Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

168 Stecfrtifcfafirt. Steinborft. 
Sclbenau, bie matt jctjt auch Steclntb nennt. Sa§ ©anjje ijcißt bie StedEnij}» 
fahrt. Sie Stabt lecjte fie an, ber §erpg leiftcte SSeibilfe. @S finb 14 Stau= 
unb 3 ßaftcnfcbleufen üotijanbcn (Dgl. Sßalmfcfyieufe). 33ei Slnlegung' be§ Sd)iff= 
grabenS toar e§ Sibfic^t, bcn Saljbepg Don ßüneburg für bie Oftfeclanbe, ber fonft 
über SSoitjenburg na<b 2ßt§mar gieng, nach Sübed p letten. SeSbalb malten bie 
SJtciitenburger ber Einlage bebeutenbe S^tnierigteitcn. 33 on Äobbe 2, 105—7. 
Sfeinfymrft, Kircbfp. Sanbesitcbert, 20 fm tu. cott Haneburg, an ber Sadjfengrenje. 
Sa^auS Slrc^ito 3, 386—416. Sappenberg baf. 1, 172 f. -¡Riffen im Sauenb. 
2lrc(jiü 1, 59—92. — Sie SSurg Steinborft Warb 1349 jerftört. Socb toar ber 
Sib toieber im Anfänge be§ 15. 3abtb- übel berüchtigt nnb Warb non ben §am= 
bürgern unb fwlftcinern befetjt, barauf, mit anberen 33efitpngen ber Stacbbar» 
fdjaft, bom §erpge ertoorben (1408). gfranj II. Der taufte biefeS Slrnt Stein» 
borft 1575 an §erpg Slbolf bon §olfiein (©ottorf), unb e§ blieb bolfteinifcb 
bi§ 1697, too e§ SJtagnuS bon SCßcbberiop, ber e§ 1691 teiltoeiS ertoorben batte, 
ganj an fi(b brachte. Sa§ ©ut galt nun unter ben SBebbertopen als reit^Sfrei; 
1738 tarn eS barüber p blutigem 3ufammcnfto§c jtoifd^en Sänen unb §annobe= 
ranern; fpannober ertoarb eS 1739 unb bereinigte eS toieber als Slmt mit Sauen» 
bürg. SaS fjerrfcbaftSbauS toarb SlmtSfitj. 
ift 1722 erbaut (Stifj im SJtufeum p SJtödn), ein fcijöneS, niefjt gar 
grofjeS §auS bon recfjteciigcm ©runbriffe. @S beftebt aus b°f) e bt JMcrgefdjoffe, 
£>aupt» unb §aIbgeftbofe. SJtanfarbenbacb- ©otool bie Slufjentreppe als befonberS 
bie innere, eine gehaltene Sreppe, p ber fidj bon ber ftattiieben Siele ber 3«= 
gang burdb jtoei 33ogen eröffnet, toäbrenb ber britte mitten jtüifc^en biefen, ber 
■fjauStüre gegenüber, nach bem ©arten binfübrt, finb reich unb prächtig an» 
gelegt. Sbarfame Stucfjier im 9tegence=Stil ift an ber Steppe, fbarfamere, 
mit ^gütlichem, in beiben Stuben p ben Seiten ber fpauSfiut, Welche auch ge» 
jicrte Äarnine haben. 3ü>ei friefifdEje Scbtänle bom 6nbe beS 17. 3abrf)- fteben 
auf ber £>auSbiele. kräftige Sürbrofile. 3m niebrigen Obctgcf (hoffe finb nur 
bie 33alfen profiliert. — SBcfcbrcibutig beS §aufeS unb ÜRitteilung ber ^itfcijrift 
über ber §auStüre f. bei Riffen 79. 
SaS §auS liegt febön, bom ©raben noch teilWeiS umgeben, im ©arten, ben 
toieber ein ©raben umgibt. Sem fmufe gegenüber liegt am §ofe, gegiert bon 
einem Sacbrciter, toie folchc bie meiften älteren Sotfjäufer haben, baS jetjige ®e= 
fängniS, aus fJfachWerl. 
' Safelbft eine ©lotfe 1788, 3 . ©. §autf<h. 
Stuf bem in ber Stäbe liegenben SGßirtfcbaft§b ofe fällt ber Scbafftad (um 
1870?) burdj bie febenStoerte Slbfcbculichieit beS SacheS auf, bagegen fi<h ber 
mebrftöÄige Speicher (18. 3ab^b-?) als ein ungewöhnlich bübfeber 33au borteil» 
baft auSjeicbnet. 
3m 33oben bei bem SlmtSbaufe haben fi<h bicle Spuren beS älteren 
Sd^IoffeS gefunben. @S gibt audb in ber Stäbe an mehreren Stellen SBäIle
	        

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