Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 3)

Wörterbuch. Einsprung — Falkonetten. 
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Portal 312, 39: Portal, dessen Gewände einen 
rechteckigen Rücksprung haben oder hinter 
einem solchen liegen. 
Einstöckig: nur in einem Geschosse aufgebaut. 
Eintreppung 355, 20 s. v. a. Abtreppung, Aus- 
treppung; s. ausgekantet. 
Einviertel s. Viertel. 
Eisenarbeiten Sn7f. — Leuchter S 108. 113. 
Elemente, allegorisch dargestellt 2, 160, 2. 
Elen, Elch S 160, 
Elend, Christus im — (Schmerzensmann) S 141. 
Abb. 1546. 1614. 
Eiendengilde (2, 20, 16) : viele Gilden hatten 
nebenbei oder hauptsächlich den Zweck, ein 
Armenhaus zu errichten oder zu unterstützen 
oder ähnliche gute That'en zu üben. Daher 
wird der Name kommen. 
Elfenbeinschnitzwerk S 121. 
Elle s. Fuss. 
Email S117 s. Schmelzarbeit. 
Emmaus, Gang dahin S 147. 
Empirestil: der Stil, der zu Napoleons I. Zeit 
und noch etwas länger herrschte und sich 
durch unverständige und trockene Nach 
ahmung antiker Formen und durch gesuchte 
Einfachheit und Dürftigkeit, als Rückschlag 
nach den Ausschweifungen der Zopfzeit, kenn 
zeichnet. Der Stil der Biedermeier ist 
auf diesen gefolgt. Vgl. Band z. E. 
Empore S79.98f.: Bühne von Säulen oder Pfeilern 
getragen oder zwischen solchen angebracht. 
Gewöhnlich ist die Decke unter ihnen flach, 
bisweilen aber auch gewölbt. — Nonnen 
empore S 79. —abseite ist eine Abseite, 
welche Emporen enthält, von diesen einge 
nommen ist 2, 503, 17. 
Emporenbilder S 124. 
Emporstuhl 107, 6, ein über Stützen erhöht 
angebrachtes Gestühl. 
Endpass eines Kreuzes s. Pass. Abb. zu 2, 444. 
— -zarge, die am Ende des Gestühls 
stehende Zarge, Wange 2,31,32. 
engbrüstig: in seinem Hauptteile schmal im 
Verhältnis zur Höhe 2, 18. 
Engel S 138. 
Engländer S 54 vergl. Angli. 
Englischer Gruss S 148. 
Entlasten : die Decke einer Oeffnung durch eine 
besondere Ueberdeckung vor zu schwerem 
Drucke schützen 153, 15. Abb. 1598. Wenn, 
wie gewöhnlich, die eigentlichen Öffnungs- 
gewände schmaler sind, so erscheint diese 
Entlastung als Blendbogen, Abb. 865, vergl. 
Dreiecksentlastung. 
Epistelseite, Kelchseite : Südseite des Chores. 
Epitaph (Mz. —e oder —ien) S 127—29, eigent 
lich »das auf dem Grabe«, also Grabmal. 
Man versteht hier darunter fast stets Wand 
denkmäler S 128 (Wandepitaph, Wand 
grab) zu Ehren einer oder mehrerer Personen 
nach dem Tode, oft auch schon zu Lebzeiten 
aller oder einzelner, wo dann manches an der 
Haupt, Baudenkmäler d. Prov. Schl.-Holstein. III. 
Inschrift nachgetragen werden muss, errichtet 
oder angehängt. Doch heisst hier öfters Epi 
taph selbst eine einfache Gedenktafel 
(als 2, 494) zur Erinnerung an ein Ereignis, 
oder auch ein Denkgedicht. Abb. 1408. 2, 
307,4. Vergl. Bildepitaph. 
Epitaphbilder S 162. 
Erdheuer, 3,48 Grundheuer, Grundmiete. 
ergastulum 187, 18, Arbeitshaus, Sträflingshaus. 
Erker S 134, eigentlich überbauter, abge 
schlossener , über die Aussenwand des Ge 
bäudes ausgekragter, seltener von unten auf 
steigender, nach vorn und den Seiten Ausblick 
gewährender Ausbau. Abb. 2. 1240. 1595 ff. 
Eroten, Liebesgötter 90,26. 2, 124,4. 
Ersatz für Stein S 68. 
erwachsen (Rippen) 13, 40 vergl. auskragen. 
Erz (Bronze): Kupfer mit Zinnbeimischung.— 
-arbeiten s. Gussarbeiten S118. — -cru- 
cifix S 143. — -einlage in Stein S 128. 
— -taufe S 102f.: eherne (bronzene) Taufe, 
Taufgrapen, Taufkessel, Tauffass, hie und 
da auch Taufglocke genannt. — -Stift, erz- 
bischöfliches Stift. 
Eschung 3, 14, Heischung, Vorladung. 
Eselsrücken : geschweifter Spitzbogen der Späl- 
gotik. Abb. 70. 596. 1563. Überhänge 
48, 9, Ueberhänge, die mit E. besetzt oder 
verziert sind, oder bei denen E. den Haupt 
teil ausmachen. — -form der Kelchfuss- 
seiten 2, 672, 42. Abb. 381. 
Eulenloch 2, 119,4. 224,6. 
Evangeüenbücher S123. 
Evangelisten Sisoff.; — -Zeichen S151: 
Engel, Löwe, Stier, Adler. 
Ewige Lampe S117. — Ewiglicht S 106. 
Eydervere 58, 39, Eiderfähre. 
fabrica: der Bau 2, 582. 
Facetten, kleine schräge Flächen, wie sie zu 
nächst die geschliffenen Edelsteine zeigen, 
vergl. Abb. 1384 a. 
Fach 2, 5, 7 : im Fachweikbau die zwischen dem 
Holzwerk liegenden, zu vermauernden oder 
sonst zu füllenden Flächen. — 480, 18: ein 
Fachwerkhaus hat ein Fach mehr, als es 
zwischen den Enden Ständer, bezw. im Dache 
Sparren hat. — im Rippengewölbe: die 
Räume zwischen den Rippen. 
Fachwerkbau, -häuser S 66. 131 ff. Unter 
Holzkirchen (Holzbauten) sind meist ein 
fach Fachwerkbauten zu verstehen 2, 501, 14. 
Fächerornament dient in der Spät-Ren. als be 
liebte Bogenfeldfüllung (Abb. zu 254) und 
als Verzierung der Fachwerkhäuser. Abb. 
811. 814. 1427a. 
Faden 2,419, 15 sechs Fuss hamburgisch. 
Fahne S 136, vgl. Denkfahne, Prozessionsfahne, 
Leichenfahne, Totenfahne. 
Falke S 160. 
Falkonetten, Falkaunen (falcones 2, 447) eine 
Art von kleineren Feuergeschützen 58, 35, 
von Feldschlangen nicht wol zu unterscheiden. 
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