Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 1)

Kr . Apenrade . Klippleff . Loit . 
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Uhrraännchen mit Glocke , auf Postament , 17 . J . , Rest der Uhr . 
Kreuzgruppe 3 / 4 lebensgross , manieriert spätg . mit etwas geschwungenen Figuren , übertrieben schmerzlich . Am ( jetzt einzigen ) quadratischen Ende ein Engel ( Matthaeus ) . 
Denktafel steinern 1588 von Heinrich Ranzau seiner Tochter Margarete gesetzt , h 0 , 60 br 1 , 20 , ganz schlicht mit Inschr . und 4 Wappen . 
Grabsteine im Boden liegend und , obwol noch ziemlich erhalten , des Schutzes recht bedürftig ; jeder mit einem hübschen starken Eichenholzrahmen ( Fries zwischen deutsche Stäbe gefasst ) umgeben . Südkapelle : 1 ) Gottfried von Ahlefeldt 1561 , die Platte oben 0 , 85 , unten 0 , 65 breit ; 2 ) Benedict 15 . . der einfachste ; 3 ) . . ske f 1566 , stark verdorben ; 4 ) Gregor , f 1559 , und Frau ; 5 ) Detlev , f 15 . . ( sic ) , und Metta , f 1560 ; 6 ) Johann , f 1580 , und Margareta , geb . Rantzau , am reichsten obwol nicht am schönsten , sie knien am Crucifix . Mit 16 Ahnenwappen . Nordkapelle : Frans , f 1559 , und Katharina , in ganzer stalt , schön unter halbkreisförmigem , von schmalen Rahmpilastern getragenem Kranze . Ein Engel über ihnen . 
Särge . In der seit kurzem erbrochenen und schon abscheulich verwüsteten Gruft sind Särge , deren einige aus bester Ren . - Zeit mit schönsten Beschlägen . In der vermauerten Nordgruft sollen sieben sein . 
Glocke im Dachreiter , 1638 , klein , mit Brustbild Christi , einem Pilger , Maria mit Kind . 
Loit ( Lu cht ) im Loit , 7 km n . n . ö . 
Das Loit ist eine stark bevölkerte , höhenreiche , durch allerhand schönheit ausgezeichnete Halbinsel ( = Niss ) , früher genannt das Luchtenes , Luchtnis ; ihr Wappen , auch der Kirche , ist eine Laterne . Der Ort der Kirche in der Mitte der Landschaft heisst Kirdorf ( Kirkeby ) . 
Die Kirche , »vielleicht St . Jürgen« , nach dem Altar eher St . Erasmus weiht , ist ein geräumiger romanischer Feldsteinbau mit einfachem Sockel und rundem Chorbogen , dessen Kämpfer als Stab und hohe Platte profiliert sind . Gotisch ist der Turm , 2 Kapellen , welche die Kreuzform herstellen , der bau des Chores zum Rechteck , die an der Mitte des Chores nördlich angebaute Sacristei , welche durch einen aussen am Chor angebauten gewölbten Gang auch mit dem Kreuzarm in Verbindung ist , und die Wölbung , im Schiffe in 3 , im Chor in 2 Jochen . Hübsche Giebel haben wie der Turm auch die Kreuzarme . Chor und Schiff sind geweisst , an den sonst tiefroten Ziegelbauten sind es nur die Blenden und die deutschen Bänder . Bleidach liegt nur noch auf dem Turm . Reparaturzahlen 1757 . 1835 , am Turm 1694 . 1766 . 1747 . 
Die schlicht spätgotischen achtrippigen quadratischen Gewölbejoche haben in den 6 Jochen des Langbaues ( einschliesslich des Turmes ) starke Gurte und entsprechende Wandbogen , für jedes Glied einen rechteckigen Einsprung ( also 6 kantig ) , keine Kämpfer . Die Schlusssteine zeigen meist Sterne , der zweite ein Wappen mit Marke .
	        

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