Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 2)

i 8 
Kr. Oldenburg. I. Cismar. 
Viele Denkmäler sind zerstört (Top.). Als Waschsteg dient ein schöner 
Grabstein amtrt brumm ttiitti prinio? itt hb {matt lute suägsibte citttl 
tutoiaua eiakt? raitaaiaa fa. ♦. aa (famulus) put aapaftua aat i urora aaa intta (?) 
at fiiüa aiua. Er zeigt, flach aber gut gearbeitet, die Gestalten des Ritters 
und seiner Frau. Ein zweiter (15. J., 2. Hälfte) ist jetzt an einem südlichen 
Strebepfeiler eingemauert. Einige vertretene (1332. 1339) mit Majuskeln liegen 
im Chore. Arendt 395 f. 
Das Kloster lag auf einer Insel und war stark mit Gräben und Wällen, 
deren ein Teil gut erhalten ist, befestigt. Eine abgesonderte Kapelle war 
an der Ecke des Kreuzweges, 
südlich der Schule. 
An der Nordseite der 
Kirche zog sich, mit ihr zu 
gleich gebaut, 43 m lang 
und die Strebepfeiler durch 
brechend, ein Kreuzgang 
arm her, an jedem der 
westlichen 4 Joche in 2, am 
fünften wol in 3 Jochen. 
Seine spitzbogigen Gewölbe, 
von denen ein paar rund 
profilierte Schildbogen zu 
sehen sind, ruhten auf noch 
sichtbaren Kragsteinen aus 
Stuck. Da der innere, im 
Viereck das eigentliche Klo 
ster umgebende Graben 25 m 
nördlich der Kirche herzieht, 
kann aber der Klosterkreuz 
gang, wenigstens so lange 
dieser Grabenzug vorhanden 
ist, nicht hier gelegen haben. 
Die eigentlichen Klosterge 
bäude waren auf der Süd 
seite, an die 3 ersten und das 6. Joch stossend; daselbst sind auch Spuren 
eines Kreuzganges mit Stuckconsolen, jedoch nichts von den Gebäuden erhalten 
als ein durch einen Pfeiler gestützter, mit Kreuzgewölben gedeckter vieltüriger 
Keller, in dem die Quelle des hl. Johannes springt. 
Dass aber das Kloster sogleich Anfangs auf Dauer gebaut ward, beweist 
nicht nur die Kirche, sondern auch etliche dem Uebergangsstil noch nahe 
Säulenreste aus Gotländer Kalk. An der Nordseite stehn einige Achtecksäulen 
schäfte, vielleicht vom Kreuzgang, oder Lettner, dm 0,26, und als Taufstein 
(Fig. 849) dient ein schön frühgotisches Knospenkapitäl mit Eckblattbasis; 2 andere
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.