Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 3)

Wörterbuch. Ständer'—stramm. 
215 
werk: die Stiele oder Pfosten; auch frei 
stehende (Abb. 1418). 
Standleuchter (S 109 ff.), stehender, zum Auf 
setzen auf den Altar geeigneter Leuchter. 
Stangenkette, Kette, deren Glieder Stangen 
sind (s. Abb. zu 502); an den Knieen sitzen 
gewöhnlich Kugeln. 
Stapelhaus, Kaufhaus, Speicher 2, 319, 12. 
Stapelholmer Kanzeln S95. 
Stapfsteine 61, 31, Steine, welche einzeln gelegt 
in Sumpf oder Wasser ein erträgliches Hin 
überschreiten ermöglichen. 
Stationen s. Oelberg. Passion S 140. 
Stationskirche s. 2,154,33. 
Statue s. Standbild. 
Staven 2, 166, 37, unbekannter Bedeutung. 
stechen. Ein Bogen sticht, wenn er im Scheitel 
gespitzt ist (Spitzbogen). 
Stechhelm, ein Helm, wie er beim Turnier ge 
tragen wird 2, 367, 2. 
Steigender Rundbogenfries in Abb. 860. 
Steigtonne , steigende Tonne, deckt sehr oft 
die Treppen. Die Abdeckung mit einzelnen, 
sich also selbst treppenartig über einander 
setzenden Bogen ist im Ganzen die jüngere 
Art. 
Steine, merkwürdige S 80. 
Steinarbeiten S67, mit Holz S121, mit Erz 
S 128. — -arten S 67. — -bauten S 
65 k — -epitaphe S 126/8. — -gut, 
-zeug, s. Fayence. — -periode 60,12, 
der älteste Zeitraum der sog. vorgeschicht 
lichen Zeit, in dem man sich, vor den me 
tallenen, der steinernen Werkzeuge bediente. 
— -platten als Dachdeckung, s. d. — 
-särge S 126 f. — -Setzung S 121. 
Stelzen s. gestelzt. 
Stempelhammer S131, ein zum Zeichnen des 
gefällten Holzes dienender Hammer. 
Sterne am Gewölbe S 79. 
Sterngewölbe S 78 nennen wir nur ein solches 
Gewölbe, welches in seinen Rippen Stern 
form bildet (Abb. 795. 1069. 1584). 
Stichbogen, wie in Abb. 740. Im Ganzen hier 
unbeliebt, doch zur Ueberdeckung von Blen 
den , bes. im Innern unter den Chorfenstern 
und als Entlastungsbogen über Türen (s. 
Abb. 1494b), sehr häufig. — -fries, ein 
Fries aus Stichbogen (s. Fries). 
Stichkappe: Gewölbekappe, welche in ein 
Tonnengewölbe hineinschneidet; ein Gewölbe 
mit solchen Kappen: Stichkappengewölbe 
3°7. 3 1 - 
Stickerei S 122. 
Stiegenturm : Turm, der eine Wendeltreppe 
enthält. 
Stiel eines Taufsteins, Kelches, Leuchters, der 
aufsteigende Teil zwischen Fuss und Ober 
teil, auch Ständer genannt. 
Stifte, geistl., zerfallen in Erzstifte, Dom 
stifte, d. i. erzbischöfliches, bischöfliches 
Kapitel an der Domkirche und eigentliche 
Stifte, Collegiatstifte (s. d.), deren Kirche 
Stiftskirche heisst; es sind hier Haders 
leben und Eutin, Bordesholm und Segeberg, 
Stiftschor 354,40 ist der dem Kapitel 
vorbehaltene Teil der Kirche, vgl. Chor. 
Die Klöster zu Preetz, Itzehoe, Uetersen und 
Schleswig sind nach der Reformation zu 
weltlichen, fast ausschliesslich adiichen Stif 
ten geworden. 
Stifterfiguren S 161. 
Stiftsamt Ripen, das aus den Gütern des Ripi- 
schen Domkapitels gebildete Amt. 
Stigmatisierung 2, 435, 43, die körperliche Kenn 
zeichnung, z. B. des hl. Franziskus, mit den 
Wundenmalen Christi. 
Stil- und Kunstzeiten und Richtungen. Wir 
unterscheiden: a) vorhist orisch: i)Stein-, 
Erz-, Eisenzeit, oder Steingräber-, Hügel 
gräber- , Urnengräber-, Reihengräber - Zeit. 
2) wendische Zeit, b) Mittelalter: roma 
nischen Stil bis in die 2. Hälfte des 12. Jahrh., 
Uebergangsstil um 1220, gotischen Stil nach 
1227 bis ins 2. Viertel des 16. Jahrh. 
c) Stile derNeuzeit: Renaissance bis um 
1625 , Barock bis um 1675 > Spätbarock 
(Distelwerk, Blumenwerk, Louis XIV.) bis 
um 1715, Régence um 1725, Roccoco um 
1750, Classicismus seit dem letzten Drittel 
des 18. Jahrh. bis tief ins 19. Jahrh.; Em 
pire um 1810, Biedermaierzeit im 19. Jahrh. 
Als Abart mehrerer Stile : Zopf. Auffüh 
rung der Kirchen nach ihren Stilen S 54—58. 
Stilwandlungen = -Übergänge S 58. 
Stilleben, malerische Darstellung von zusammen 
gestellten leblosen Gegenständen aus dem 
Gebiete des gemeinen Lebens 2, 492, 40. 
525 , 5 - 
Stirn, die Vorderseite, so eines Steines, bei 
vermauerten Quadern die sichtbar bleibende 
Seite, auch bei einem Gebäude die Vorder 
seite (Stirnseite, daher Vorderbau: -bau 
2, 337, 28) im Gegensatz zu Hinter- und 
Nebenseiten. Bei einem Baldachin 555, 4, 
wie auf Abb. zu 524 das etwa von der Vor 
biegung (vgl. hohle Schwingung) getragene, 
aufrecht stehende Brett oder die sonstige 
Verzierung, welche den Abschluss nicht ein 
fach als Kante erscheinen lässt. 
Stirnen eines Sarkophags 527, 10 die kurzen 
Seiten. — eines Kirchen-Schiffes, die das 
selbe abschliessende senkrechte Wand ; des 
Querschiffes 354,28: die Nord- und die 
Südseite desselben. 
Stoff are 521, 10, staffieren s. d. 
Stoffe für Bauten und Ausstattung S 65 ff. 
Stossfiächen, die Nebenseiten einer Quader, mit 
welchen diese, vermauert, an die Nachbar 
steine derselben Schicht stossend, die Stoss- 
fugen bildet. 
Strahlenkranz, auch »Glorie«. Abb. 1320.1522. 
stramm eiförmig ist eine Kelchkuppe (wie in 
Abb. 953, verglichen mit Abb. zu 2, 112), wenn
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.