Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg (4,1)

£auenburg, * Scf/Io§. 
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3fol)anne§. Der Durat ift 1725 renobiert; fpäteften§ baffer ftammt feine f?er= 
ttcfjtung jum ©efängniffe. 
©locfen. 1) Durdjmeffer 0 83 nt nur mit ©cfjnurabbrücfen. 2 ) 1438 
Durchmeffer 0 76 nnnu irrrmt nttmrmmt iure nn her fort 
3im Jueitern Verlaufe be§ 15. ^ahrlj. unb im 16. möchte nic^t mehr biel 
an ba§ ©djlofj getuanbt tuorben fein. Da§ unten 311 befbrecfjenbe Oelbilb fdjeint 
un§ einige ©ebäulidjfeiten be§feI 6 en §u jeigen mit 2 lu§nahme be§ f?auptbaue§, ber 
bor ben anberen (nach ber @lbe hin) lag unb bie gimmer be§ fjiirften unb ber 
ffürftin enthielt. 2 ln biefen toirb bie $ i r d) e angeftofjen l^aben. @§ gab jtnar 
offne 3toeifel im Eltittelatter eine ©dflofjfabeEe, nachher aber, ba ja feine 
£>errfd)aft £)ier toolfntc, tnar fie eingegangen. 9ll§ bie -fperjogin Sßittoe, 
ffranjenS II. EJtutter, hierher jog (©. 22), füllte ifjr eine ßirdfe erbaut tuerben. 
3inbe§ ftarb fie barüber, unb eine SBemerfung im ßirdjenbefidjtigung§berid)te 
bon 1614 (ßauenb. Ülrdf. 2, 2, 106—111) gibt al§ Efnlafj jur Stiftung ber 
$irdfe bie glücfliche £>eimfeffr be§ §erjog§ au§ bem Dürfenfriege bon 1594 an. 
©o habe er 1595 „eine fdjöne ©chlofjfirdfe auffnt g. ©dfloffe Satoenburgf" 
bauen unb 1596 eintuciffen taffen. Eigentum ber ©dflofjfirdie toar 1614 ein 
fieldf mit tßatene, 2 EReffinglcudfter, jinnerne§ Daufbecfen unb Slftarfanne, 
Efltartüdfer, eine 2 llba unb 2 ßafetn (rot unb fchtoarj), u. a. m. bon ©tieferei; 
ein fd^öner ülitar, eine ijerrtic^c Orgel unb fdfön gegierte Daufe. 
¿liefe Äirdfe brannte 1616 ab, entjünbet burd) ba§ nicht orbentlidf gelöfcffte 
ßolftenfeuer, an bem fidf Orgelfbieler unb Orgeltreter ju toarmen pflegten- 33om 
©dfloffe berbrannte ber befte gtüget „nadf ber @lbe toertt§" mit aEer 2tu§= 
ftattung ber ffettfdhaftlidfen ©emädjer bi§ auf ben ©runb. Doch blieb in ben 
Hinteren teilen be§ ©d^IoffeS fo biel fteffen, baff ber $erjog bi§ ju feinem Dobe 
(1619) notbürftige Unterfunft l^aben fonnte, unb fo audf bie ^erjogin bi3 1626, 
tuo fie ftarb. S5i§ baffin toarb nodf ©chtofjgotte§bienft gehalten. 1619 hielt ber 
$crjog Efuguft feine 33erf)anblungen mit bem Notare „auf ber grofjen (Sffftuben". 
Doch nahm nunntefjr feine §errfdfaft meijr ffier if)re EBoffnung, unb toenn, tnie 
1657, 1658 unb 1665, ber^erjog ffier toar, tooffnte er auf bem (@lb=)3°Ehaufe 
(©taat§ardfib 19. 97. 98). @r hatte ba 1 ) Unterfunft mit ettidfen Sfßferben, 
Dienern unb Seuten, bie Hofhaltung aber toar auf bem ©dftoffe. Dafelbft toar 
1658 bie ©dflofj= unb Hau§=Efteifteret) „nodf nid^t eingerichtet", ba§ ©dflofj „nodf 
nicht gebaut"; toenig fütittel toaren borhanben; aucff bie ©täEe tnaren „nodf 
nidht" fertig. Dafj ba§ ©dflof} im 30jährigen Kriege jerftört fei, ift ohne 
3toeifel irrig (fo EJtanecfe 82. Uffenbacf)); richtig aber Uffenbadf§ Mitteilung, 
baff („au§ ben Drümmern") ein fflügel, ber heut noch al§ 3lmt§ffau§ fteht, im 
17. 3“^h- ueu ift erridjtet tuorben. Diefer fflügel ift ohne ^^eifel ein Deil 
be§ 5teubaue§, ben man für ba§ ©ange blaute. Denn eine größere Detffi))e 
au§ bem 17. 3ah*hv bie im 2lmt§haufe hangt, jeigt ba§ ©chlofe fo, tuie e§ 
7 ) ®aä dlbjottbauä ift im Anfänge btefe« 3fai)ti)unbextS neu gebaut worben.
	        

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