Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

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Sauenburg, * Sdjlog. 
toerben foUte, mit anfebnlicben geftungStoerlen umgeben, einen 6cbcutenb 
größten 9taum eiunebmenb, al§ bie gegentnäxtige 29obenbefcf)nffen£)eit bietet, unb 
burd) eine ßugbrütfe öetbunben mit bem ebenfalls befeftigten gürftengarten. 
2)a§ ©chlofj bol einen Dor bem hoben runben SLurm lang be^iebenben £>aupt= 
bau mit hoben §ofax!aben (toie ber 1699 gebaute Flügel be§ ©chloffe§ ©ottorf); 
¿tuet fjlilgel geben nach Dorn hinaus (Don benen ift einet bet je|t Dorbanbene), 
unb an ihren ©üben finb ihnen Guerbauten borgelegt, hinter bem iinten jiebt 
ein anbercr Flügel rücitoärtS p ben älteren, öorn alten Schlöffe noch erhaltenen 
SSaulitbfeiten mit bem grofjen Surrne. 3)ie jüngeren Sauten finb gepult, bie 
älteren IRobbau. 
Diefer Sßlan iam nicht jur Slusfübrung; botf) toar feine Sßcrtoirflic^ung 
toenigfienS begonnen toorben. Son §öDelen ©. 18 fagt (1667): „§ier ift ein 
febr fcböner luftiger ©arte, toegen ber örtlichen s ilu§fici)t über ber (Slbe, 2ünä= 
bürg ju, fein angelegt", fffür biefen toaren, nach bem Silbe, bie prädjtigften 5ln= 
lagen Oorgefeben. £)iefe Arbeiten müffen um 1656 ftattgefunben haben 1 ). 3>n biefem 
3abre liefe ber neue §erpg Julius Heinrich im ©arten ein „anfebnlicheS SuftbauS" 
auffübren, Don bem ein Slbrife, profil unb ©runbrifj, Don SrcbcfotD unb 2öinter= 
ftein, 1656 Deröffenttidjt ift. 3luf unfer ^ia^X'^unbert (f. Slanecfe 77) „ift ba= 
Don Nichts, Don ber fcbönen ©rotte mit ©pingtoaffern aber, bie (ich barin be= 
funben, nur baSjenige ©emäuer gefommen, tDeldjeS baS ©cbnecfenbauS genannt 
toirb". ÜBit iönnen leiber nicht feftfteEen, in toie ferne bie 9iefte, toelcbe noch 
Dorbanben finb 2 ), unb ber Srebelomfche IRife mit bem übereinftimmen, toaS baS 
Silb bietet. SefetereS finbet man nachgebilbet in ben Stufeen ju Stölln unb 
Sauenburg unb bei Stanecfe=2)übrffen 3 ). 3)ic alten Einlagen ju ©chlacEcntoertb 
(f. ©. 28) geben eine Slnfdjauung Don ©ärten ähnlicher, nur bebeittenb alter= 
tümlicherer ©rfdjeinung, toie bie beS gmrftengartenS, unb bie ju ©chlacfentDertb 
toerben bem ©nttoerfer ber ©iijje als Sorbilb gebient haben. 2lnfid)tcrt baDon 
finb im gfriefefcben Stufeum ju Sauenburg 4 ). 
x ) $ie& betätigt SDBalcfe, bet jagt, bai ©djlofi fei ettoa 1656 erbaut, ber ©arten 1656—59 
angelegt, bann aber bertauft toorben. 1656 tourben aud) ©dritte getljan, bie 1609 begrünbete, 
nachher berlornntene 271 ünjftätte ju Sauenburg toieber einjurief)tert unb in guten betrieb ju 
bringen. @i toarb auch baraui nichti Stecfjtei, unb bie Düinje tarn halb nach 'Jtatjeburg, too fie 
nicht lange beflanben hat. ©. 3Jtar ©chmibt, $ai S. 2Jlünätoefen, S. 9lrd). 2, 2, 37—74. 
a ) Ttod) heute ijl, nach 2 Jlitt. bei Sßoflmeifieri Briefe, „in ber Stittc bei ©arteni ein 2 eil 
bei'unteren ©etoölbei oom ©djnecienbauje" erhalten. 
3 ) ©ehr ausführlich beljanbelt unb bargejlettt bon SEÖalcte, nach bem bai Silb bon 1689 
flammt unb bai ©d)lo§ im bamaligen 3uftanbe unb fo barfteüt, toie ei „1656 gebaut" fei. ©r 
gibt an, bah ei 1716 unb 1725 abgebrochen worben fei. Slber Uffenbadj 1709 fah fchon nicht er* 
heblich mehr, ali heut borhanben ift. 
*) 2 )ieh 'JJiufeum ifl bon ^oftmeifter ff riefe mit großem ©ifer unb mit bem ©treben nach 
mbgüdhfler SoUftänbigteit angelegt toorben. 2 Jtan finbet bafelbft fo biele 9lnfid)ten bon ©djlofj 
unb ©tabt unb ©injelheiten babon, ali irgenb ^ufammenjubringen waren, neben einer Stenge 
bon für bie ©ammtung felbfl geeigneten ©tüden. Ueber Sdjlacfenwerth f. Sauenb. 3tr<h-1, 175 ff. 
Sgl. baf. 392 ff.
	        

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