Full text: (Bd. 1)

Kr . Apenrade . 
Er findet sich in zwei Gebieten , nemlich ( s . Einl . zu Kr . Hadersleben r ) im Norden ( im Ripischen , im Haderslebischen und Apenradischen ) , wo er zuletzt hie und da mit dem Tuffbau in Wettbewerb ist , oder sich mit ihm vereinigt , und in Angeln ( s . Kr . Flensburg i ) , wo in spätromanischer Zeit eine Gruppe recht vollkommen durchgebildeter Bauwerke auftritt . 
Die Hausanlage der Dänen ( s . Henning Haus , 48'—56 ) liebt schmale , niedere , lange Bauten und lässt dieselben rechteckig aufeinander stossen , am vollkommensten da , wo der viereckige Hof ganz von ihnen umschlossen wird . Die zugehörige Bauweise der Angeln zeigt erhebliche Besonderheiten . Im Süden reicht die sächsische ( niederdeutsche ) Bauart , mit Ein - aber nicht Durchfahrt in der Giebelseite , ziemlich weit über die Volksgrenze ; die Grenze gegen die friesische Bauart ist ebenfalls nicht fest ( s . Trap 87 ) . 
DER KREIS APENRADE . 
Ein willkürliches Gebilde ohne künstlerischen Mittelpunkt . Eihige Teile neigen nach Tondern , andere nach Flensburg . Zum eigentlichen Stadtbereic re gehört nur die Riesharde : das Loit , Ries , Jordkirch , Bjolderup ; ferner seit rui Osterlügum und Warnitz ; die südlichen Kirchen zählten bis^ vor wenig Ja zur Tonderschen Propstei oder gehörten zu Gütern , die diei west ic en ' im Mittelalter unter dem Bistum Ripen . Es fehlt daher dem Kreise an _uns lerisch Eigentümlichem . Doch fällt hier auf ein , freilich auch sonst nie t se ene nach den vorkommenden Taustäben wol dem 12 . J . angehörender romamsc Taufsteintypus ( s . Uk , Jordkirch ) , bei dem sich der Stiel nach unten jüngt . Reste von Hausteinkirchen und eine wol erhaltene ( Enste t ) ste en feldsteinernen und einigen frühen Ziegelbauten gegenüber . Alle sind romanisch , aber es fehlt nicht an Andeutung zweier romanischer Bauzeiten . Wie im Ciruna - riss , so herrscht auch sonst grosse Einfachheit . Die seltenen Turmbauten und die Wölbungen sind spätgotisch , wobei man sich auch sehr beschränkte und Profilierungen sparte . Doch wandte man gerne achtteilige Gewölbe an , für deren malerische Auszierung wir in Loit ein kostbares Beispiel haben . Vieles ist träglich durch den Geist der Nüchternheit arg verunstaltet , und das gewand der Tünche auch aussen über die meisten Gebäude gebreitet . Daher entbehren die architektonischen Forschungen daran öfters nicht nur des Reizes , sondern auch der Sicherheit . Manigfach und ansehnlicher sind als Bauwerke nur die Kirchen in Klippleff und Apenrade ; die Ausstattung ist , von einigem Hervorragenden abgesehen , im ganzen mager . Die Bleidächer sind schon ast überall herabgerissen .
	        
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