Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 3)

Wörterbuch. Würfelkapitäl—zwistig. 
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Würfelkapitäl S80 s. Kapital. Abb. 1148. 1543. 
Wurm, Lindwurm (s. d.) Abb. 929. 1305. 
Wurth, W urt, Platz eines Hauses mit den dar 
auf stehenden Gebäuden. 
xenodoehium 2, 52 (Hospital), Armenhaus, Gast 
haus. 
Zachäus S 139. 
Zacken an einem Kelchfuss zwischen den Buchten 
des Passes in den Ecken s. Abb. 16. 1431. 
— -bogen s. gezackt. Abb. 131. 980. — 
-kämm, ähnlich dem gotischen Blumen 
kamm, s. d., nur dass die Blumen nicht aus 
gebildet sind; vgl. Abb. zu 554. Abb. 744. 
kranz, -streifen 205, 8. 243,16, beliebtes 
spätgotisches Ornament, das oft in der Zeich 
nung eines Blumenkammes, nach unten ge 
richtet, das lange Feld einer Glocke oben ab- 
schliesst. — -krönung s. v. a. -kämm. 
Zahnschnitt, eine Verzierung, die in reihenweise 
nebeneinander liegenden, meist unter eine 
grössere Platte gestellten Hervorragungen 
(Zähnen) besteht. S. Abb. 422. 623. 1401. 
Zahnschnittarchivolte , Archivolte, welche mit 
Zahnschnitt geziert ist 181, 15. 
Zaleukus, Gesetzgeber von Locri in Unteritalien 
241, 22. 
Zarge 555,1, Wange, Seitenbrett. 
Zehneckfuss eines Kelches 2, 108, 3. 
Zeichenöfterss. v.a. Meisterzeichen, Gusszeichen. 
Zeltdach , pyramidenförmiges Dach, Helm , so 
Abb. 63. 64. 108. 451. 469. Ein halbes 
pflegt sich auf Polygonchören zu befinden, 
Abb. 1041. — -gewölbe nennt man auch 
wol die vielteiligen Gewölbe, wenn sie kuppel 
artig ansteigen. Vgl. 2,391, 18. 
Zeughaus S 130. 
Ziegelbau S 56. 59. 66. —- -brand 421,13 
das Ziegelbrennen. — -heim, Turmhelm aus 
Ziegeln 3,42. 101,21.2,239, 36. 2,315,23. — 
-verband s. Verband. — -Überkragung 
S 74: eine Oeffnung ist durch Ziegelüberkra 
gung abgedeckt, wenn sie durch Ziegellagen 
gedeckt ist, von denen immer eine über die 
andere vorkragt. — -würfelkapitäl s. 
Kapitäl. 
Ziehbrunnen Abb. 1369 f. 
Zierarme s. Schmuckarme; öfters sind sie als 
Ranken gebildet (Zierranken 2, 100, 35). — 
-rippen s. Rippen. — -Schild 107, 22 s. 
Cartusche — - verband S 69 s. Verband. 
Zingel = Zwinger 123, 1. 
Zinken 2, 115,23 s. v. a. Dachzinken. 
Zinnleuchter S 113. — -kelche S 113. — 
-kannen S 116. 
zopfig nennen wir die von den Stilregeln sich 
befreienden, obwol noch auf ihrem Boden 
stehenden Abartungen mehrerer Stile, in denen 
in der Regel eine phantastische Neigung zu 
Tage tritt. So besonders viele Schöpfungen 
aus der spätesten Barock- oder Roccocozeit 
und derjenigen des Classicismus, bis zu Ende 
des 18. Jahrh.; ebenso aber auch die Leistungen 
der spätesten Gotik (gotischer Zopf), in denen 
das Ästwerk (s. d.) an Stelle der alten Mass- 
werkformen tritt. Vgl. verzopft. Die Zeit des 
Zopfes, die Zopfzeit, der Zopfstil an sich ist 
indes, wo man keine genaueren Stilbezeich 
nungen anwendet oder gebrauchen kann, weil 
es an den die Stile selbst kennzeichnenden 
Schmuckformen zu sehr fehlt, die Zeit und 
der Stil des 18. Jahrh., besonders der 60er und 
70er Jahre. Ebenso »zopfig« ; so 2, 657, 2. 
Frühbarocker Zopf 2, 70, 9. 410, 41. — 
-fassade 3, 37. haube 383, 21. 2, 70, 
30. — -wulst s. Tauwulst, Stab. 
Zuberform einer Taufe Abb. 776. — -henkel 
2,491,40. 
Zugbrücke S 135. 
zugeschärfter Stab, Wulst Abb. 182; zuge 
schärfter Wulst als Rippenprofil S 78; auch 
als Kämpferprofil 2, 586, 3 ; als Wirtelprofil 
320, 3. — Zuschärfung an den Kanten 
eines Gewölbes 316, 20 s. Grate. 
Zunftbecher S 131. — -becher, -Schilde 
S 117. 
zurückgesetzter Giebel s. Giebel. 
zweischiffige Hallen (s. Halle) S 60. — Kirchen 
S 60. stockig s. Geschoss. 
Zwergharnisch 2, 216,10 dient zur Rüstung eines 
Zwerges. 
Zwickel die bei einem in viereckigen Rahmen 
gefassten Bogen leerbleibenden dreieckigen 
Eckstücke mit einer krummen Seite; und so 
auch andere Keilstückchen und Füllungen 
85,9, vgl. Abb. 118. 1328. 94,18 Zwickel 
des Vierpasses: dessen Nasen. Zwickelfiguren 
s. Abb. 999. 
Zwillingsturm, Zwilling S62. 4,1. Abb. 1301 : 
Turm mit doppeltem Oberbau oder Helm auf 
gemeinsamem Unterbau. 
Zwinger 548, 8 ein mauerumschlossener Raum 
vor dem Tore, oder am Fusse der Hauptmauer 
zwischen dieser und dem Graben. Vgl. Zingel. 
Zwischengesims = Gurtgesims. — -haus 2, 58, 
25 der überbaute Zwischenraum zwischen 
den Türmen einer doppeltürmigen Kirche. — 
- lisene Lisene (s. d.), die weder Rand- noch 
Winkellisene ist 413,36. Abb.618.—• -pfei- 
ler,-stützen in einer Kirche vom gebundenen 
romanischen Grundrisse (mit Doppeljochen) : 
die mit den Hauptpfeilern abwechselnden, 
nur die Arkaden und die Nebenschiffgewölbe 
tragenden Pfeiler. — -rippen 214, 37 die 
Längs-oder Querrippen; Abb. 1196 f. ImGrdr. 
Abb. 313 sind die Längsrippen ausgelassen! 
streben: Strebepfeiler, welche zwischen 
den regelmässigen (zwischen je zwei Jochen 
angebrachten), also in den Jochmitten, zur wei 
teren Verstärkung der Wand angesetzt sind. 
zwistig: zwiegeteilt 536, 17. 
Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. 
15
	        

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