Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 3)

W örterbuch. Kelchinschriften—Chorherren. 
197 
Gereon zu Köln). 112 (Johannes Fabri, der 
Stifter, d. h. der Vicarie oder der Messe). 
H5(?). 205.213. 231 (Stephanus Knuti, Rector 
in Tatingen). 277. 310, 1 (Frau Eibe Se- 
steden). 382. 498. 
2, 24, I (Anders, der hat diesen Kelch gegeben 
zum Andenken , ‘in minne’ ? ?). 59, 2. 79 
(Diesen Kelch lieferte hierher Herr Dietrich, 
der einst Propst dieser Kirche gewesen war). 
94,2. 109, 1. 114, 1. 121, 1 (Herr Detmer 
van Parcliew und Frau [ver für vor, oder 
für her = Herr ?] Windelborg, die geben 
diesen Kelch, dass man ihrer gedenke). 
121, 2. 183, 1 (Diesen Kelch samt dem Altar 
besorgten Herr Hinrich Blomenberg, Rector, 
Marquard Stoltenberg, Henneker Junge, 
Kirchengeschworene, aus den Almosen [ele- 
mosinis] zur Ehre des Leichnams Christi). 
252. 327, 2. 386, 2. 453 (Herr Jakob, Vikar 
in der grösseren Kirche und der des hl. 
Jakobus zu Hamburg, stiftete in seinem 81. 
Lebensjahre diesen Kelch der Kirche in 
Brockdorf, welchem Orte er entstammt). 
462, 1 (?). 502 (gefertigt von den Beiträgen 
der Kalandsvicare). 598. 605. 654. 665 (Iwer 
Dieterichsen). 
VI. Stifterwunsch. 
Meist: Betet für ihn (sie). 
115. 277. 382. 
2, 24,2 (Bittet Gott für die, welche dazu gegeben 
haben im Jahre 1506). 109, I (Bittet Gott 
für Hinrich Harvest und seiner verstorbenen 
Leute Seelen, und ... die Handreichung 
haben zu diesem Kelche [gethan]?). 114, 1. 
121, 2. 453. 598 (für dieses Liebeswerk möge 
seine Seele zur ewigen Ehre bewahrt werden). 
D. Unter dem Fusse mitunter die Angabe des 
Gewichtes , öfters von späterer Hand. 
88 (34 Lot). 452 (54 Lot). 500, I (47 Lot). 
2, 109, 1 (31 Lot 1 Quint). 263 (33 Lot 
1 Quint). 
Cella 2, 506, Klause (s. d.), kleines Kloster. 
Kellersteig 1, Kellereingang von der Strasse. 
Kelter, Christus in der K., symbolisches Relief, 
273.3 1 - 
Kenotaph , leeres Grab, Grabmal für einen 
anderswo Begrabenen. 
Centralbauten S 59. 
Kerbschnittornament stellt regelmässige, daher 
oft gotisierende, geometrische Figuren und 
Linien dar, die in eine Fläche eingeschnitten 
eingekerbt — werden und wird besonders 
auf den friesischen Inseln noch geübt. 417, 
38. N. 8. 
Kerbvt 366 s. v. a. Kerspel, Kirchspiel (eig. 
Kirchgespräch), nemlich Bereich der Kirche, 
Kirchaufgebot. — Kerksvaren, Kerkschwaren, 
die (gewöhnlich 4) Kirchgeschworenen, aus 
der Gemeinde gewählt; diejenigen, denen die 
Unterhaltung des Gebäudes und die damit zu 
sammenhangenden Geschäfte obliegen, heissen 
bowmester, Baumeister. — Kerkvogheden 20 
wol s. v. a. -svaren. Der Kirchendiener, 
der die Reinigung und andre niedere Dienste 
in der Kirche hat, heisst heute vieler Orte 
Kirchenvogt. 
Kerzenstall, Aufstellungsplatz für Kerzen S 10S. 
433, 44- 
Kessel 2,327,30, als Teil der Ausstattung einer 
Kirche (?) oder des Klosters erwähnt. 
Charitas, die Liebe (s. Haupttugenden). Ab 
gebildet als weibliche Gestalt mit Kindern, 
Abb. zu 2, 308. In der Darstellung der 
Haupttugenden fehlt sie in manchen Gegenden 
sehr oft ganz, man sieht dann nur Glauben 
und Hoffnung; hierin spricht sich der Gegen 
satz des herrschenden lutherischen Orthodoxis 
mus gegen andere Richtungen, besonders den 
Pietismus, aus vgl. 120, 3 ff. 
Cherub 2594, 44, Engel mit 4 Flügeln. 
Chor (der oder das) S61. 59: der Teil der 
Kirche, der für die geistlichen Handlungen 
bestimmt ist und den Hauptaltar enthält. Er 
liegt in der Regel höher als das Schiff (daher 
der Name hoher Chor), ln Capellen kann 
er fehlen, in Kirchen soll ihn schon der 
Grundriss aussprechen; doch finden wir 
Kirchen ohne Chor im Anfänge des 13. Jahrh. 
(S 59) und häufig nach der Reformation. Im 
Volksmunde bedeutet hier Chor s. v. a. 
Bühne, Emporkirche (s. Professorenchor 
550, 14). In romanischen Kirchen nennt man 
Chor den Teil zwischen Apsis und Schiff 
(Chorviereck, Chorquadrat); im weiteren 
Sinne umfasst er die Apsis mit. Im Dome 
zu Schleswig ist vor dem hohen Chor der 
Pfarrchor. Klosterkirchen ohne Gemeinde 
heissen öfters selbst »Chor« 2,372,6; in 
Stiftskirchen ist Chor der von Schranken um 
schlossene erhöhte, bisweilen weit in die 
Kirche hereinreichende Raum (so 2,375,5). 
Chor ist auch s. v. a. Kapelle 2, 284, 14. 
Chorbalken S 100 s. Abb. 70. 308. 350; auf ihm 
steht die Triumphkreuzgruppe. — -bogen 
S 76 s. Bogen. lcämpfer S 76. — - - n i - 
schen S 76. — --schmuck, der Schmuck 
der Chorbogenwand S I2X ; Abb. 404, s. v. 
a. --reihe 483, 2. S 150. brüstung 38, 
33, niedere Scheide zwischen Chor und Kirche. 
— - gestühl, das mittelalterliche Gestühl im 
Chore, für die Geistlichkeit bestimmt und 
reicher ausgestattet; auch in neuerer Zeit 
noch öfters von bevorzugter Herstellung. 
Abb. zu 524u. 2,296. Abb. 316 f. gitter, 
den Chor abtrennend S 100. 117. — -gurt 
s. Gurt. haupt, Chorschluss, Chorende. 
— -hemde 521, n, das beim Chordienste 
wie von der Stifts- und Pfarrgeistlichkeit so 
auch von den Chorknaben getragene weisse 
faltige Ueberkleid. — -herren, -Stift S 81, 
canonici (s. d.) reguläres S. Augustini: Geist 
liche Herren, die sich zum gemeinsamen Leben
	        

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