Full text: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein (Bd. 1)

Kr . Süder - Ditmarschen ( Meldorf ) . Brunsbüttel . Burg i . D . 113 
Kanzel schonte , wieder hergestellt 1723—4 ( Inschr . in der Kirche ) . Baumeister war Hans Peter Töpfer aus Itzehoe . Die Kirche ist ein gefälliger gotisierender , in fünf Zwölfeckseiten schliessender Ziegelbau , mit derben durch Gesimse gliederten Strebepfeilern , auch an der Westseite zweien , denen innen Vorlagen entsprechen , als ob die Kirche dreischiffig gewölbt gewesen sei . Nur das fenster ist vom ersten Bau , darunter ist eine Sandsteintafel von 1684 mit Inschr . und der Gestalt des Heiligen in einfachem Ren . - Bogen . Türbeschläge und Anker sind ganz hübsch . Die zum Schein gewölbte Decke ist mit vier einsamen Musikengeln bemalt . 
Altar 1726 aus der Glückstädter ( Ste . ) Schlosskirche gekauft ; 4 m br , 7 h , ein im Aufbau nicht recht erfreuliches Werk ohne alles Architektonische1 ) ( s . Wewelsfleth Ste . ) : eine platte Wand ist willkürlich mit gehäuften Ornamenten schwollenen Bretzelstils beklebt . Eingelassen sind 12 ovale Felder mit Reliefs ( das Hauptstück eine Kreuzigung ) , welche die Punkte des Glaubensbekenntnisses beleuchten . Sie sind zum Teil sehr gut , selbständig , geistreich , fein , das Obere scheint schwächer , traurige Vermalung erschwert die Untersuchung . Die Reliefs und gewis auch die Ornamente waren übrigens von Anfang bemalt . Die stehenden 4 Evangelisten und Salvator sind dagegen ganz Manier und zu dem Aufbau wol passend , der um 1640—60 gefertigt sein wird . 
Kanzel im Aufbau lehrreich als Nachbild guter Renaissancewerke , eine der besten aus ihrer Zeit , mit Distelwerk und elf Apostelstatuen geziert . schnitzt 1725 von Hans Eckermann und Hans Reyer in Hamburg . 
Taufstein aus Sandstein um 1690 , unschön zopfig , drei Kindergestalten Vagen die Muschelschale . Der gleichzeitige oder wenig jüngere Deckel zeigt zwischen hässlichen Delphinen die Evangelisten unschön gelagert . 
Gestühl unbedeutend ; der königliche Stuhl ist reich mit Distelwerk eschnitzt , die kräftige Bemalung ziemlich erhalten ; ähnlich ein anderer Stuhl 
( 1724 ) . 
2 Leuchter aus der Glückstädter Schlosskirche , unbedeutend , Ren . , auf Löwen . 
Grosse Dose 1661 , PK Glückstadt , mit Kreuzigung auf dem Deckel graviert . 
Glocken , J . F . Beseler 1842 . 1861 . 
Boje sehe Denktafel , ursprünglich zwischen 1595 und 1605 , mit langer Inschr . , mehrfach erneut ( zuletzt 1835 ) , der hübsche , einfache Pilasterrahmen mit Gebälk und Distelwerkumgebung ist von 1725 oder 1697 . 
Burg in Ditm . , 18 km s . ö . ; 11 km n . w . von Wilster ( Ste . ) . 
Neoc . I , 264 ; Bolten I , 360 ff . 
Hier war gewis schon ein Bevölkerungsmittelpunkt , ehe die Marsch dauernd besiedelt ward . Die ganze Gegend , schon nach der Lage eine Veste des Dit - marschenlandes , hat Anstalten zur Wehr , Wälle , und das Borgholt , ein gegen 
“ ) Das einzige Structive : 2 Palmen , welche die Flügel stützen , ist unpassend schlecht und offenbar von 1726 .
	        
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