Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 1)

Kr . Apenrade . Graweristein . 
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feldt ein Herrenhaus errichtet und der Hof ward ein besonderes Gut , das 1723 an die Sonderburger , 1852 an den Staat kam und zerteilt ist . Das Schloss ist jetzt wieder herzoglich . Jenes Herrenhaus , auf Quadergrundlagen , die den Resten eines Schlosses des 1298 hingerichteten Seeräubers Alf entstammt haben sollen , schön und wol gebaut , wich 1709 dem neuen vom Grafen Friedrich gebauten . Dieses , aus argem Verfall 1752 hergerichtet , brannte 1757 bis auf den flügel ab . Der südliche ward nach Muster des lichen hergestellt , der telbau aber durch einen bedeckten Gang ersetzt . 
Man baute an ihm wieder 1842 , er ist aber nicht fertig . — Das Schloss von 1709 war sehr grossartig ( Beschr . : Pontopp . Theatr . 
251 f . ) mit Sälen , vielen kostbaren Gemälden , chen Tapeten , prächtigen Zimmern und schönen Decken . Der grosse Saal im vierten ( obersten ) Stock zeigte in Stuck die grossen und kleinen Götter . Ueber dem Hauptportal war ein grosser von acht nischen Säulen getragener Altan ; mitten im Hofe waren zwölf steinerne terbilder an einem ment . Zwischen den geln schloss vorne den Hof das doppelte Portal , unten mit tuskischen , oben mit dorischen Pilastern . Jetzt ist das Schloss höchst tern . Die Kapelle jedoch , 
die durch zwei Geschosse den Nordflügel fast ganz einnimmt , ist noch von 1709 , nach dem Muster der Antwerper Jesuitenkirche gebaut . Sie ist 29 , im geschoss 32 m lang , 8 , 50 breit , 8 hoch . Leider hat sie unter den Schicksalen des Schlosses mit gelitten , und es stört das Weiss der Wände und wichtiger Glieder , die schlechte Vergoldung , die kümmerliche Herstellung und scheinbare Unfertigkeit . S . Fig . 52 . 
Fig . 52 . Inneres der Kapelle .
	        

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