
¿Bctoeié Don 9Ni§ad)tung muffte fid) ber £>er 3 og gefallen laffen, alé einer, ber 
') Sie SlnbaltfcEien Srblanbe toaren an Beinrid), 9XlBxec£)t8 I. SSruber, gefallen, Bon bem 
bie Sinie ber Stsfanier ftammt, bie beute noä) blüht.
	        

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