Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 3)

Wörterbuch. Deckel — Drei Könige. 
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dadurch bewirkt, dass der Deckel an den 
Tragstangen auf- und niederläuft. 
Deckenbilder, -bemalung, -malerei be 
findet sich an der Decke eines Raumes S 123. 
geiänder 2, 176, 3 Druckf. für Docken 
geländer. — Deckgesims, ein über die 
Wand vorspringendes, sie abdeckendes Ge 
sims Abb. 1364. — -platte einer Säule, 
das oberste Glied des Knaufes, das unmittel 
bar unter dem aufliegenden Balken (Archi- 
trav) liegt. 
Deckung der Dächer S 67 f. 
decorierte Säulen haben einen mit Ornament 
verzierten Schaft; Abb. 357. 
deeck 2, 487 Decke. 
deelen 2, 43 (Dielen) Hausplätze. 
Dekan s. v. a. Dechant. 
Delphin - Köpfe sind häufig in der Frühre- 
naissance zwischen Pflanzenornament ge 
braucht 118 , II; an Kronleuchtern ist öfters 
der untere Henkel aus 2 Delphingestalten 
gebildet (Delphinhenkel 133,44); auch sonst 
kommen Delphine an Kronleuchtern, selb 
ständig in Reihen angebracht, oder als Teile 
von Lichtarmen (252, 13), vor. Früh-Ren.- 
Wandleuchter gehen oft in Delphinköpfe 
aus 166,9. — Spätgot.: Abb. 1204. 
Denkelbuch, ausführl. Rechnungsbuch 548, 33. 
Denkfahne 2, 213. -mälerSi28. -steine, 
tafel S 126. 
Deutsches Band S 71 s. Band. 
Diagonalrippen, die Kreuzrippen in einem sechs- 
oder achtteiligen Gewölbe. — -streben s. 
Strebepfeiler. 
Diele : Hausöhrn, Hausflur. 
Dienst, dünner, senkrecht aufsteigender Stab; 
er dient zur Gliederung der Pfeiler Abb. 890 
und Stützung einzelner Gewölbglieder, z. B. 
der Rippen, Schildbogen. Die stärkeren 
heissen alte, die schwächeren junge Dienste. 
Dingplatz Si3Sf., -Stätte, Platz zur Ab 
haltung der (Dorf-, Cent-, Gau-) Gerichte 
und Versammlungen. Vgl. Thing. — -stein 
2, 66, 35, ein den Platz bezeichnender Stein, 
so auch Dinglinde. 
Diptych 565, 22, Altaraufsatz oder ähnliches 
Werk mit nur einem Flügel, also zweiteilig. 
Distelartiges, disteliges Ornament, -werk 
s. Barock. Spätgotisches Distelwerk Abb. 
762. Zu 2, 646. 
Ditmarsischer Ritter 2, 463, 39, der nach Be 
siegung Ditmarschens von den Landesherren 
ins Wappen aufgenommene Ritter vgl. Abb. 
1185. 
Docke s. Candelaber. nreihe, oft, besonders 
in der Barockzeit, zur Herstellung von durch 
brochenen Friesen u. dgl. verwandt; auch 
-galerie, -geiänder, -Stellung. — In 
der Goldschmiedekunst 101, 15. 
Dohm (dän. dom) richterl. Erkenntnis. 
Dom, Domkirche: bischöfliche Hauptkirche, ge- 
wissermassen Pfarrkirche des ganzen Sprengels. 
— -curie, Behausung eines Domherren 
(canonicus) 2, 332, 6. kapitels. Kapitel. 
kloster, mit dem Dome verbundenes 
Kloster S 81. 2, 330. 
Dominikanerorden, Predigerorden, fratres prae 
dicatores, schwarze Brüder, ein Bettelorden, 
1215 gestiftet. 
dona spiritus 1 10, 43 : Weisheit, Verstand, Rat, 
Stärke, Wissenschaft, Gottseligkeit, Furcht 
Gottes. 
Donnerbesen S 70. 161. Abb. 792, ein der heid 
nischen Zeit entstammendes Zeichen, in 
neuerer Zeit sehr oft in die Form der Wind 
mühle umgebildet Abb. 1417. Sein Platz 
beiderseits neben dem grossen Haustore. 
dope (lat. fons), Taufe, bedeutet im Nieder 
deutschen sowol Taufstein, als Metall- und 
Holztaufe. 
Doppeladler, Reichsadler, häufig Krönung von 
Kronleuchtern, oft auf Lübecker Plerkunft 
weisend. — -blende 139,3, Blendenpaar, 
dessen Bogen mitten auf einem Kragstein 
aufsitzen Abb. 1109. — -bogenfries S 72 
s. Fries. — -flügel: Altarschreine haben 
oft noch 2 Aussenflügel (also 4), die jedoch 
nur Bilder tragen (oder trugen, denn meist 
sind sie verloren). dach, Paralleldächer 
Abb. 1074. — -joch s. gebundener Grdr. 
— -haus 2,232,21 hat einheitliche Stirn 
seite, zerfällt aber in 2 ganz selbständige 
Wohnungen nebeneinander. — -kloster 
enthält Mönche und Nonnen, vgl. Bene- 
dictiner. — -orgel, -werk besteht aus dem 
vorn stehenden Rückpositiv Abb. 141. 
742 und dem höheren Hauptpositiv oder 
Hauptwerk; der Orgeler sitzt zwischen beiden, 
dem Hauptwerke zugewandt. — - wulst s. 
Abb. 466. 
Dorfbefestigungen S 130. 
Dorisch s. Capitäl. 
Dose S116, auch wol Ciborium genannt: 
Oblatengefäss Abb. 789. 
Drache S 160 vgl. Lindwurm. 
Dramatische Aufführungen S 138. 
Drehflügel des Altares: bewegliche Flügel, mit 
denen der Schrein geschlossen werden kann 
473, II. — -kreuz, Driller Abb. 1027. 
Dreiecksabdeckung, -entlastung (s. d.), 
-bogen S 74. Abb. 865. 1495. — -äuge 
2, 176, 18, nach dürftiger protestantischer 
Symbolik Bild der Vorsehung. 
Dreieinigkeit S125. 138. 
Dreierfenster S 75, Dreieinigkeits(-faltigkeits-) 
fenster, Gruppe von 3 Fenstern, deren 
mittelstes höher ist. Abb. 860. — -mu 
scheln, ged reite Muscheln 71,18, eine 
Vereinigung von 3 Muscheln, welche oft 
bei reicheren Leuchtern statt der einfachen 
Schalen, Rosetten oder Muscheln dient. 
Drei Könige S 139. — Dreikopf S 138 s. 2, 
95- — D re nichtiges Fenster, durch Pfosten 
in 3 Lichter (s. d.) geteilt Abb. 521. 848.
	        

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