Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

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JTtöIln, Ktrd?e. 
legen, ntan fiep nodj bie ßeffnungen. Sie jefeige, üort fieigenbet Sonne gebet!!, 
liegt im jefeigen fübliäjen ©eitenfcfeiffe; fie gieng einft höbet hinauf als feeute. 
Sie 2lpfiS, oberhalb bet ©oblbänie aus jüngetet Seit, f)at lein ©efimS- 
Sie 3 großen genftet finb unfdhön fpifeöogig, fpätgotifd), mit getabem, an bet 
Snnenfante gefaftem ©etoänbe. SP ©etoölbe ift felbftänbig, einfach, üiertippig; 
bet tunbe ©dblufjftein liegt nidfjt am Slpfisbogen. Äeine ©tfeilbbogen. 
SaS ©übfifeiff ift ¿{entliefe rofe fpätgotifcfe; bocfe ¿ieren ben Oberteil bet 
©übfoanb etlidfie ÄreiS= unb anbete SSIenben. Set ©iebel letjnt ficfe an ben 
Surrn unb ben Sfeorgiebel, unb baS ©dfeiffbad) ift unfcfeön ptübetgejogcn. liebet 
bem im 18. Safetfe. üetbotbenen portale ©puren Don 3 SBIenben. Q’enftet jefet 
faft foie in bet 2lpfiS, Sinnenfanten getunbet; auch bie kanten bet nach innen 
gezogenen ©treben finb- getunbet. Socf) finb aud) außen ettoelcfee ©treben. ©c= 
toölbe feocfebufig über Stippen uub ©urten, beten profil ben SBirnftab jtüifdtjen 
je 2 äöulften jeigt. Sn & en Seien einfache ßonfoien (f. 2lbb. 96); tobe ßtag= 
fteine an ben Sangfeiten. Sie ©rbauungSjeit 1471 gibt ein 
Säufer an, bet in fdjönet bettieftet 2ftinuSfeIf(pift fagt 
mtttifm. 
9tacfe Often fcf)iie§t fiep, im fJJlauertoerf als (1497) naefegebaut 
beutlich ienntlicfe, bie Sauf! ap eile unb©a!riftei an. Stoei 
Säufer l^art übet einanbet neben bet Süre ¿eigen beibe tob ein= 
gefdbnitten bie 3afel mttttrtmj, übet bem r eine .öauSntarfe. 
Süt einfach runbbogig. Sn bet Dftloanb biefeS 3lnbaueS übet 
einanbet 2 bermauette fladbtunbbogige fünfter; in einem ift ein 
üßfoften etbaiten. Set Snnenraum ift niebtig, butd) eine 
(neuere?) SDtauer abgeteilt. Set 9taum über bet öftliifeen 
£>älfte füllte bieüeid^t als Sßüdjetjaal ober ähnliches bienen; 
bodenbet toütbe et eine ©mpore bilben; aber bet jefeige Zugang 
ift ganj ungenügenb. 2}ieUeid)t ift biefer Staum bet Steft einer Slnlage, bie 
batauf berechnet gemefen ift, ober gar fefeon auSgefüfert mat, baS ©übfdpff in 
gleichet §öfee nadh Often am ©feote fee^ufübren. ©dfeon maten feltfame Oeff= 
nungen nadh bem ©höre bin gebrodben, nemlich 2 halbe, oon einanbet abgefefettc 
Sfunbbogenfenftet. 
©in anberet fpätgotifdher 2 ln= unb ©inbau, bet üotbem, mit hohem ©iebei 
gefdhmüdft, bie ßitefee gierte (fo ¿eigt ifen ein älteres Siegel), unb ein gutes ©egen= 
gemidht gegen baS breite ©übfefeiff gab, ift bie SobSfapelle. ©ie ftredfte fidh 
noch meiter als jefet nach 9?otben bin- SP jefet öbet jjtaum bat bie ©emölbe 
berloten unb ift erniebtigt; bie 51orbmanb unb ¿- S. bie meftlidfee finb neuer 
(16. Safetfe.?), im ßreuj= unb Slocfoetbanb, fonft ift bet 33etbanb menbifdfe. 
Sie gotifdhen genfter finb üerfefemunben, bie neueren finb fticfebogig, mit geran= 
beten kanten. 2ln bet Sßefttoanb innen fiebt man aber nodh bie Unterteile bet 
einft großen genfter. 
9165. 96. ÄonfoXe in 
6er Sübtoeftecte.
	        

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