Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 1)

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Kr . Norder - Ditmarschen . Ditmarsche Landesbefestigung . 
die die Ditmarschen 1404 wieder brachen . Weiter ist eine Schanze bei Bargenstedt ; einen letzten , südöstlichen Zugang auf Meldorf schützte man an der Brücke bei Farnewinkel , und auf dem Grimmberge war eine ( freilich vielleicht jüngere ) Schanze . •— Am Rande der Marsch ein graben bei B r a a k e n , mitten in der Marsch Schanzen bei Hesel und an der Miele , vielleicht die Gudendorfer Schanze und die Windberger Höhen , wo Steinhemme , Rehrhemme und Hohnhemme Vorkommen , gehören zum Meldorfer Bereich . 
Die Heide , der Mittelpunkt der Nordlandschaft , hat zum Schutze die Werke an der Aubrücke und die Hamme , welche man im Gegensatz zu den nördlich derselben wohnenden »Nordhammingern« , die auch der Sammel - Name »die Nordhamme« bezeichnet , auch die Südhamme nannte1 ) . 
Die Hamme , ein dichter Wald , der angeblich die nördlichen und die südlichen Geestwaldungen verband ( Vieth 10 ) , den Landsteg östlich von Heide , über den die Steinstrasse zog , überdeckte , und unter Landesschutz war , war innen und aussen mit Graben bewehrt . Ursprünglich bildete ein Querwall die 
abgelassen , der Wald niedergehauen , der Hammann zerstört . Die Reste der Schanzen ( Top . ) gehen nördlich des Weges 260 m weiter , es sind 2 Basteien , durch Curtinen verbunden , mit Flanken ; südlich geht der Wall 670 m bis zum Landgraben , der bis an den Fieler See zieht . Bei Nordhastedt war eine mühle bis 1578 . Eine Koppel heisst Schanze , eine Brücke Holstenpfortsbrücke . 
Schön ist die Befestigung , in welcher das Wirtshaus »Schanze« liegt , und teilweis sind die Profile vorzüglich erhalten . Indes ist diese ( siehe Fig . 82 ) , viel jüngeren Ursprungs ; die Anlage ist modern , aber von spielender Kleinheit . Insbesondere ist die eigentliche »Hammer Schanze« samt der seitlich 1 
1 ) Dahlmann Neoc . 1 , 599 ff . hat das Verdienst , die Hammen getrennt zu haben ; er versteht jedoch unter der Nordhamme nur die Werke bei Delve - Tellingstedt , und unter der ( Süd - ) Hamme die bei Nordhastedt . Der Sprachgebrauch bezeichnet aber als Südhamme besonders auch die Engen von H e m mingstedt , und scheint im strengsten Verstand zu trennen die hamme , die Hamme ( das Hammhaus ) und die Nordhamme . Letztere ist kein werk , sondern eine Landschaft , zu der auch die Aubrücke gehört . Vgl . Neoc . 2 , 460 . 
Fig . 81 . Die Hamme 1559 . Aus einem Hogenbergschen Stich , hinter Henninges’ Genealogie . 
Hauptlinie , an ihr scheiterte 1404 Herzog Gerhard ; als das gewehr aufkam , baute man eine viereckige Schanze hinter dem Graben , davor war ein fester ( wol hölzerner ) , umfangreicher ( da man für die Wiederherstellung 1539 das Lunder Klostergebäude durfte ) , geschützbewehrter Turm , das »Hammhaus« , der mann« , ringsum zog Wall und Graben ( Bolten 3 , 344 ) , ein See bei Süderholm stärkte die Stellung . Nach der Unterwerfung ward er
	        

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