Full text: (Bd. 1)

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Kr . Kiel . Neumünster . 
Die Kirche war gross , flachgedeckt , von etwas unregelmässiger Kreuzform , das Mittelschiff von doppelter Höhe . Das nördliche Seitenschiff hiess »gottloser« , das südliche »Totengang« . Das Ganze war aus Ziegeln , der Oldenburger Kirche verwandt , eines der frühesten Ziegelwerke . Kruse hielt den Bau für unvollendet , den Turm im Westen für etwas jünger . Die spitzbogigen Oeffnungen der seite stammen aus der Zeit nach Abbruch des hier gelegenen Klosters . 
Der Altar , nach Coron . 598 von Brüggemann , zeigte in vergoldeten Figuren auf Goldgrund u . A . die Verkündigung , auf welcher Gabriel ein band hielt mit »lombardischen« Buchstaben ( d . h . jedenfalls spätestgot . Majuskeln ) . 
Fig . 779 . Stiftskirche zu Neumünster . 
Er war 1812 »zu schwer« , um erhalten zu bleiben , und gieng , in des Pastors Scheune gestellt , daselbst zu Grunde ( zuverlässige mündliche Nachrr . ; anders Kruse 624 ) . Die treffliche Kreuzgruppe davon blieb jedoch als Altarstück in der Interimskirche , kam dann auf die Kammer in der Neuen Kirche und 1884 ins Thaulow - Museum , n . 1210 . 
Ein Altar in der Mitte der Ostwand des südlichen Kreuzarms . Kanzel 1656 . Weihkessel ( Taufstein ) aus Granit ( Jehsen , Hds . ) . gang ( Kreuztragung ) mit kolossaler Figur des Heilandes ; Marienbild ; ferner ( Jensen Hds . ) eine Gruppe von säugenden Müttern , unter ihnen Maria , Mönche schauen auf sie herab ( Jesu Verwandtschaft ? ) ; ein colossales Crucifix . Ein Bild zeigte Vizelin , von diesem , »das sich ehemals in der Kirche befunden« , gibt Westphalen 2 einen Stich nach einer 1590 genommenen Zeichnung ( welche vermutlich H . Ranzau hatte fertigen lassen und auf die auch das Randbildchen auf Dankwerths Titelblatt zurückgeht ) . Ein Bild des Tuchmacheramtes auf dessen Chor zeigte das himmlische Zion , oder auch wol Segeberg , mit Kalkberg und
	        
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