Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 1)


KREIS NORDER - DITMARSCHEN ( Heide ) . 
DIE LANDSCHAFT DITMARSCHEN . 
Im 8 . Jahrh . gab es in Ditmarschen christliche Kirchen , von denen Mel - dorf namhaft wird ; um 1104 finden wir eine grössere Anzahl . Das über seiner Selbständigkeit eifersüchtig wachende Volk hat sie wie Friesland auch im wesen bewiesen . Viele Gotteshäuser sind im Laufe der Zeiten neugegründet oder zuerst aus Kapellen zu Kirchen gemacht worden . Daher bilden hier die romanischen Kirchen die Minderzahl . Apsiden waren bei diesen nicht beliebt ( s . Wesselburen ) , sondern der einfachste Grundriss , dagegen im Chore nördlich und südlich je 2 Fenster , sonst ist die bauliche Herstellung so einfach als möglich ; eine Ausnahme macht nur Weddingstedt . Der Ziegelbau scheint hier keine frühe Stätte gefunden zu haben , und kein Beispiel älter als Meldorf zu sein ; aus Feldstein ist sogar noch grossenteils Heide . Charakteristisch ist für späte Gotik die Neigung für allerhand polygone Chorschlüsse ; übrigens liebte man breite Chöre , dehnte die Kirchen sehr in die Länge , baute später gerne liche Flügel »Neue Kirchen« zur Erweiterung an und legte grosse Bühnen an die der Fenster beraubte Nordwand . Als Bauwerke ansehnlich waren , scheint es , nur die Kirchen in Meldorf , Wöhrden und Wesselburen ; erstere ist jetzt die einzige gewölbte . Die Ren . , die uns mit Zeitangabe zuerst in Meldorf 1539 erscheint , ist früh eingedrungen . 
Auf die Ausstattung legte man grossen Wert ; die Gotik , die Ren . und das Barock haben so Vorzügliches hinterlassen , dass diese Landschaft auf erster Stufe steht . Man braucht den bunten Pesel in Lehe nicht für auswärtiger kunft zu halten : dieselbe Richtung ist ringsum auch vorher mehrfach vertreten . Orgeln sind treffliche vorhanden gewesen , die Goldschmiedekunst hat Pracht - 
Haupt , Baudenkmäler d . Prov . Schl . 'Holstein - . c
	        

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