Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 2)

SCH LE SWI G. 
Schleswig, Stadt an der Südgrenze des Dänentums. Die alte Stadt liegt in Angeln, 
die neueren Teile nordwestlich in der Ahrensharde, 103 km s.s.ö. von Ripen; 109 km s.s.w. 
von Odensee; 105 km n.w. von Lübeck (98 von Oldenburg); mkmn. g. W. von Hamburg. 
Diese alte Hauptstadt des Herzogtums hier in ganz gleicher Weise abzu 
handeln wie die übrigen Orte des Landes, verbietet uns der Raum und der 
Umstand, dass der Gegenstand zu weitschichtig ist, um sich überhaupt anders 
als in einem besonderen Werke und auf Grund eingehender und weit ausge 
dehnter Nachforschung gründlich entwickeln zu lassen. Aber auch schon sonst 
würde es hier, entgegen der sonstigen Darstellung, für welche überall Vorarbeiten 
so schmerzlich vermisst wurden, thunlich sein und sich empfehlen, dass zu einer 
knapperen Form gegriffen würde, indem es an ausführlicher anderweiter Dar 
stellung desjenigen, was sich Vorbringen Hesse, nicht mangelt. Vieles ist in den 
älteren Büchern über Schleswig von Heldvader, sowie Jürgensen, 
Outzen und vorzüglich von Schröder, ferner, besonders das Geschichtliche, 
in erschöpfender Weise von Sach behandelt und ist allgemeiner Kenntnis zu 
gänglich ; im Einzelnen ist der Brüggemannsche Altar vielfach bekannt gemacht 
und von Meistern der Kunsteinsicht gewürdigt; jetzt ist auch Gottorf durch 
Rob. Schmidt in allseitig eingehender Untersuchung und Behandlung vor Augen 
gestellt. So dürfen wir, die Umständlichkeit fortwährender Anführung der Hilfs 
mittel sparend, auf welche sich die Darstellung mit Vertrauen stützt, auf dieselben 
für alles Einzelne, wo es näherer Behandlung bedarf, verweisen. 
Schleswig, die älteste Stadt der Herzogtümer, wird zum ersten Male um 
804 erwähnt, zuerst als Sliasthorp, bei den Dänen hiess es Haithaby, Hedeby. 
Anschar kam um 827 predigend hieher an die Schlei; er soll ein Seminar ge 
stiftet haben. Im Anschluss an seine Thätigkeit ward die erste Kirche um 
850 gegründet und der Mutter Gottes geweiht. Den Platz derselben hat man 
gewöhnlich in oder bei Hadeby gesucht (Schl. 1); Andere denken an den Platz
	        

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