Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

£et)ften. £inau. 
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Kirdjfp. (Subom, ;6 fm f. ron mötln, im £anbc Haneburg. 
* 2)ie alte ®ap eile, an ber ßanbftrafje nach Sallubn bin gelegen, toar 1614 
im Serfall; 1683 toar fie berfd)tbunbcn. 
Xiitau, Kitrfjfp- Sanbesnebett, \n fm n>. ton JTtöiln , im £anbe Haneburg an ber 
Sadifcngrenje. 
* $n einem fRegifter bon 1335 toirb, tote auch fcbon 1320 ( 6 . 13), neben 
ben anberen Äirdjen auch eine ju ßinau aufgefübrt. ©ie batte atlerbingS nur 
Heine ©infünfte, fobiel als ©djmilau. $n gieie^em Dtange toar nod) ßaffabn. 
3fnx Anfänge beS 13. 3 fl b r b- tourben an ber ©acbfengrenje etliche Äircben er* 
richtet, netnlicb ©cbönborn im Söagriftbcn unb ©anbeSneben (1314) im 9ia|e* 
burgifdjen, im ßircbfpiel Suffe. (Sine toirflicbe fiircbfpielSfirdje ift bie ju ßinau 
tnol nie getüefen; ibr £>afein bteng bon bent ber Surg ab, unb nach beren 
3 erftiJrung ift and) bon ibr nidjt mehr bie Diebe. 
Burg. ©. oben ©. 18. ©a<bau§ 5lrd)ib 3, 387 ff. Cappenberg baf. 140. 
147 ff. 159—61. SDübrfen, in beffen Stanecfe 366. ß. Dlrdjib 1, 63 ff. $ianbelinann, 
fdjl.=b- bift- 3tfcbr.1 88 1 (1°) 22. — Sadb bem ßanbfricben bon SDu^oto 1291 toarb 
baS fcfte Schloff ßinau abgebrochen. Ttaä) DllbrecbtS II. $obe toarb es toieber 
aufgebaut unb toar als ©i| ber gefürchteten ©djarfenberge berrufen. ©erbarb II. 
bon §olftein befcbofj eS 1312 ohne ©rfolg mit SBIiben; 1324 erbaute man ba= 
gegen eine Surg auf bolfteinifibem ©ebiete ju 2/rittau. 1345 tauften eS bie 
¿erjoge; nadbbem ficb aber bann bie ©dfarfenberge toieber in Sefib gefegt batten, 
toarb baS Dtaubneft 1349 nad) b^fttgem SBiberftanbe genommen unb jerftört. 
2)ie breitoöcbige Selagerung leiteten bie dürften felbft unb 1500 ßübecfer nahmen 
teil, bie Hamburger fteUten ©efcbütj. 
2)aS ©dblofe, bon bem nod) Dtefte Oorbanben finb, lag in einer Sieberung, 
bie jetst bicbt mit Säumen beftanben ift. 3« einer ßinie reiben fi<b 3 länglich* 
runbe grabenumgebene ipiabe aneinanber, jeber bon ettoa 100 m Umfang binnen 
ben ©räben. 2)er mittelfte jcigt einen $rümmer--§ügel bon 3—4 m fjöbe. 3in 
ihm haben fid) aKerbanb ©cgenftänbe gefunben, als ein ©d)tx»ert, eine ßanjen* 
fpitje, eine Stauerfelle, biele Sacffteine, aud) £)ad) 3 iegel. ©rbalten ift, 3 m bodj, 
bie |>alfte eines runbcn üurtneS bon 4 m lichtem 3jurcf)meffer, Stauerft arte 
3 m. 2)aS Stauertoerf ift ©ranit, bie Stöcfc in ©cbidjten. ©S erinnert an bie 
fjerfteüungSart beS UebergangSftilS. 
Sud) in ber Sähe finb SefeftigungSrefte, fo ju ßobcrg, unb bei 
©irfSfclbe ber ©irfSfelber 2BaU. Sei biefem finb, burd) ben SiUbrucb 
fübrenb, Dtefte eines ßnüppelbammeS beobachtet toorben, bie nach einer Sefeftigung 
3iegenborft leiten unb toelcbe man tool für einen Seft beS ©adjfentoalleS hält 
ober für biefem gegenüberliegcnbe toenbifcbe ©djanjen. ©. ausführlich bonSube 
42 ff., ferner ß. 9lr<hib 1, 103 unb unten „©adbfengtenje".
	        

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