Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 2)

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Kr. Oldenburg. I. Grömitz. 
Grömitz, 17 km s. g. 0.; 10 km o.n.ö. von Neustadt. S. Brodau. 
Lotz; Lappenberg, st. Mag. 9, 32. Kuss, das. 9, 687; Michelsen, das. 
7, 133- 137; Petersen, Prov.-Ber. 1825, 775. — Grömitz gehörte seit 1322/23 
samt der Kirche dem Kloster Cismar. Im 15. J., und wol bis zum Unter 
gänge des Klosters, hatte es lüb- 
sches Recht. Spuren eines Baues 
von 12 m im Geviert, die Mauern 
2 m dick, mit 8 »Pfeilern«, 1842 
östlich vom Orte noch sichtbar, 
hat man der hier befindlichen Burg 
der holsteinischen Grafen zuge 
schrieben. 
Die Nicolaikirche (Fig. 858), 
1259 erwähnt, ist 1665, 1724 und 
1861/62 erneuert, 1883 innen neu 
gemalt. Die Elendengilde stiftete 
1440 auf die Südseite einen Altar 
zu Ehren Gottes, seiner Mutter, 
Fig 857. Farve. (Nach dem >Aibum«.) Nicolaus’ und des eigenen Seelen 
heils. Der nicht kleine Bau vom 
Anfang des 13. J. hat die Granitbearbeitung des Uebergangsstils mit teilweis 
besonders gut behandelten Ortsteinen. Turm 6:6, Schiff 16:9,85, Chorbogen 
1,25 stark, Chor 7,80: 7,50. Die Türen haben im Gewände einen Einsprung, 
ihre spitzen Bogen sind 
Ziegel, wie auch das 
grosse Rundfenster am 
Chore südlich über der 
Sacristei, das im Rück 
sprung einen Stab hat, 
und vordem (Lotz) alle 
Fensterumgebungen, die 
neuerdings in Cement 
hergestellt sind. Der 
grosse Chorbogen ist 
spitz, die Mauer darüber 
aus Ziegeln, und so auch 
der Chorostgiebel mit 
seinen 3 Blenden, nebst 
dem (spg.) stichbogigen 
Fig. 858. Kirche zu Grömitz. Fenster darunter, und 
das einfache Chorge 
wölbe mit unprofilierten aus den Ecken kommenden Rippen und nicht busigen 
Kappen. All diess wird jünger, gotisch sein. Der kurze Turm mit Wendelstiege in 
der Dicke seiner Südostecke, der aussen, und überhaupt über dem Untergeschoss
	        

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