Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 1)

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Kr . Apenrade . Klippleff . 
Thür , im Süden , hat zweimal rückspringende Gewände mit gefassten Kanten . Der grosse spitze , an der Kante gerundete Chorbogen umgibt als Blende , nur im Chor sichtbar , einen neueren flachrunden . Auf der übrigens ausgefugten und als frühere Aussenwand erscheinenden Westseite der darauf ruhenden Mauer ist der Ansatz weiterer eben so hoher Gewölbe sehen . Die des Schiffes sind 1 , 50 niederer , die Rippen wachsen aus den Ecken , der Mittelteil des ausgekanteten Gurtes ruht auf einer Vorkragung . Schildbogen fehlen überall . 
Das erste Joch südlich hat unter dem erhöhten mit Grabplatten belegten Boden eine schön gewölbte Gruft ( Ren . ) . Die zwei südlichen Scheidbogen und der Gurt in der Kapelle sind einfachst spitzbogig . Die Rippen in der Nordkapelle wachsen aus den Ecken , an der Wand und über dem runden Scheidebogen kragen sie mit der Gurtrippe aus . 
Altar schlecht Rocc . , nach dem der Flensburger Nicolaikirche . Hauptbild Auferstehung , von »Jens Martin Lund , Flensburg 1775« . 
Kanzel 1610 ( 205 M . ) von Hinrich schneider in Flensburg , staffiert von Hanss Mahler ebendaher mit Gold , Silber und Farben ( 64 M . ) . Die Kanzel ist ein Beispiel des »westflensburger« ( friesischen ) Typus . Reicher Grundriss , mit trefflichem Deckel . Die Ausladungen sind unbedeutend , neben den Feldern sind führte Randstreifen , an denen unter Baldachinen auf runden Consolen kleine Apostelstatuen stehen ; über ihnen neben den Oberfriesen Masken , unten Rosetten . Unter den Ecken hangen Engelsköpfe . Inschriften , soweit biblisch , hochdeutsch . Die Bemalung auf dem braunen Holz , treu nach den alten Spuren , nur etwas blendend , hergestellt , wirkt trefflich , ist aber so sparsam , dass der Preis von 64 M . hoch erscheint . 
Die Taufe , von denselben Meistern 1612 ( 98' / * M . ; 49 M . ) , der in Buhrkall ( To . 1 ) gleich , ist leider jetzt zerstört , und die vier schönen Evangelisten , welche um einen Mittelständer stehend die Platte trugen , sind auf die Chorbrüstung setzt . Der treffliche reiche , wolbemalte Deckel hat offenes , von reichen Hermen getragenes Obergeschoss ; darum stehen an allen Ecken Engelchen , über den Seiten Cartuschen mit guten kleinen Reliefs . 
Wandepitaph : Brig . v . Ahlefeld 1613 , sehr hübsch , gleicher Arbeit mit den eben genannten Werken ( 141 / » M . ; 33 M . ) . 
* Frauenstuhl von denselben Meistern 1612 ( 74■ / , M . ; 44 , 8 M . ) . 
* Gewölbbemalung im Chore 3610 ( Sintflut ) von Hans Mahler ( 17 M . ) . 
* Sonnenscheibe 1610 von Anthoni Schnittker ( 7 , 20 M . ) . 
* Kinderstuhl 1612 von Hans Schnittker zu Fischbeck ( 10 , 80 M . ) 
4 einfache got . Leuchter mit Tierfüssen , h 0 , 34 .
	        

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