Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

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ITTSIin. 
feftfteben toirb (f. ©. 10 ; aud) bet alte Smufftein — f. u. — beutet fo gut 
tote gefcljriebene Uriunben auf biefe 3 e it; bgl. S 3 t 3 -=ii. ©. 7 2lnm. 2), in ihrer 
©tattlicbteit, burcb bie fie aEe anberen be§ 2anbe§ Bet toeitem übertrifft, für 
einen fdjon jtemlicB bebölfertcn unb bermögenben Oft gebaut ift. 2)ie ohne 
3toeifel febt alte, für Sübectl ftanbel tüid£)tige goEftatt ift 1220 ertoäbnt. 3m 
18. unb 14. 3abtb- ertoarb bie ©tabt bebeutenberen ©runbbefttj, baruntet ba§ 
©cblofj; 1359 aber toarb fie an Sübecf berpfänbet unb blieb famt ber Emgegcnb 
litbifcf) bi§ 1683 (f. ©. 18.23). 3Bot be§^alb gehörte fie 3 U ben beft unb fdjönft 
befeftigten biefer ©egenben. £)ie fütauern, Don benen bebeutenbe Seile erft bot 
Wenigen 3ab*en jerftört finb, toerben int tuefentlicben au§ ber 3cit nach 1391 
getoefen fein, too angeblich ein Sranb bie ©tabt bi§ auf 10 Käufer (unb bie 
ßircbe) begehrte unb auch dauern unb Sürrne 311 grunbe giengen. 3 m 3 ab re 
1409 befeftigte $erjog ©rieb IV-/ ber bie ©tabt mit ©etoalt befeijt batte, befom 
ber§ ben $ir<hbof; al§ er nachbet bie ©tabt jur Secfung be§ 9tücfjuge§ ber= 
brannte, blieb nur bie $ir<be mit ben umliegenben Raufern, angeblich fiinfen, 
erhalten- 2 luf bie tum Sübecf toieber aufgebaute ©tabt tonnte nun bie 3 ßfanb= 
befttjerin nicht nur ©roberung§= fonbern auch neue ©igentumSrechtc geltenb machen. 
3n einer ber tßrosefjfcbriften ber lebten $eit bor 1683 behaupten bie Sübecfer, 
bafj fie, in ben neuen ©elbfufj umgerechnet, für bie berbrannte Kirche nebft 
©locfen unb Orgel 50,000 Sbfr- (180,000 Eft.) au§gegeben hätten. Sßirflich finb 
Oon bem Sßorbanbenen ba§ ©übfehiff 1471, eine ©iocte 1468, ferner anbere 
©loden unb ba§ ©rucifij 1504, bie Saufe 1509 gefertigt. 
©iner SSurg in ober bei 9JtöEn toirb im Anfänge be§ 14. 3abvb- (1321, 
Dieg. 10) gebacht. Sod) toar biefer b^jogliche tSefitj in ber ©tabt nie Oon 
einiger SBebeutung; feit 1329 (üteg. 11) ift er berfdjoEen. Offenbar batte ihn bie 
©tabt ertoorben, bie bamal§ bie ftuficherung ertoirite, bafj leine (neue) S3urg in 
ober bei fütöEn mehr angelegt toerben foEe (b. Äobbe 2 , 52). 3 n 3 toifcben 9 a b 
e§ noch in ber ©tabt ben „§errenbof" ber ^erjoge, ber bon biefen ben 
Sübedern mit oerpfanbet toarb. ©inige meinen, ba§ ©djlofj habe im ©ee ge= 
legen ober auf ber fog. ©(haar im EEöEner gelbe. SSfll- ben Nachtrag. 
Sic *&t. Utflüiaiftircfji (bgl. ©adjauS airdjib 1, 440—447), bie fünfte 
unb toertboEftc unb an 2lu§ftattung reichfte be§ $erjogtum§, ift in einem bem 
©pätromanifchen noch feh* naben llebergang§ftil erbaut. 3 b*e Einlage, fchon 
mit Surm über bem Sßeftjoche — ber jetjige ift ettoa§ jünger, hoch nicht jünger 
al§ bom ©nbc be§ 13. ¿fabt^- — gehört getoi§ noch in ba§ 12. 3'ab*b.; fie 
ftimmt nabe, 3 . S. fabelhaft genau mit ben Kirchen 3 U ©utin unb 2lltenirempe 
überein, bleibt bagegen im ©runbrifj noch ftart surüd hinter ben bem Anfänge 
be§ 13. 3ab*b- gebörenben Äirchen auf gebmarn, 3 U benen in ©inselbeiten siem= 
lieh ftarte SSertoanbtfchaft beftebt, fotoie hinter ben §aEenfir<hen 3 U töreitenfelbe 
unb SSüchcn. ©otifd), burcb Um= unb Slnbau, ift ber Oberbau ber 2lpfi§, ba§ 
füblidje ©eitenfdjiff (1471), beffen öftliche gortfeiung (1497) unb bie nörblich 
angefügte gobftfapeEe.
	        

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